Schluss mit der Scheinpolitik: Klimaschutz jetzt!

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Als die Bundesregierung vor zwei Wochen ihr „Klimapaket“ vorgestellt hat, waren wir regelrecht schockiert. Gerade einmal ein Drittel der Emissionseinsparungen für das 2030-Klimaziel könnte mit den darin enthaltenen Ankündigungen und Maßnahmen erreicht werden.

Doch wer dachte, „schlimmer geht’s nimmer“, wurde von der Großen Koalition nun eines Besseren belehrt: Statt es komplett zu überarbeiten, hat das Kabinett das „Klimapäckchen“ am Mittwoch bestätigt – und an einigen Stellen sogar noch weiter abgeschwächt. Zudem hat die Bundesregierung das Klimaschutzgesetz, das die Klimaziele und deren Einhaltung festlegen soll, zum zahnlosen Tiger gemacht. Es wird so immer unwahrscheinlicher, dass wir die Erderhitzung auf 1,5 oder 2 Grad begrenzen und die Klimakatastrophe noch aufhalten können.

Es steht zu viel auf dem Spiel, als dass wir uns damit einfach abfinden könnten. Schon rund 300.000 BürgerInnen stellen der Regierung deshalb ein Ultimatum: Spätestens bis zum 29. November –  bis zum Start der Weltklimakonferenz und der Halbzeitbilanz der Großen Koalition – muss die Bundesregierung ein neues, wirksames Klimapaket vorlegen. Vielen Dank, dass auch Sie bereits an unserer Aktion teilgenommen haben! Helfen Sie uns, dass wir noch mehr Menschen mit unserem Eil-Appell erreichen.

Jetzt Aktion teilen!

Unsere ausführliche Kritik am Klimaschutzgesetz lesen Sie hier.

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Stellas Kommentar hierzu:

Diese monatelangen Demonstrationen der Jugendlichen und auch der anderen Umweltgruppen haben Null gebracht. Die Bürger werden ignoriert und verarscht. Es ist verständlich, wenn die Bürger jetzt die Nase voll haben und rabiat werden. Aber dann hat die Regierung wieder einen Vorwand, die Polizei noch weiter zu militarisieren, noch mehr Kameras aufzuhängen etc., etc. … also manchmal … 😦

Klimakrise: Anpacken statt Kapitulieren

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Was für ein bewegender Tag [20.9.2019]: Noch nie haben weltweit so viele Menschen für den Klimaschutz protestiert! Allein in Deutschland gingen heute sagenhafte 1,4 Millionen Menschen in 575 Städten und Gemeinden beim Klimastreik auf die Straßen. Wir alle wollten damit dem Klimakabinett die Botschaft mitgeben: Ihr müsst jetzt liefern!
Doch dann kam die große Enttäuschung: Statt wirksamer Lösungen für die Klimakrise präsentierte die Bundesregierung am Nachmittag ein Sammelsurium von Luftbuchungen. Höchstens die Hälfte der für die 2030-Klimaziele notwendigen Treibhausgaseinsparungen werden damit erreicht! Ein Schlag ins Gesicht aller Menschen, die heute für das Klima demonstriert haben.

Aber wir sind nicht bereit, es dabei zu belassen. Fordern Sie jetzt mit uns ein neues, wirksames Klimapaket bis zum Start der Weltklimakonferenz:

Wir brauchen jetzt klare gesetzliche Vorgaben, etwa für den Kohleausstieg bis spätestens 2030, ein Ende des Verbrennungsmotors oder ein sofortiges Verbot neuer Ölheizungen. Wird gleichzeitig ein ausreichend hoher Preis auf CO2 festgesetzt und die Subventionierung für fossile Energien gestrichen, werden die grünen Alternativen automatisch günstiger und setzen sich durch.

Mit dem Klima kann man nicht verhandeln. Wir BürgerInnen schauen darum nicht mehr länger zu, wie die Regierung unsere Zukunft verheizt. Wir setzen ihr stattdessen eine Frist. Bis zum 29. November, also zur Halbzeitbilanz der Großen Koalition und zu Beginn der Weltklimakonferenz, muss sie ein wirksames Klimapaket beschließen! Beteiligen Sie sich jetzt an unserem Aufruf an das Klimakabinett:

Mit entschlossenen Grüßen,

Franziska Buch
Referentin für Energie- und Klimapolitik,
mit dem gesamten Team des Umweltinstituts

Generalstreik am Freitag? Schön wär’s …

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#AllefürsKlima: Am Freitag wird gestreikt!

Seit Monaten streiken SchülerInnen und Studierende jeden Freitag für den Klimaschutz. Und seit Monaten tut die Bundesregierung: nichts. Doch dieser Freitag wird anders, denn der 20. September hat das Potenzial zum Wendepunkt in der Klimapolitik zu werden.

Denn während das Klimakabinett der Bundesregierung über unsere Zukunft verhandelt, wollen wir zeitgleich auf den Straßen ein eindrucksvolles Zeichen setzen: In einem großen Schulterschluss werden SchülerInnen und Eltern, GewerkschafterInnen und UnternehmerInnen, Kirchen-VertreterInnen und WissenschaftlerInnen überall im Land ihre Arbeit unterbrechen, um zusammen für das Klima zu demonstrieren.

Gemeinsam wollen wir der Regierung zeigen, dass Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft nicht mehr länger bereit sind, die Untätigkeit beim Klimaschutz hinzunehmen.

Eine Karte mit allen Streikorten in Deutschland finden Sie hier:

Zur Karte mit allen Aktionen 

JedeR kann mitmachen: Schon eine verlängerte Mittagspause von zwei bis drei Stunden reicht aus, um an der Klimastreik-Demo in Ihrer Nähe teilzunehmen. Motivieren Sie auch Ihre KollegInnen, Sie zu begleiten. Vielleicht können Sie sogar IhreN ChefIn überzeugen, das ganze Team für die Zeit des Klimastreiks freizustellen. Alle Tipps für die Teilnahme am Klimastreik finden Sie in unserem Leitfaden!