Meine tapferen Pflanzen

Das sind sie wirklich! Seid Freitag sind sie alle im neuen Zuhause vereint, alle Stauden, alle 20 Rhododendrons und alle 16 Rosen, samt Kräutern und 3 Klematis sowie den ausgegrabenen Lupinen und Stockrosen.

Das ist ein richtiger kleiner Garten für sich, etwas unordentlich, aber immer noch farbig.

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Eine der Lupinen blüht in „Gefangenschaft“:

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Es sind immer noch viele Farben zu finden, ach, und rechts unten ein Montagsherz:

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Die Indianerminze ist in den letzten Zügen, jetzt ist die Rudbeckia dran:

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Meine kleine weisse Malve hat angefangen Zu blühen. Sie hat den letzten Winter drinnen verbracht im Topf der japanischen Mispel zusammen mit einem Schmetterlingsbusch und noch einer Malve. Die beiden Malven habe ich im Frühjahr rausgesetzt in Töpfe. Die weisse kam gut und fing kurz vor dem Umzug an Knospen zu produzieren. Die andere hatte ich schon aufgegeben, aber dann kamen plötzlich kleine neue Blätter. Sie steht irgendwo in dem Gewusel.

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Meine stolzen Kavaliere (Cosmea) sind immer noch stark im Gang. Ich habe sie für den Umzug hochgebunden, weil sie leicht brechen. Irgendwo da drinnen muss noch die Prairiemalve sein.

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Und siehe da:

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Die Cosmea sind ja einjährig, d. h. nächstes Jahr sind in dem Topf dann nur Prairiemalven und Gartengloxinien. Es sei denn, die Cosmea schummelt ein paar Samen nach unten.  😉

Der Farn hat den Herbst eingeläutet und „Ascot“ verabschiedet sich mit einer letzten Blüte:

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Immer fleissig im Gang und das Leben im Topf gewöhnt, die China-Rose „Perle d’or“:

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Und das sind die beiden Zypressen, von denen ich immer rede, nur dass es anscheinend keine Zypressen sind:

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Meine Grossmutter väterlicherseits nannte das „Lebensbaum“. Ist das nicht Taksus?

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Auf der Strassenseite ist ein kleinerer Hauptstamm beschädigt, so als ob ein Sturm einen grossen Ast abgerissen hat, der dann viel Rinde hat mitgehen lassen. Schade. Den werden wir wohl absägen und was anderes davor pflanzen. Ansonsten finde ich diese Bäume toll. Vögel lieben die auch sehr, besonders im Winter.

Und hier noch ein Abschneidsel vom alten Garten. Prairiemalven mögen es nicht, wenn man die ganze Pflanze ausgräbt und umsetzt, die machen dann schlapp, genau wie Stockrosen. Die Blütenstiele halten sich dagegen lange in einer Vase. Sie sind so graziös, ich mag sie sehr gerne.

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Und damit wünsche ich euch noch eine schöne Restwoche!

 

Umzugsaga

Es war ja eigentlich geplant und abgesprochen, dass wir am 6.9. die Möbel umziehen und am 7.9. den Garten. Am Tage des sechsten September aber, mitten in der zweiten Fuhre, beschlossen zwei Personen, dass man eine dritte Fuhre fahren würde und dafür nicht am nächsten Tag mit dem Garten. Ich konnte nicht viel dagegen sagen, es war ja angeblich alles so viel praktischer. Ausser dem Umzugswagen, ein kleiner 22 Kubikmeter, hatten wir jedes Mal zwei PKWs und zwei Gartenanhänger mit dabei. Trotzdem waren zum Schluss noch Pflanzen und andere Dinge übrig, die wir nicht mitbekamen. Vor der zweiten Fuhre kam Frau Meermond mit selbstgemachter Pizza für eine ganze Armee sowie Apfelkuchen und Kaffee. Das war wunderbar, und wir haben später vor der dritten Fuhre auch noch einmal kräftig zugelangt.

Bei der dritten Fuhre schüttete es wie aus Eimern, keiner von uns hatte einen trockenen Fetzen am Leibe, und ich konnte meine wasserdichte Jacke nicht finden. Ich fand sie dann später, als wir fertig waren, auf dem Küchentisch hinter einem Karton versteckt … 😉 Die anderen wollten nicht mit wasserdicht, das war ja was für Sissies … 😉

Sehr viel mehr taten wir dann am Umzugstag nicht. Mein Mann packte die Matratzen aus, und ich weiss nicht mehr, was ich noch gemacht habe. Wir hatten jedenfalls kein Problem einzuschlafen!

Meine erste Tat am ersten Morgen im neuen Hause war aus dem Bett zu fallen oder besser gesagt, von der Matratze zu rollen. Ich drehte mich nur auf die linke Seite und schon lag ich auf dem Boden. Gut dass wir das Bett noch nicht aufgebaut hatten … 😀

Am diesem ersten Tag haben wir dann das Bad, die Küche, das Esszimmer und die Fernsehstube funktionsfähig gemacht. Ich glaube wir haben jetzt noch so ca. 25 Kartons, die ausgepackt werden müssen, hauptsächlich meine Projekte und Comics und die Musikanlage meines Mannes und ein paar Bürosachen.

