Mimosa Salat … Mimosa salad

Von diesem Salat schwärmte eine meiner russischen Kolleginnen immer. Nun sah ich letzte Woche dieses Rezept in einem Video auf YouTube und am Sonnabend dachte ich mir, jetzt oder nie! Dieser Salat fehlt auf keinem russischen Fest, das was auf sich hält. Er ist sehr gehaltvoll, so dass wir ihn als Hauptgericht gegessen haben.

… One of my former Russian colleagues was so enthusiastic about this salad. Last week I saw this recipe on YouTube, and on Saturday I thought, it’s now or never! This salad is present on every Russian festivity with a certain style. It is very rich, so we had it as a main course.


Leider habe ich weder eine Schüssel mit geraden Wänden, noch einen Einsatz für Kuchenformen, in denen man normalerweise Torten aufbaut. Ich habe daher eine ganz normale Glassschüssel genommen und die Dicke der Lagen dementsprechend angepasst. Sowohl der Gentleman als auch ich waren begeistert. Wenn ich eine Änderung vornehmen würde, dann wären es die Zwiebeln. Nächstes Mal (das bestimmt kommt) werde ich sie erst braten und dann marinieren. Der Salat erfordert viel Zerkleinerungsarbeit, aber das Resultat ist es wert. Anstatt Fleisch habe ich übrigens vegetarische Sandwichwurst genommen.

… Unfortunately I don’t have a bowl with vertical sides, nor this cylinder for cake tin, in which you usually build up a layer cake. I have, therefore, taken a normal glass bowl and adjusted the different layers accordingly. The Gentleman and I were pleased with the result. If I would change something, it would be the onions. Next time (which is certain to come) I will fry them first and then marinate. This salad demands a lot of fine grating and cutting, but the result is worth it. Instead of meat I have used vegetarian sandwich cold „meat“.

Der Gentleman war so nett, mir bei diesem Foto zu assistieren.
… The Gentleman was so kind as to assist me with this photo.

Der Salat hat sieben Lagen: Gekochte und grob geriebene Kartoffeln; kleingeschnittenes „Fleisch“ (in dem Video wurde „spam“ benutzt … es gibt sicherlich einen Grund, warum das so heisst); kleingehackte, marinierte Zwiebel; gekochte und grob geriebene rote Rüben; geriebener Käse; feingeriebenes gekochtes Eigelb; grob geriebenes Eiweiss. Auf jede Lage kommt Salz und Pfeffer sowie eine dünne Schicht Mayonnaise. Wie gesagt, sehr gehaltvoll.

… The salad has seven layers: boiled and coarsely grated potatoes; finely cut „meat“ (in the video they used „spam“ … there must be a reason, why it is called that); finely cut and marinated onion; boiled and coarsely grated carrots; grated cheese; finely grated cooked egg yolks; coarsely grated cooked egg white. On top of each layer you season with salt and pepper and add a thin layer of mayonnaise. As I said, very rich.

Ich habe vergessen frischen Dill zu kaufen und musste daher mit getrocknetem Vorlieb nehmen. Normalerweise wird der Salat mit einem Ring frischer Dillblätter und einem Ring feingeriebenem Eigelb verziert, und in der Mitte wird aus einem oder zwei Dillstengeln und etwas Eigelb eine Mimose dargestellt.

… I had forgotten to buy fresh dill, so I had to make do with dried one. Usually the salad is decorated with a ring of fresh, finely cut dill leaves and a ring of the egg yolk. In the middle they take one or two dill stilks and a bit of egg yolk to imitate a mimosa.

Hier kommt der Link zu dem Video (von einer kroatischen Dame, dieser Salat scheint eine slawische Spezialität zu sein). Dort wird sehr schön gezeigt, wie es gemacht wird.

… Here the link to the video (by a Croatian lady, this salad seems to be a Slavic specialty). It explains everything very nicely.


Das Beste war, dass wir noch einen kleinen Rest für Sonntag übrig hatten! 😉

… The best thing was that we had some leftovers for Sunday! 😉

Eine dunkle Schönheit … A dark beauty

Ihr wisst ja, dass ich gerne Likör mag und auch selber herstelle, wie z. B. Limoncello und Rosenblütenblätterlikör. Dieses Mal fiel mir ein einfaches Rezept in die Hände, und zwar für Kaffeelikör.

