Kartoffeln, Kartoffeln …

… oft so verkannt und doch so lecker! Ich habe mein Kochbuch mit Rezepten aus der Toskana wieder ausgegraben. Ich habe es damals vom indonesischen Seminar zum Abschied geschenkt bekommen. Nicht alle Rezepte sind total vegetarisch, aber weitaus die meisten, und so lecker! Ganze 14 Rezepte für Kartoffeln sind darin enthalten, von ganz normalen Bratkartoffeln bis zum Kartoffelpudding.

Und dies ist eines unserer Lieblingsrezepte: Patate alla crema (Kartoffeln in Sahne)

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Als Minze habe ich meine marokkanische Minze aus dem Garten genommen, die schmeckt ein wenig nach Spearmint. Petersilie und Minze zusammen in der Sahne geben einen ganz tollen Geschmack und der Sahne eine schöne hellgelbe Farbe. Überhaupt wird in dem Buch viel mit Kräutern gemacht. Es heisst „Toskana Koch-Rezepte um 1900 aus Italiens Gemüse-Garten“, Papyrus-Verlag 1982.

Hier noch einige interessante Fakten über die Kartoffel als Lebensmittel. Diese Angaben stammen aus dem Leitfaden „Kalorien mundgerecht“ von „Umschau“: enthaltene Vitamine B1, B2, C, K und Folsäure; Mineralien Kalium, Magnesium und Phosphor.

Und dann habe ich zum Drüberstreuen eine kleine Portion der italienischen Originalgremolata gemacht, die nur aus Petersilie, Knoblauch und abgeriebener Zitronenschale besteht. Ein Gedicht!

Ich muss allerdings davon abraten, diese Gremolata pur zu probieren, das schmeckt überhaupt nicht. Erst zusammen mit dem warmen Essen schmeckt sie gut, aber dann …  😉

 

 

Italien mit dem Motorrad, Teil 5

Heute möchte ich euch die Stadt Lucca vorstellen so gut ich kann. Lucca ist eine charmante Stadt mit einer sehr gut erhaltenen Altstadt (Mittelalter bis Renaissance). Man kann auf der Stadtmauer aus dem 16. und 17. Jahrhundert ganz um den alten Stadtkern herumgehen und hat von dort einen wunderschönen Ausblick auf Lucca und die Umgebung.

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Man passt auf, dass die Hausfassaden nicht verschandelt werden, aber im Gegensatz zu San Gimignano, wo lokale Waren und Kunstwerk in den kleinen Läden angeboten wurden, sind es in Lucca mehr die ganz normalen Handelsketten, die sich dahinter verbergen. (Hier könnt ihr über die Geschichte Luccas lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Lucca). Ich habe natürlich die Gelegenheit genutzt und mir ein paar Schuhe gekauft. Die Italiener machen die besten, finde ich … obwohl, die Brasilianer sind auch nicht schlecht. Allerdings waren das keine Schuhe mit hohen Absätzen, dazu hatten wir keinen Platz, sondern feine Halbschuhe in beigefarbenen Wildleder. Reine Schönwetterschuhe, das heisst in Dänemark kann man die nur drinnen tragen … 😉   😀

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Die Piazza Anfiteatro ist nicht so überlaufen wie die Piazza San Michele, wahrscheinlich weil es dort keine „Sehenswürdigkeiten“ gibt. Man sitzt gut dort bei einem Bier oder einem Mittagessen, gemütlich.

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Lucca ist mit Restaurants wirklich aller Art ausgestattet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dort jemand nichts findet, was ihm gefällt. Wir waren an einem Abend Fisch essen. Das war wunderbar. Wir hatten ganze Fische bestellt und hatten Bedenken wegen der Gräten, aber siehe da, der Kellner filettierte sie für uns!