Zwischenzeitlich haben wir uns dann noch Regale und Schränke für unsere Kleidung besorgt und am Montag haben wir die letzten Pflanzen geholt. Wir müssen trotzdem noch zweimal mit unserem Anhänger fahren, bis alles hier ist. Einmal müssen wir ja sowieso noch rüber zum Saubermachen und Löcher stopfen. Und auf den Wiederverwertungsplatz mit all unserem Abfall.

Ich habe jedenfalls genügend Pflanzen, um die Steppe zu begrünen. Ich kann sogar alle meine 20 Rhododendrons unterbringen, wenn ich will, kein Problem. Aber einen möchte meine belgische Freundin haben. Erst einmal muss ich sehen, wie die blühen und ihnen Namen geben, schliesslich sind es Unikate. Das interessiert euch wahrscheinlich überhaupt nicht, aber wenn ich erst einmal in Richtung Garten und Pflanzen abtreibe … 😉

Der Tischler hat die Süd-Terrasse fertiggebaut, d.h. dass wir jetzt auf drei Terrassen wegen Regens nicht sitzen können … ich mache Spass, ich finde das toll mit all den Terrassen. Am meisten Windschatten hat man auf der Ost-Terrasse, die eigentlich zum Wäschetrocknen gedacht ist. Morgensonne!

An dem einen Abend haben wir einen Spaziergang gemacht, erst durch das Dorf und dann hinter unserem Haus einen Hügel hoch zu den Feldern. Hier ein paar Stimmungsbilder. Es war schon etwas verrückt, links ging die Sonne unter und rechts war noch total blauer Himmel …

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Die Steppe (unser jetziger „Garten“, der bisher nur aus irgendwelchem Grün besteht, das mit einem Kantenschneider kurzgehalten wurde und zwei grossen Zypressen) ist noch nicht vergiftet und umgefurcht, weil das Vergiftungsgerät des Vermieters kaputtgegangen ist. Wie er sich das mit der Hecke gedacht hat, wissen wir auch noch nicht. Sowas soll man eigentlich im Herbst pflanzen, aber da hat er ja noch Zeit. Ich habe neulich etwas Interessantes gesehen: jemand hatte in die Hecke rosa blühende Ziererdbeeren als Bodendeckung gepflanzt. Das sah toll aus und etwaiges Unkraut hat dann keine Chance. Man muss sie ”nur” am Expandieren hindern. Ich hatte mal die gelb blühende Version in einem Garten, weil ich dachte, dass das eine gute Idee wäre, aber das Zeug verbreitete sich mit Windeseile und war schwer zu entfernen. Vielleicht sollte ich einfach Walderdbeeren in die Hecke sähen, die kann man wenigstens essen. Naja, erst muss die Hecke ja da sein … 😉

Mir tut immer noch jeder Muskel weh, meinem Mann auch, aber der jammert nicht so viel wie ich … 😉

Wir sind jedenfalls gut am Ball und fühlen uns wohl hier im neuen Haus. Kein Kloak- und Algengestank; wir werden es nicht vermissen!

Das Einzige woran ich mich gewöhnen muss ist, dass das Toilettepapier jetzt auf der rechten Seite hängt und nicht auf der linken. Überhaupt will ich immer vom Eingang aus nach links in Badezimmer gehen, obwohl in allen Häusern, in denen wir gewohnt haben, das Bad rechts von der Eingangstür war.

Vom Bilderaufhängstadium sind wir allerdings noch weit entfernt. Erst einmal sind Gardinen dran … 😉

Und damit wünsche ich euch allen noch eine schöne Restwoche!

So sieht es jetzt bei uns aus …

… wir veranstalten Hindernislaufen … 😉

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… am 1.9. holen wir die Schlüssel zu dem neuen Haus, am 6. und 7.9. ziehen wir um. Wir packen bereits seit zwei Wochen, immer mal ein bisschen und letzte Woche verschärft, denn wir wollen weg!!! Mein Mann hat schon im Bad alles abmontiert und die Bilder sind von den Wänden … deshalb machen wir auch so viele Ausflüge im Moment, es ist so ungemütlich im Haus. Ich komme gar nicht nach mit dem Bilder behandeln und posten. Der Garten ist auch fertig ausgebuddelt, die Tomaten abgeerntet, da ist nichts mehr zu tun … ausser essen … das zeigt sich, wenn wir auf die Waage steigen!   😉

Es fehlen nur noch die Küche und das Schlafzimmer, ein halbe Speisekammer und ein paar Reste, ein paar Möbel auseinanderbauen (wir haben nicht so viele grosse Möbel) zwei Tage Arbeit höchstens.

Wünscht uns Glück und ganz viel Spucke!  😉

 

Garten oder vielleicht besser Pflanzen im August

Heute ist Miesepeterwetter bei uns. Seit gestern Abend, da hatten wir Sturzregen, heute pieselt es  durchgehend. Daher möchte ich ein paar Blümchen im Wind zeigen, denn das hebt die Laune, jedenfalls bei mir … 🙂

Ich gehe mit euch einmal ums Haus herum, von der Haustür aus nach rechts und um die Ecke.