… You know that I like liqueur and also make it myself, as for example Limoncello and rose petal liqueur. This time, a simple recipe fell into my hands, for coffee liqueur. (The English recipe follows after the German in one block.)


Zutaten:
1 l Wodka
1 Handvoll Kaffeebohnen
1 Stange Zimt
1 Vanilleschote oder 1 Päckchen Vanillezucker
100 g brauner Kandis

Anleitung:
Am besten lässt sich das in einer 2 l Flasche ansetzen. Ich habe ein grosses Spaghettiglas mit breiter Öffnung, das ich dann noch extra mit einer Lage Plastik verschliesse, damit der Alkohol nicht entfleucht.
Man kommt einfach alle Zutaten in das Ansetzgefäss und giesst den Alkohol darüber und schüttelt ordenlich. Dann wird das Gefäss dicht verschlossen und soll ca. zwei Wochen an einer warmen Stelle stehen. Am besten schüttelt man den Ansatz einmal am Tag ordentlich durch.
Nach den zwei Wochen durch ein Sieb oder ein Tuch giessen und in Flaschen füllen.


ENGLISCH

Ingredients:
1 l Vodka (0.22 British gallons/0.26 American gallons (guys, please go decimal …)
1 handful coffee beans
1 cinnamon stick
1 vanilla bean or 20 g (0.7 oz) vanilla sugar
100 g (3.5 oz) brown rock sugar

Instructions:
The best way to do this is in a 2 liter bottle. I have a large spaghetti glass with a wide opening, which I then seal with a layer of plastic so that the alcohol does not escape.
You just put all the ingredients in the preparation vessel, pour the alcohol over it and shake it well. Then the vessel is tightly closed and should stand in a warm place for about two weeks. The best thing to do is to give the mixture a good shake once a day.
After the two weeks, pour through a sieve or cloth and fill into bottles.

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Bemerkungen:
1) Ich hätte nie gedacht, dass der Likör ohne Farbstoff so dunkel werden würde. Ich hatte keinen dunklen Kandis, sondern nur den helleren Zucker. Wenn man den Likör dunkler haben möchte, kann man dunklen Sirup nehmen anstatt Zucker.
2) Ich würde nächstes Mal mehr Kaffeebohnen und weniger Zimt nehmen.
3) Uns war der Likör zu stark, so dass ich etwas Zuckerwasser hinzugefügt habe.
4) Ich finde es am generell wirksamsten, den Likör durch ein Tuch (Geschirrtuch) zu giessen, weil dann auch all die kleinen Teilchen hängenbleiben.

… Remarks:
1) I never expected the liqueur to get that dark without colouring. I did not have rock sugar, only demarara sugar. If you wish the liqueur to be even darker, you could use dark syrup instead of sugar.
2) Next time I would use more coffee beans and less cinnamon.
3) The liqueur was too strong for us, so I added some sugary water.
4) I find it generally most effective to pour the mixture through a cloth (tea towel), because also the smallest parts will be filtered out.

Zum Wohl! Wohlsein! Prosit! Prost!

… Cheers! To your health! Bottoms up!

Couscous … same in English

Hierfür habe ich nur ein Foto, aber das genügt eigentlich. Dies ist wieder ein sehr einfaches, aber trotzdem wohlschmeckendes Gericht. Ich bin durch einen „Zufall“ daran gekommen: Meine Nachbarin wollte mal diese Wochenpakete mit Rezepten und Lebensmitteln ausprobieren, die man sich ins Haus schicken lassen kann, und wir bekamen das einzige Vegetargericht, das im Paket war. Sie hat das übrigens wieder aufgegeben, weil ihr da einfach zu viel Verpackungsmaterial ver(sch)wendet wird.

… I have only one photo of this one, but it actually suffices, I think. This is again a very simple, but tasty dish. I got the recipe by „coincidence“: my neighbour wanted to try these weekly packages with recipes and food that you can get sent home to you, and she gave us the only vegetarian dish that was in the package. She stopped that again by the way, because she said there was way too much packaging involved.
The English version follows after the German in one block.