Neben uns sass ein französisches Ehepaar mit zwei kleinen Kindern, die anfingen sich Zu langweilen und es angebracht fanden, mit ihren Fahrrädern zwischen den Tischen herumzufahren (wir sassen im Freien). Nicht dass die Eltern sie berufen hätten. Wir fanden das ein wenig ungemütlich, schliesslich hätten sie auf dem Platz fahren können, nur einen halben Meter weiter, wo keine Autos fuhren. Wir assen daher etwas schneller als normal und waren eher fertig als die Franzosen, die vor uns gekommen waren. „Die haben aber schnell gegessen“, bemerkte die Frau zu ihrem Mann. 😀  😀

Die Abendbilder sind leider etwas unscharf, aber sie geben die ruhige Stimmung trotzdem gut wieder. Ab 22.00 Uhr sind nicht mehr viele Leute in der Altstadt unterwegs. Im Sommer mag das anders sein. Wir waren ja im Mai dort.

Auch in Lucca sah man überall in allen nur erdenklichen kleinen Ecken Blumentöpfe auf den kleinen Balkons.

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Ferner befindet sich das Geburtshaus Giacomo Puccinis in Lucca:

Doch auch dieses Filmposter fanden wir sehenswert:

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Steve McQueen in dem Film „The great escape“. Ich weiss leider nicht, wie der auf Deutsch heisst.

Und als Krönung noch ein paar Bilder der sehr berühmten Basilica de San Michele:

Und damit wünsche ich euch allen noch eine schöne Restwoche.

Wir werden morgen den Garten umziehen und übermorgen in der alten Bleibe saubermachen und Löcher zukleistern. Am Wochenende können wir uns dann um das Neue Haus kümmern. Da freue ich mich schon drauf! Vielleicht müssen wir auch erst einmal ausruhen, wir sind ja keine „Frühjahrsküken mehr, wie die Dänen sagen … 😉 😀

 

 

Italien mit dem Motorrad, Teil 4

18.5.2012

Wir wollten uns ja San Gimignano ansehen, also ging es los, über Pontedera mit seinen bemerkenswerten (Ironie) Kreisverkehrskunstwerken, Ponsacco nach San Gimignano.

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In der Ferne kann man die Türme sichten.

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Wie ihr an den Fotos sehen könnt, hatten wir keinen blauen Willkommen-im-sonnigen-Italien-Himmel. Es war eigentlich den ganzen Tag mehr oder weniger bedeckt, aber warm.

Viele sagen, dass diese Stadt sehr touristisch ist. Das ist sie natürlich auch. Im Mai war es allerdings noch nicht so schlimm, und trotz der vielen Menschen herrschte dort eine gute Stimmung. Sehr bemerkenswert fand ich die Balkons und Terrassen, sowie die kleinen Gassen, in denen lokale Erzeugnisse verkauft wurden, vor allem Lebensmittel, Alkohol und Kunsthandwerk. Und einen Wildschweinkopf für 300 Euro.

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Die Krüge hätte ich am liebsten mitgenommen, aber das ging ja nicht auf dem Motorrad. Später fragte mich eine Freundin, warum ich sie mir nicht hätte schicken lassen. Auf die Idee war ich gar nicht gekommen. Dusselig!

Hier noch ein Kunstwerk ganz besonderer Art:

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Diese „Tüten“ waren aus hauchdünnen Melonenscheiben geformt. Total gesund also mit all dem Obst! 😉 

Wir stiessen auf einen Roma mit Hund und Gitarre. Er wohnte in einem kleinen Bus, der etwas weiter weg geparkt war. Uns gefiel seine Musik, vor sich hin fliessend, leicht … und wir kauften eine CD. Oft ist die Musik auf einer CD dann etwas ganz anderes. Das war auch hier der Fall. Die war mehr in Richtung Django Reinhardt, was wir aber auch gut fanden.

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 Und hier kommt ein Rundgang durch San Gimignano:

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Von San Gimignano aus fuhren wir in das ca. 15 km weit entfernte Volterra, eine Stadt mit imponierender Burg. Fotos von der Burg kann man hier ansehen: https://www.expedia.de/Medici-Festung-Volterra.d6073868.POI

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Volterra war auch schön, aber es herrschte dort eine ganz andere Stimmung vor, fast ein wenig düster. Wer weiss, was dort einmal geschehen ist. Anstelle von Keramik und einheimischen Delikatessen waren dort mehr Waffen (Schwerter) und Ritterrüstungen vertreten. Aber genau wie in San Gimignano hatte man auch in Volterra jede geringste Ecke für Gärtchen und Blumentöpfe ausgenutzt. Die Burg haben wir nicht besichtigt, irgendetwas hielt uns davon ab. (Hier noch einmal der Link von oben: https://www.expedia.de/Medici-Festung-Volterra.d6073868.POI … Volterra war eine Festung der Medici und wird heute als Gefängnis benutzt. Das erklärt ja so einiges … )

Hier der Stadtrundgang:

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Und mit diesem Ausblick fuhren wir dann zurück nach Lucca. Alle Rundgänge in Lucca fasse ich in Teil 5 zusammen.