Meine Rudbeckia, so „cool“, dass die im Container anfangen zu blühen:

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„Gartenidyll mit Leiter“

Meine kleine Lärche mit mehr. Die Geranien mochten und mögen den vielen Regen nicht und haben angefangen zu schimmeln.

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Hier meine Neuerwerbung, eine Neuzüchtung Cosmea (Schmuckkörbchen), erstaunlich: sie duftet!

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Eine prachtvolle Pflanze. Aber was sehe ich da? Ein lila Fleck!

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Eine Prairiemalve hat sich in den Topf verirrt und blüht sogar!

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Portrait. Da sind noch so viele Knospen! Ganz am Anfang sind die Blüten etwas dunkler und werden dann heller.

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Gartenidyll mit Dachgepäckträger … 😉 … und meine kleine blaue Azalee blüht. Das macht sie jedes Jahr, im Sommer muss sie noch ein bisschen …

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Die Impatiens im Apfelbaumtopf fühlen sich besonders wohl.

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Meine Rosmarinstecklinge. Mein grosser war am Abnippeln gewesen, und da habe ich versucht, die am besten aussehenden Spitzen abzuschneiden und in die Erde zu stecken. Nicht alle haben überlebt, aber so 8-9 schon, und es kommen Wurzeln unten aus dem Topf, sie leben also wirklich. Da bin ich sehr froh drüber, denn es handelt sich hier um eine besonders schmackhafte Sorte.

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Mein prachtvoller Jiaogulan! (nach dreimaligem totalen Abfrass durch Schnecken oder habe ich das bereits erwähnt?  😉  ) Apropos Stecklinge: ich haben einen abgebrochenen Zweig in eine Vase gesteckt, um die Blätter zu retten. Die sind dann gar nicht gewachsen, aber statt dessen kamen Wurzeln!

Wie sagt man auf Deutsch zu solchen Pflanzen? Tough, auf Dänisch sej, ja jetzt erinnere ich mich: zäh!

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Alle meine Rosen. Sie sehen nicht mehr so toll aus, haben alle etwas schwarze Flecken an den Blättern. Ausser meiner einen Kletterrose „Dublin Bay“, die fängt jetzt an auszutreiben und fühlt sich wohl im Container.

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Eine weitere Rose hat sich durch Blühen identifiziert „Adriana“. Normalerweise sehr schön, im Moment etwas mickerig, aber Hautsache sie überlebt. Sie duftet wunderbar. Für Adriana muss man geduldig sein, denn sie macht alles langsam, aber es lohnt sich. Jetzt ist da nur noch eine Rose nicht identifiziert.

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Mein Lupinen-Beet. Bis auf zwei mit Blüten/Knospen ist jetzt alles ausgegraben. Auch Cosmea habe überall ein wenig ausgesäht.

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So ein schönes Blau, die nehme ich natürlich mit!

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Oben links meine marokkanische Minze, daneben Iris, die ich aus dem Wald geklaut habe, denn die waren völlig runtergetrampelt. In dem anderen Topf sind Veronika und Salbei, die haben beide sehr schön geblüht.

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Hier habe ich Wildblumen ausgesäht. Eine kleine Version der Nachtkerze rechts und links unten die zarten Blätter sind, wenn ich Glück habe, wilde Glockenblumen.

 

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Das lange Beet an der Ostseite mit der einen blühenden Stockrose. Nur eine? Aber nein, siehe hier:

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Unverhofft … eine schöne dunkelrote. Da ist noch eine dritte mit Knospen. Auch hier ist fast alles ausgegraben. Die blühenden grabe ich erst ganz zum Schluss aus.

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Einer meiner drei überlebenden Schmetterlingsbüsche. Eigentlich vier, denn einer ist im Topf mit der japanischen Mispel, die drinnen steht. Der hat es nicht nach draussen geschafft.  😉

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Von der anderen Seite fotografiert. Den Rhodos geht es gut.

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Farbfleck aus Calendula und italienischer Margarite (sie hat kleinere Blüten als die „normale“, wächst auch kompakter, nicht so schlaksig), die zum zweiten Mal blüht mit etwas kleineren Blüten als beim ersten Mal. Sie säht sich selber weiter.

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Einige wenige Prairiemalven haben die Giftattacke an der Südseite überlebt. Ich hätte sie gerne ausgegraben, aber die mögen das so gar nicht, so dass ich es nicht übers Herz gebracht habe, wo sie doch so schön blühen. Ich habe ja welche und ausserdem habe ich auch noch Samen. Die dunklen Flecken sind Hummeln.

Und dann, oh Wunder, doch ein Pfauenauge, der einzige dieses Jahr. Im Wald haben wir welche gesehen, aber im Garten war dies der erste:

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Er hat überall ein wenig genascht. Von der Fächerblume fanden wir übrigens eine winzige Wildversion hinter den Dünen bei Tornby.

Und zum Abschluss ein einsamer Admiral. Das sind bei uns die Spätsommerschmetterlinge; die Pfauenaugen kommen normalerweise im Frühsommer.

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