Hier nicht mit Couscous, sondern mit Kritharaki/Orzo.

Zutaten für zwei Personen:
250 ml Wasser
4 g Gemüsebrühe (Pulver)
100 g Couscous
1 rote Zwiebel
1 Wurzel (rote Rübe)
2 Knoblauchzehen
1 kleines Glas/Tetrapak Kichererbsen
4 g Saha Ras (hatte ich nicht, ich habe einfach Garam Masala genommen)
40 g gehackte Tomaten aus der Dose/Tetrapak
eine halbe Dose Kokosmilch
200 g Spinat
20 g Mandeln (grob gehackt)
ein halbes Bund Petersilie (grob gehackt)
1 Tomate (grob gehackt)
Salz, Pfeffer und Olivenöl

Zubereitung:
Zuerst bringt man das Wasser mit der Gemüsebrühe zum Kochen und giesst es, zusammen mit etwas Olivenöl, über den Couscous, deckt den mit einem Deckel zu und lässt ihn ziehen, bis alles Wasser absorbiert ist.

Wurzel, Zwiebel und Knoblauch werden fein gehackt oder geschnitten, wie man möchte und in etwas Olivenöl angebraten, dann fügt man die Kichererbsen und das Saha-Ras hinzu.
Dann bereitet man eine Sauce zu aus den gehackten Tomaten aus der Dose, der Kokosmilch und 50 ml Wasser und etwas Salz zu und lässt das Ganze 4-5 Minuten köcheln, bis es eindickt. Dann gibt man den Spinat hinzu und lässt ihn zusammenfallen. Die Sauce wird dann mit den Kichererbsen vermischt.

In den inzwischen genügend gezogenen Couscous rührt man dann noch die grob gehackten Zutaten hinein, Mandeln, Petersilie und frische Tomate.

Es kann serviert werden! Man kann noch etwas Petersilie und Mandeln obendrauf streuen, fertig. Guten Appetit!

Wir haben dieses Rezept schon zweimal gemacht, einmal mit Couscous und einmal mit diesen kleinen reiskornförmigen Nudeln, die die Griechen „Kritharaki“ und die Italiener „Orzo“ nennen. Schmeckte beides gut, und ich nehme an, dass es mit Reis auch gut schmecken wird.

Here not with couscous, but with kritharaki/orzo.

ENGLISH

Ingredients for two people:
250 ml / 8.8 oz of water
4 g / 0.14 oz vegetable stock (powder)
100 g / 2.5 oz couscous
1 red onion
1 root (beetroot)
2 cloves of garlic
1 small jar / tetrapak of chickpeas
4 g / 0.14 oz Saha Ras (I didn’t have it, I just took Garam Masala)
40 g / 1.4 oz chopped canned tomatoes / tetrapak
half a can of coconut milk
200 g / 3 oz spinach
20 g / 0.7 oz almonds (roughly chopped)
half a bunch of parsley (roughly chopped)
1 tomato (roughly chopped)
Salt, pepper and olive oil

Preparation:
First you bring the water with the vegetable stock to boil ing temperature and pour it, together with a little olive oil, over the couscous, cover it with a lid and let it steep until all the water is absorbed.

The root, onion and garlic are finely chopped or cut as you like and sautéed in a little olive oil, then you add the chickpeas and the saha-ras.
Then you prepare a sauce from the canned chopped tomatoes, the coconut milk and 50 ml (1.8 oz) of water and a little salt and let it simmer for 4-5 minutes until it thickens. Then you add the spinach and let it collapse. The sauce is then mixed with the chickpeas.

The coarsely chopped ingredients, almonds, parsley and fresh tomatoes are then stirred into the couscous, which has by now been sufficiently steeped.

It can be served! You can sprinkle some parsley and almonds on top, done. Enjoy!

We have made this recipe twice already, once with couscous and once with these little rice-grain-shaped noodles that the Greeks call „Kritharaki“ and the Italians „Orzo“. Both tasted fine, and I suppose it will taste fine with rice as well.