Bis dahin wünsche ich euch allen noch ein schönes Wochenende! 

Italien mit dem Motorrad, Teil 1

Der Film ”Tea with Mussolini” gab uns die Idee, in die Toskana zu reisen, genauer gesagt, uns San Gimignano anzusehen. Von der Idee zur Tat vergingen allerdings noch mehrere Jahre. Wir gehören zu den Leuten, die z. B. öfter mal planen nach Amsterdam zu reisen, um dann in Berlin, Oslo oder Paris zu landen. Amsterdam sahen wir dann, als wir woanders hin wollten.

Doch nun zur Toskana. Es war im Jahre 2012, wir hatten Urlaub im Mai genommen, weil wir nicht die grossen Hitzefans sind (haha). Wir hatten damals eine GoldWing 1200 Aspencade, mit der wir uns auf den Weg machten.

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13.5.2012

Erst einmal ging es von Rødvig aus (via Gedser-Rostock-Fähre, Lauenburg und Lüneburger Heide) nach Bad Münder am Deister, Freunde besuchen. Dann nahmen wir den Autozug von Hildesheim nach München. Der Zug fährt am späten Nachmittag von Hamburg-Altona los und ist dann morgens gegen 07.00 Uhr in München. In Hildesheim werden dann Wagen angekoppelt. Zur Verladung, die ein Abenteuer für sich war, mussten wir früh antanzen und hatten dann noch einige Stunden Zeit, uns in Hildesheim zu amüsieren. Ohne Transportmittel wurde da nicht viel draus, und um den Bahnhof herum waren die Gehsteige hochgeklappt. Getränke gab es nur aus dem Automaten. Ausserdem war es kalt. Ich war froh über meine dicke Jacke. Und nicht nur die Jacke war damals dick …

Wir hatten uns eine Schlafkabine nur für uns genommen, sogar mit einem kleinen Bad. Das erwies sich als Fehler, denn die Betten waren furchtbar und in den Kurven rutschte man hin und her oder rauf und runter, wie man das sehen will. Also man schlief quer in der Kabine, nicht längs.

14.5.2012

Als wir morgens in München ankamen, waren da 4 Grad Celsius MINUS. Wir hatten uns anscheinend das Jahr mit dem kältesten Mai seit langem ausgesucht. Aber die Temperatur stieg rasch an und wurde angenehmer. Unser Weg führte uns auf der Brenner Autobahn, die ja für eine Autobahn sehr schön angelegt ist, zumindest wenn man sich auf ihr befindet, nach Österreich hinein.

Rastplatzimpressionen:

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Wir sahen einige wunderschöne kleine Orte auf dem Weg, u. a. einen mit einer kleinen Einfamilienburg (Colma), und beschlossen, auf dem Rückweg die Landstrasse zu nehmen, um uns die kleinen Orte etwas näher anzusehen.

Colma:
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Chiusa:

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Die folgenden Fotos habe ich vom Motorrad aus während der Fahrt gemacht.

 

Unsere erste Übernachtungsstelle war Auer oder Ora. Wir befanden uns in Tirol, wo alles zweisprachig beschildert ist, deutsch und italienisch. Wir waren im Markushof untergebracht. Den können wir empfehlen! Nette Leute, schöne Zimmer, gutes Essen, was will man mehr, und nicht teuer. Zu dem Hotel gehörte übrigens auch ein Campingplatz.

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Uns gefielen der Ort und die Umgebung so gut, dass wir beschlossen, einen Tag länger z bleiben. Schliesslich hatten wir keinen festen Zeitplan.

(Fortsetzung folgt)