Fotos des Monats, August 2022/ Photos of the month, August 2022

In diesem Monat haben wir nicht viele Ausflüge gemacht, weil wir ja den stundenlangen Aufenthalt in Notaufnahmen und Ambulatorien des Aalborger Krankenhauses vorzogen. Wir sind daher nur in der näheren Umgebung gewesen. Meinem Mann geht es wesentlich besser, aber seine Unterlippe und Umgebung sind immer noch gefühllos. Die Ärzte meinen, dass das entweder gar nicht besser wird oder nur sehr langsam. Im Vergleich dazu, dass wir bei dem Vorfall auf der Autobahn beide glaubten, seine letzte Stunde hätte geschlagen, sind wir sehr dankbar für den Status quo.

… This month we were not on many excursions, as we seemed to prefer hours and hours in emergency rooms and outpatient clinics of Aalborg hospital. So we have only been in the nearest surroundings. My husband is much better, but his lower lip and the surrounding areas are still completely numb. The physicians say that he might not get rid of the numbness at all, or if he does, it will take a really long time. In comparison to what we thought was happening on the motorway, when we thought his last hour had come, we are very greatful for the status quo.


Zwei Fotos vom Kattegat … Two photos from the Kattegat

Das Blau war so intensiv an dem Tag.
… The blue was so intensive that day.
Fast schon herbstliche Farben. Die hellgrauen Pflanzen im Vordergrund sind Artemisia maritima, Strandwermut.
… The colours are almost autumnal. The light grey plants are Artemisia maritima, beach vermouth.

Die attraktiven Beeren der Phytolacca americana. Schön, aber gefährlich! Sie sind giftig für Menschen.

… The attractive berries of Phytolacca americana. Pretty, but dangerous! They are poisonous for humans.


Und zwei von dem Tag im Portland-Moor

… And two from that day at Portland moor



Schönes gibt es ja überall zu entdecken, nicht wahr, selbst man nicht sich nicht allzu weit weg begibt. 🙂

… Beauty can be found everwhere, can’t it, even if one doesn’t go so far away. 🙂

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P. S.:
Ich bin seit gestern nicht in Computernähe. Ihr werdet also auf meine wertvollen Kommentare bis Sonntag Abend verzichten müssen … 😉 🙂

… Since yesterday I am not near my laptop, so you will have to do without my valuable comments until Sunday evening … 😉 🙂

Abendspaziergang … Evening walk

Am letzten Montag konnte ich meinen Mann dazu überreden, einen klitzekleinen Spaziergang zu machen. Es war so gegen 8 Uhr, die Sonne stand schon tief und warf dieses wunderbare, goldene Augustlicht über die halb abgeernteten Felder.

… Last Monday I could persuade my husband to go for a tiny wee walk. It was about 8 p.m.; the sun was aleady low and bathing the half harvested fields in this wonderful, golden August light.


Das Portland-Moor bot sich an. Der Rundweg dort ist 1500 m lang, das ist überschaubar, auch für einen Genesenden.

… Portland moor was a good choice. The circular walk is about 1 mile, doable, even for a convalescent.


Das grosse Fen. Hier wurde ehemals Torf gestochen, und jetzt hat sich der Graben mit Wasser gefüllt. Ich meine, dass so etwas in Holland auch Fen heisst, nur Ven geschrieben. Und in England gibt es eine Gegend, die „The Fens“ heisst, eine ähnliche Landschaft wie hier im Vildmose (man hat dort Holländer beschäftigt für das Anlegen von Entwässerungskanälen und Schleusen). Es ging kaum ein Wind.

… The large fen. Peat has been cut here once, and now the cutting site has filled with water. I think in the Netherland they also call this a fen, only written „Ven“. And in England there is a region called „The Fens“, a similar landscape as here in Vildmose (at a point Dutchmen had been employed there to build drainage channels and watergates). There was not much wind.



An dem Abend hatten wir das ganze Portlandmose für uns.

… That evening we had the entire Portlandmose for ourselves.


Auf dem Heimweg wurde uns dann noch ein interessanter Himmel beschert.

… On the way home, we were presented with an interesting sky.