Spinat und Kartoffel „Gözleme“ … Spinach and Potato „Gözleme“


Es ist mal wieder Zeit für ein Rezept. Dieses mal mit Spinat, Feta und Kartoffel gefüllte Teigtaschen mit gaaaanz dünnem Teig, ein Rezept aus der Türkei. Ich benutze hier meine eigenen Fotos, aber ihr könnt auch noch bei Jamie Lin schauen, wie sie bei ihr aussehen.

… It is time again for a recipe. This time dough pockets filled with spinach, potato and feta cheese and veeeeery thin dough. The recipe is from Turkey. I am using my own photos here, but you can also have a look on Jamie Lin’s page, what they look like there. I will not translate the recipe into English, but refer my anglophone readers to Jamie’s page, where it is already in English (much better than I could do it).

Was braucht man? Hier die Zutaten:
Für den Teig:
1 Tasse Mehl (Im englischen steht da „all purpose flour“. Ich denke mal, dass das unser ganz normales Weizenmehl ist.)
1/4 TL Hefe
2 EL Griechischer Joghurt (alle Fettprozente sind geeignet)
1/4 TL Natron
1/4 TL Salz
1 EL Olivenöl
1/4 Tasse warmes Wasser

Teig Zubereitung:
Alle Zutaten werden vermischt und der Teig wird ca. 7 Minuten intensiv geknetet. Dann legt man ihn in eine gefettete Schüssel und lässt ihn zugedeckt für ca. eine Stunde gehen. Der Teig sollte sein Volumen verdoppeln.

In der Zwischenzeit bereitet man die Füllung vor.

Man konnte das Muster von der Tischplatte durch den Teig hindurch sehen.
… I could see the pattern of the table board through the dough.

Zutaten für die Füllung:
3/4 Tasse gekochte und zerdrückte Kartoffeln (abgekühlt)
1/2 TL Chiliflocken (wenn man keine Flocken hat, kann man sicherlich auch Pulver nehmen … ich hatte auch keine Flocken)
1/2 Tasse zerkrümelten Feta-Käse
1/2 Tasse gefrorenen Spinat, aufgetaut und ausgedrückt (man kann auch frischen Spinat verwenden)
1/4 Tasse gehackte Zwiebeln
Salz und Pfeffer nach Geschmack

Füllung Zubereitung:
Man vermengt wiederum alle Zutaten und stellt sie in einer Schüssel zur Seite. Man kann noch Nachsalzen. Ich mache das nicht, denn der Feta ist schon ziemlich salzig.

Wenn der Teig sich verdoppelt hat, geht es weiter. Man bemehlt eine Arbeitsfläche und teilt den Teig in zwei oder drei Stücke. Bei zwei Stücken bekommt man grosse Gözleme, bei drei Stücken mittelgrosse. Ich habe in vier Stücke geteilt und bekam ergo kleine Gözleme.

Man beginnt mit dem Ausrollen (ein Stück nach dem anderen), und zwar möglichst rechteckig und so dünn wie möglich. Wenn der Teig mal reisst, kann man ihn leicht wieder flicken. Damit nichts klebt, immer mal wieder mit Mehl bestäuben. Man rollt von beiden Seiten. Man plaziert dann ein Viertel der Füllung in die Mitte des Rechtecks und drückt sie etwas flach. Dann schlägt man nacheinander die vier Seiten über die Füllung. Ich glaube ich habe erst die Seiten eingeschlagen und dann von oben und unten, das dürfte aber egal sein.


Man legt die Gözleme in eine geölte Pfanne bei mittlerer Hitze mit der gefalteten Seite nach oben und legt einen Deckel auf die Pfanne. Nach ca. 4 Minuten oder wenn die Gözleme goldbraun sind, wendet man sie und brät die andere Seite auf die gleiche Weise. Fertig, gar nicht kompliziert und sehr lecker.

Trotzdem sie „klein“ waren, passten sie nicht alle vier in eine Pfanne.
… Although they were „small“, they did not fit all four in one pan.

Der Teig wird, trotzdem er mehrlagig ist, schön knusprig und lecker. Ich war ganz stolz, denn es war mir bisher nie gelungen, Teig so dünn auszurollen. Das muss an den Zutaten liegen. Man konnte die verschiedenen Farben der Gemüse durch den Teig hindurch sehen! Ich hatte übrigens gerade keinen Spinat und habe daher Lauch weichgedünstet (in der Pfanne mit Öl). Ich werde nächstes Mal aber Spinat nehmen, denn ich denke, dass das noch besser schmecken wird.

Das Teigrezept werden wir uns merken auch für Frühlingsrollen oder auch süsse Teigtaschen (Apfeltaschen?). Ich denke die Elastizität rührt vom Öl und vom Joghurt her.


Die Gözleme haben den Gentleman-Test bestanden, d. h. ich kann sie getrost noch einmal zubereiten … 😉 😀

Habt noch einen schönen Tag alle zusammen!

… Have a pleasant day everybody!

Grüner Spargel … Green asparagus

Ich habe mich in etwas gestürzt, was ich noch nie gemacht habe: Poached eggs. Wie heisst das eigentlich auf Deutsch, mal nachschlagen … „pochierte Eier“. Es ist nicht so elegant geworden wie bei der Urheberin, Bloggerin Sheree, aber doch gut genug zum Vorzeigen … 😉
The Musette: green asparagus with poached egg and vinaigrette

… I have trodden a path, where I have never ventured before: I made poached eggs. I did not manage to make everything look as elegant as the originator of the recipe, blogger Sheree did, but still decent enough to be presented. The English version of the recipe you will find on Sheree’s site (her English is way better than mine … 😉  ).
The Musette: green asparagus with poached egg and vinaigrette

… There are a few remarks in English at the end of this post though … 🙂

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Zutaten:

Pochiertes Ei

  • 1 l (4 Tassen) kochendes Wasser
  • 2 Teelöffel weissen Weinessig
  • 4 mittelgrosse, frische, ökologische Eier

Spargel und Spinat

  • 1 . (4 Tassen) kochendes Wasser, gesalzt
  • 20 mittelgrosse Spargel, alle auf möglichst gleiche Länge geschnitten
  • 1 Esslöffel ungesalzene Butter
  • 150 g (2/3 Tase) Baby-Spinat, gewaschen
  • sea salt and freshly ground pepper to taste

Dressing

  • 1 Esslöffel Dijon-Senf
  • 1 Esslöffel frisch gepressten Saft von ögologischen Zitronen
  • 2 Esslöffel Wasser
  • 3 Esslöffel geschmacksneutrales Pflanzenöl
  • 1 Prise Meersalz
  • 1 Prise frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer
  • 4 Esslöffel Haselnüsse, geröstet und gehackt. (Wir hatten noch Flocken)

Zubereitung

1. Starte mit dem Dressing. Vermische alle Zutaten, schmecke ab und justier die Gewürze, wenn nötig. Stell es zur Seite.

2. Bringe in einer grossen, tiefen Kasserolle das Wasser, das Salz und den Essig zum Kochen. Schlage die Eier auf und setze jedes Ei in eine separate kleine Schale oder Tasse. Rühre vorsichtig mit einem Löffel in dem kochenden Wasser, um einen kleinen Wirbel hervorzurufen. Kippe vorsichtig jedes Ei von seiner Schale in die Mitte des Wirbels. Schalte die Hitze runter auf mittel (bei mir 4, Induktions-Herd), so dass das Wasser siedet, und koche die Eier für 3-4 Minuten.  Ich (Sheree) bereite normalerweise zwei Eier gleichzeitig zu. (Ich, (Birgit aka Stella) habe sie als Anfänger einzeln zubereitet.)

3. Nimm die Eier mit einem Sieblöffel aus dem Wasser und lasse sie auf einem Teller mit Küchenpapier abtropfen. Würze mit Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer. Man kann die Eier schon vorher zubereiten. Dann kocht man sie nicht ganz fertig und wärmt sie später sanft in warmem Wasser auf.

4. In another medium saucepan, bring the water to the boil with a pinch of salt. Cook the asparagus for no more than 3-4 minutes. The spears should still be al dente. Drain, arrange five spears on each plate and keep warm while dressing.

5. Wilt the wet spinach in a medium pan and sauté it in a little butter, keep warm. Add a tablespoon of spinach to each quintet towards the middle of the spears. Place the poached egg on the spinach, which should stop it from sliding off.