Ich finde das sieht wie ein Himmelhai aus …
… I think this looks like a sky-shark …

Um 22 Uhr ist es jetzt schon wieder richtig dunkel. Macht’s mal gut, alle zusammen!

… At 10 p.m. it is already really dark now. Be well, everybody!

Abendspaziergang

Der Abend war so schön, nachdem es morgens regnerisch und windig war (da waren wir am Raubvogelturm ohne Kamera, weil die ja nicht nass werden sollte, und natürlich war da ein Elch …), deshalb wollte ich gerne noch einen Spaziergang machen. Mein Mann wollte erst nicht, aber dann doch. Und wir haben es nicht bereut.

Gegenüber vom Parkplatz zum Raubvogelturm geht auch ein Weg. Wir wollten schon immer mal schauen, wo der hinführte, also warum nicht jetzt? Lang war er nicht, er führte zu einem „Kaffeeplatz am Grabenende“, sehr romantisch, nicht wahr? Der Anblick war dann romantischer.

Hier der „Kaffeeplatz“ mit Ausblick zum See:

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Und das Wollgras puschelt, wie soll man dazu sagen? Das ist ja keine Blüte, in der Wolle sitzen Samen:

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Weil das so ein kurzer Weg von nur 800 m war, sind wir dann noch ins Portlandmose gegangen bei prachtvollem Sonnenuntergang:

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Ich liebe dieses schöne, goldene Abendlicht!

Jetzt (00.40 Uhr) blitzt und donnert es wie verrückt, wie gut, dass wir noch draussen waren!

 

 

Portland-Moor … Portland moor …

… im feinsten Sonnenlicht und -4 Grad Celsius               … in beautiful sunlight and -4 degrees Celsius

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Und dann gelang es mir, wenn auch keine Elche, so doch Schwäne im Flug einzufangen:

And then I managed to catch – if not mooses –  swans flying above us:

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Zum Schluss noch ein cooles Dänenfoto. Als wir ankamen sassen sie bereits da und picknickten bei 4 Grad minus, und als wir zurückkamen, waren sie immer noch da. Die sind ganz schön abgehärtet die Dänen! Aber der arme Hund!

Finally a cool Dane photo. When we arrived, they were already there, having a picnic at 4 degrees minus, and when we got back from the walk, they were still there. The Danes are really tough! But the poor dog!

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Lille Vildmose …

… (kleines Wildmoor) ist der kleine Bruder von Store Vildmose (grosses Wildmoor), das ca. 50 Kilometer weiter nördlich liegt. Beides sind Torfmoore, die zum grossen Teil heute geschützt sind. Moore sind selten geworden. Ich habe gerade heute gelesen, dass Moore CO2 binden …

Dies war bereits unser zweiter Ausflug hierhin oder besser gesagt, der dritte. Beim ersten Mal mussten wir umkehren, weil wir ohne Gummistiefel nicht weiterkamen. Beim zweiten Mal fuhren wir bei einigermassen gutem Wetter los, und als wir am Parkplatz ankamen, fing es an zu schütten und kein Ende war abzusehen.

Aber jetzt, beim dritten Mal … das erinnert mich irgendwie an die Leuchtturmgeschichte … 😉

In Lille Vildmose gibt es mehrere Seen und erschlossene Gebiete, wo man so genannte Plankestier (Bretterwege) über den Torf/Sumpf gebaut hat. Wir haben vor einigen Jahren mal eine Jütland-Tour gemacht und sind „zufällig“ dort gelandet, an einer Stelle mit einem herrlichen Plankesti, aber die konnten wir partout nicht wiederfinden.

Wir wählten uns daher den Toftesø aus. Hier ging es sowohl zum See, als auch zum Wanderweg:

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Ein richtiger Schilderwald …

Eine Gebrauchsanweisung für Elche, von denen man 12-14 Stück hier ausgesiedelt hat; eine Reihe Ver- und Gebote; und ein Hinweis das hier der Nordseewanderweg verlief. Das erstaunte mich, denn der Nordseewanderweg geht eigentlich an der Nordseeküste entlang; hier waren wir dichter an der Ostküste.