6. Dress the plate with the vinaigrette and scatter over the hazelnuts.

Sheree’s Handy Hints

1. Use only green asparagus spears. It doesn’t work as well with the white ones.

2. The dish is equally delicious without the egg and spinach if you prefer something simpler.

3. Do not overcook the aspargus. If you don’t like them boiled you can steam or oven-bake the spears.

 

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Ich habe den Spargel als Hauptgericht zubereitet mit Kartoffeln und einer Art holländischen Sauce. Ich habe da etwas geschummelt. Ich habe einfach eine Bechamel-Sauce zubereitet und etwas von unserem in Öl konservierten Garten-Estragon dazugegeben. 😉

Man kann zwar auf dem Foto nicht richtig sehen, dass da Spinat ist, aber er ist da, glaubt es mir … 😉 … unter den Eiern.

… I have prepared the asparagus as main dish with potatoes and a kind of Hollandaise. I have cheated a bit. I have simply prepared bechamel and added some of our garden estragon, which I had preserved in oil. 😉

It is not really visible on the photo that there is spinach, but it is there, trust me … 😉 … underneath the eggs.

Sheree, das war ein sehr leckeres Gericht … danke für die Präsentation!

… Sheree, this was a very delicious dish … thank you for presenting it!

 

 

 

Orecchiette, eine Spezialität aus Apulien … Orecchiette, a specialty from Apulia

Dieses Pasta-Gericht ist wiederum ein Resultat des Fernsehens, aus der Sendung mit dem englischen Chef, der in Italien herumreist und kulinarische Kostbarkeiten aufstöbert.

… This pasta dish is again a result of television, from the series with the English chef, who travels around Italy to discover culinary treasures.

Orecchiette (Öhrchen) sind runde, halbkugelförmige Nudeln aus Hartweizengriess, eine Spezialität aus Apulien. Der Rest des Rezeptes ähnelt sehr den Pasta Bologna, d. h. gebratenes Gemüse, etwas Nudelwasser dazu und dann die Pasta hinzufügen. Ausser der Tatsache, dass man die Pasta selber herstellt, also ein recht einfaches Rezept, das in Italien recht populär zu sein scheint. Es schmeckt auch sehr gut und hat viele Variationsmöglichkeiten. In Apulien macht man es traditionell mit „cime di rapa“, was laut Wörterbuch sowohl „Stängelkohl“ als auch „Rübengrün“ bedeuten kann. In der Fernsehsendung machten sie es mit Rübengrün und ohne jegliches Fleisch.

… Orecchiette (little ears) are round pasta, half sphere shaped, made of durum wheat semolina, a specialty from Apulia. The rest of the recipe resembles a lot the Pasta Bologna, meaning fried vegetable, a bit of the pasta cooking water and then add the cooked pasta. Apart from the fact that you are manufacturing the pasta yourself, it is quite an easy recipe, which seems to be quite popular in Italy. It tastes well and has many possibilities for variation. In Apulia it is traditionally made with „cime di rapa“, which according to the dictionary could mean both, a kind of broccoli that is shaped like a stick with a little head on top, I couldn’t find out, what it is called in English, and turnip green. In the series they did it with turnip green and without any meat.

Doch hier zum Rezept, das aus der Zeitschrift „Essen und Trinken“ stammt.

… But now the recipe, which is taken from the magazine „Essen und Trinken“ (eat and drink). The English version is below the German.

Zutaten für vier Personen:
(Natürlich bekommt man in Dänemark weder Griess noch Hartweizengriess, aber ich fand doch Hartweizenmehl, ist doch schon mal was … 😉  Wenn man Stängelkohl oder Rübengrün  nicht auftreiben kann, kann man auch Brokkoli nehmen, der mit dem Stängelkohl verwandt ist. Ich habe ganz andere Gemüse genommen, denn hier sind ja die Orecchiette das Wichtigste.)

  • 250 g Mehl
  • 250 g Hartweizengriess
  • Salz
  • 250 ml lauwarmes Wasser
  • Griess

Zubereitung:

  1. Mehl, Griess und 1 Tl Salz mischen, in einer Schüssel aufhäufen, in die Mitte eine Mulde drücken, 250 ml lauwarmes Wasser zugeben.
  2. Nach und nach das Mehl unter das Wasser mischen. Auf der Arbeitsfläche zu einem glatten Teig verkneten, in Folie wickeln, 1 Std. ruhenlassen.
  3. Teig achteln, 7 Teile abdecken. Das 8. Stück zu einer 30 cm langen Rolle formen und in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. In jede Scheibe mit dem Daumen eine Vertiefung drücken.
  4. Den Teig mit der Vertiefung über eine Fingerkuppe stülpen und mit den Fingern festdrücken. Fertig geformte Orecchiette auf ein mit Griess bestreutes Blech (oder Tablett) legen und abdecken.
  5. Orecchiette in kochendem Salzwasser 10-12 Min. kochen lassen.

Orechiette_DanielaBraun_Toskana_Net BLOG
(Foto: Daniela Braun Toskana.net)

now the recipe, which is taken from the magazine „Essen und Trinken“ (eat and drink). The English version is below the German.

Ingredients for four servings:
(Of course I cannot get semolina or durum wheat semolina in Denmark, but I did get durum wheat flour, that’s something, isn’t it?  … 😉  If you cannot get the sticky broccoli or turnip green, you can also use normal broccoli. I used completely different vegetables, as here the focus is on the orecchiette.)

  • 250 g flour (8.8 oz)  (US?/UK?/both??, wink, wink, nudge, nudge, say no more … 😉 )
  • 250 g durum wheat semolina
  • salt
  • 250 ml lukewarm water (8.45 US oz/8.8 UK oz)
  • semolina for the table

Preparation:

  1. Blend flour, durum wheat semolina and a teaspoon of salt in a bowl. Press a hollow in the middle and pour 250 ml lukewarm water into it.
  2. Slowly blend the flour mixture with the water and work into a smooth dough. wrap into foil and let it rest for an hour.
  3. Divide the dough into 8 pieces. Cover 7 of them with a tea towel. Form the 8th roll into a 30 cm long roll and cut into 0.5 cm thick pieces. With your thumb press a hollow into each piece.
  4. Put each piece with the hollow on a finger tip and press into shape. The formed orecchiette put on a baking tray or sheet covered with semolina and cover with a tea towel or similar.
  5. Cook the Orecchiette in boiling salted water for 10-12 minutes.

Orechiette_DanielaBraun_Toskana_Net BLOG
(Foto: Daniela Braun Toskana.net)

Und so sahen meine aus:                    … and this is, what mine looked like:

ERROR_BLOG

Tjaaaaa, schade, meine Fotos sind verloren gegangen … 😉

… Weeeeelllllll, unfortunately, my photos got lost … 😉

Spass beiseite, die Orecchiette sind mir total misslungen, zu gross, zu dick, und daher zu hart, wie Radiergummis … und ich habe gelernt, dass ich solche Gerichte nicht in hungrigem Zustand zubereiten sollte, das wirkt sich sehr auf die Geduld aus, deren Meister ich im Vorwege nicht bin. Ich hoffe, dass ihr mehr Erfolg habt! Falls hier Italiener lesen: bitte nicht lachen!

… All joking aside, this was a total flop, the orecchiette were too big, too thick and, therefore, too hard, like erasers … and I have learned that I shouldn’t prepare dishes like this when I am hungry. It has a negative effect on my patience, which I am not a master of to begin with. I hope you will be more successful! In case Italiens read this: please don’t laugh!

Ich wünsch‘ euch was … 🙂  (nur das Beste, natürlich)

… I wish you all the best … 🙂

 

 

 

Rezept aus Afrika …MeiMei oder MoiMoi

… aus Nigeria genauer gesagt. Es handelt sich um eine Art Bohnenkuchen (salzig), der im Wasserbad zubereitet wird.

Doch erst einmal werden die Bohnen, in diesem Fall Schwarzeaugenbohnen, zwei Nächte in kaltem Wasser eingeweicht. Morgens und abends sollte man sie einmal im Sieb durchspülen, damit sie nicht anfangen zu gären. Für zwei Personen setze ich 200 g Bohnen zum Einweichen an. Die schwellen sehr an, also denkt daran eine ausreichend grosse Schüssel zu nehmen. Die Bohnen sollten gut mit Wasser bedeckt sein.