Hier das Halbwegsdaseinschild …

… und dann wurde es feucht:

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… und dies war die Stelle, an der wir das erste Mal umkehren mussten:

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Irgendwo rechts geht der Weg weiter. Selbst mit Gummistiefel erwies es sich als trickreich. Ich ging forsch drauf los, ich hatte ja die Stiefel an, blieb dann aber prompt stecken und der Matsch drohte, mir den Schuh auszusiehen. Trotz geeigneten Schuhwerks hangelten wir uns also von Baum zu Baum bis auf die andere Seite.

Dort war es auf einmal schön und licht und sonnig:

 

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Das Moor ist hier teilweise eingezäunt, denn es ist nicht ungefährlich. Zum Bretterweg kamen wir hier mittels einer Treppe über den Zaun:

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Moor im Herbst ist nicht so interessant. Wenn das Wollgrass oder die Heide blüht ist mehr Leben drin:

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Aber die Farben …

Hier fotografierte ich von der Treppe nach unten. Das Blau von dem Wasserlauf fand ich schon fast irre:

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Ein Winzling, der Schuh zum Vergleich:

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Noch einmal Herbstfarben zum Abschied …

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… und dann waren wir wieder zurück und gingen zum See hinüber, zum so genannten Aussichtsturm. In meinen Augen ist das ein Aussichtshaus, aber was soll’s. Es ist ganz gemütlich dort drinnen mit Tischen und Bänken für Picknick natürlich und einigen richtig guten Ferngläsern, diesen grossen, die man an Aussichtspunkten hat, mit dem Unterschied, dass man kein Geld einzuwerfen braucht. Auch findet man dort Informationen über die Vögel und andere Tiere, die man von dort aus sehen kann.

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Blick auf den Toftesø:

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Und im Gegenlicht:

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Dort trafen wir einen netten Herrn, der uns erklären konnte, wie wir zu dem anderen Bretterweg kamen. Das liessen wir uns nicht zweimal sagen und fuhren dort hinüber.

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Die und ihre Schilder … wenigstens wurde nicht behauptet, dass hier der Nordseewanderweg langgeht …

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Hinter all diesen Bretterwegen steckt eine enorme Arbeit, das muss man mal anerkennen!

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An dieser Stelle steht viel Schilf, und im Sommer, wenn alles grün ist und es weht, geht ein rythmisches Rauschen durch die Halme. Ich hätte damals stundenlang da stehen und zuhören können!

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Ein richtiger Aussichtsturm mit Elchgarantie … nein, ich mache Spass … aber eine Dame, die wir gerade auf der Plattform am See getroffen hatten, hatte genau am Turm, auf der Strasse einen fotografiert, ganz dicht dran. Sie zeigte uns ganz stolz das Foto auf ihrem Handy. Die meisten Leute, die in Lille Vildmose anzutreffen sind, haben Ferngläser dabei. Es gibt so viele Vögel (sogar Kraniche, aber die sind jetzt wohl in Richtung Süden unterwegs) und dann eben die Elche, Hirsche, Rehe, Wildschweine, you name it. Und da sie alle nicht zahm sind, kommt man normalerweise nicht dicht an sie heran. Wir haben jetzt Fernglas und Gummistiefel immer im Auto stehen.

Wir kamen fast mit allen Leuten, die wir trafen ins Gespräch. Wo ist denn diese Reserviertheit der Jütländer? Wir erfuhren interessante Dinge, z. B. dass auf der anderen Seite des langgestreckten Sees auch ein schöner und viel längerer Wanderweg war; dass das Moor durch Freiwilligenarbeit erhalten wird. (Man schneidet Büsche und Birken zurück.) Das muss man über die Dänen sagen, wenn sie von etwas überzeugt oder begeistert sind, dann setzen sie sich voll ein und opfern ihre Freizeit und manchmal auch ihr Geld für die gute Sache.

Inzwischen hatte es wieder einmal angefangen zu pieseln, aber das bescherte uns diesen hier:

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Da ist auch ein ganz blasser Parallelregenbogen rechts, witzigerweise auch mit einer Wolke. Der andere ist so schön klar in den Farben.

Im Moment wird es mehr Wald-, Moor- und Heidebilder geben, denn von der Nordsee sind wir etwas weiter weg. Die Ostküste werden wir noch erkunden. Aber dann seht ihr mal, wie vielseitig das kleine Dänemark ist!  😉

Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Tag!