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Diese Bohnen sind angeblich die mit dem höchsten Gehalt an Pflanzeneiweiss. Ich mag auch den Geschmack sehr gerne. Der Sinn des Einweichens ist es, die Aussenhäute so weich zu bekommen, dass man sie abreiben kann.

Das hier ist wohl die wirksamste Methode. Man nimmt eine Handvoll Bohnen zwischen beide Hände und reibt sie bei gleichzeitigem Druck gegeneinander.

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Ich habe dann noch alles in ein höheres Gefäss umgefüllt, denn zwischendurch soll man immer mal mit Wasser auffüllen und die losen Häute abgiessen. In einem höheren Gefäss schwimmen die Häute weiter oben und beim Abgiessen rutschen nicht so viele Bohnen mit durch.

Meine nigerianische Freundin, von der ich dieses Rezept habe, bestand darauf, dass man 100% alle Häute entfernen müsste, sonst würde es nicht schmecken. Aber ich bin da nicht so genau.

Das muss reichen!

Jetzt kommt der Mixer zum Einsatz. Ausser den Bohnen fügt man etwas Wasser hinzu, gerne auch Gemüsebrühe, einen guten Schwupps Planzenöl und Pfeffer oder Chili oder was immer einem einfällt. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt (Knoblauch, Zwiebeln, Kräuter …). Der Teig soll relativ flüssig sein, ähnlich wie Pfannkuchenteig. Wenn er nach dem Mixen noch zu dick ist fügt man einfach etwas mehr Wasser hinzu.

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Das Originalrezept wird mit Palmöl gemacht. Das konnte ich aber nie bekommen und habe daher immer Olivenöl oder Sonnenblumenöl genommen, was ich gerade hatte. Aber neulich sah ich in einem Asienladen Palmöl und kaufte es, daher dieses Mal mit Palmöl. Das gibt so eine schöne Farbe. Die habe ich schon einmal mit Safran versucht nachzuahmen, aber Safran passt geschmacklich so gar nicht dazu.

Der Teig wird in gefettete Formen gefüllt und im Wasserbad mit Deckel drauf gekocht. Ich nehme hierzu alte Becher, von denen entweder der Henkel abgebrochen ist oder die anderweitig nicht mehr zu gebrauchen sind. Meine afrikanische Freundin stellt Tüten aus Aluminiumfolie her, in die sie den Teig füllte und kochte diese Tüten dann in einem Topf. Das mit dem Aluminium finde ich aber unangenehm.

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Ich habe dann doch nur drei Becher genommen, weil der Teig nicht reichte. Ich hätte ihn etwas dünner machen sollen. Man füllt nur so viel Wasser in den Topf, so dass es beim Kochen nicht in die Becher schwappt.

Jetzt gibt es zwei Varianten, gefüllte und ungefüllte MeiMei. Wir machen normalerweise ungefüllte, weil wir sie als Beilage essen, also anstatt Fleisch. Meine Freundin tat manchmal ein ganzes gekochtes Ei hinein oder ein Stück Fisch. Man kann sicher auch Paprikastreifen hineindrücken, fällt mir gerade ein, das werde ich nächstes Mal ausprobieren. Ich habe so einen Kuchen auch schon mal zur Arbeit für die Mittagspause mitgenommen, sie schmecken nämlich auch kalt.

Mal kurz überprüfen ob die „Kuchen“ sich heben:

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Ja, sieht gut aus. Mehr als 3/4 sollte man die Becher nicht füllen, sonst fliesst der Teig über den Rand.

Ich habe meine drei 45 Minuten im Wasserbad kochen lassen. Da wir sie nicht gleich gegessen haben, habe ich sie in den Bechern gelassen und in einer Plastiktüte in den Kühlschrank gestellt. Sie lassen sich auch einfrieren.

Man kann MeiMei entweder frisch aus dem Topf als Beilage essen, dann ist es locker und luftig; oder kalt als Snack, dann ist es etwas fester; oder in Scheiben geschnitten und gebraten. Letzteres mag mein Mann am liebsten. Das sieht dann so aus (mit einem kleinen Stück roten Cheddar oben drauf.

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Wir haben Pilzrisotto dazu gegessen. Das geht einfach und schnell und schmeckt fantastisch.