Mein Kater (5) … My tomcat (5)

Puri mochte nicht generell Menschenfutter, aber er probierte gerne alles (oder versuchte zu probieren … 😉). Alles was wir assen konnte ja durchaus für Katzen geeignet sein. Seine Vorlieben waren Käse und alles mit Hefe, z. B. Brot (ich habe mal ein Brot unbeobachtet auf dem Tisch liegen lassen und er hat die ganze Oberfläche abgeschleckt und durchgesabbert) und Vitam, das er uns vom Finger leckte. Wenn wir vom Einkaufen kamen kroch er in die Tüten um den Inhalt zu inspizieren (oder versuchte es … 😉).

Einmal trank Puri meinen Tee mit Milch und Zucker, und das auf dem Tisch, eine doppelte Frechheit. Wir waren in der Küche und ich stand mit dem Rücken zum Tisch, mit irgendwas beschäftigt, und hörte plötzlich dieses Geschlabber hinter mir. Ich drehte mich nicht einmal gleich um, weil ich dachte “das kann nicht wahr sein”, aber es war.
Ein anderes Mal hatte ich Gerste mit ziemlich viel Chili gekocht und auf den Arbeitstisch gestellt (frecher Kater) und ich überraschte ihn mit dem Kopf über dem Topf, die Zunge hing schon raus.
Blitzschnell zog ich den Topf weg, und er war so überrascht, dass er ein paar Sekunden mit hängender Zunge stehenblieb. Wie er wohl auf den Chili reagiert hätte?

Er durfte nicht auf den Tisch springen, und generell hielt er sich auch daran (mit obigen Ausnahmen), aber auf meinem Schoss sitzen ist doch o.k., nicht wahr? Ich sitze hier nur, ich mache gaaar nichts … aber dann erscheint ganz langsam eine Pfote auf dem Tisch, ganz langsam schiebt sie sie mehr und mehr auf den Tisch. Ich wollte mal sehen, wie weit er gehen würde und wartete ab. Zuletzt hatte er beide Vorderbeine auf dem Tisch, bis zu den Ellenbogen. So ein Lümmel!  😉

… Puri did not generally like human food, but he tried everything (or tried to try … 😉 ). Everything that we ate could potentially be suitable for cats as well. His favourites were cheese and everything with yeast, for example bread (I once left a bread uncovered on the table, and he slicked the entire surface, made it wet and soft) and Vitam (something similar to marmite), which he slicked from our fingers. He crept into the shopping bags when we came home to check the contents (or tried to … 😉 ).

… Puri drank my tea once with milk and sugar in it, and that was on the table, which was forbidden area anyway, so double cheek. It was in the kitchen and I had my back to the table doing something, and then I heard this sound that the tongues make. I didn’t even turn around immediately, because I thought „it can’t be“, but it was so.
Another time I had cooked some barley for dinner with quite a bit of chili in it and – again on the kitchen table, naughty cat – I caught him with his head over the pot, tongue already out, and just snatched the pot away. He was so baffled that he stood there for a few seconds with his tongue out. I wonder how he would have reacted to the chili.
He wasn’t allowed on the table, and in general he accepted that (with the above exceptions). But to sit on my lap should be allowed, right? I am just sitting here, doing nothing … but than one paw slowly appeared on the table, slowly, slowly creeping further up. I wanted to see how far he would go and waited. In the end he had both front legs on the table up to the elbows. Such a rascal!  😀
 

 Umzug nach Dänemark              … Move to Denmark

In Dänemark angekommen, musste Katerchen sich an zwei Kinder gewöhnen, zwei lebhafte Jungs im Alter von 6 und 10 Jahren, die Söhne meines Mannes, die die eine Hälfte der Woche bei uns und die andere Hälfte  bei ihrer nahebei wohnenden Mutter waren. (Auf diese Weise konnten sie in ihrer Schule bleiben und jederzeit mit ihren Freunden spielen.)

… After arriving in Denmark, kitty had to get used to two children, two lively boys aged 6 and 10, my husband’s sons, who lived half a week with us and half a week with their mother, who lived near us. (This way they could stay in their school and could be with all their friends whenever they wanted.)

Die Kinder hatten noch nie mit einer Katze zusammengelebt und fanden es toll, ein Tier im Haus zu haben. Sie wollten ihn aber auch pausenlos streicheln und, schlimmer noch, ihn dauern hochheben. Das mochte mein Kater überhaupt nicht. Von mir liess er sich das wohl oder übel gefallen, aber andere Leute durften ihn nicht hochheben. Er fand dann ganz schnell heraus, dass er die beiden nur anzufauchen brauchte, dann bekamen sie Angst und liessen es sein. Zum Schluss fauchte er, wenn er sie nur sah. Aber das ging ja nicht, wir sollten ja alle friedlich zusammenleben. Also wurde Kater ausgeschimpft und den Kindern wurde erklärt, dass ein Tier kein Spielzeug wäre und wenn er nicht getragen werden wollte, dann müssten sie das akzeptieren. Von da an ging es dann besser.

… The kids had never lived with a cat and were excited about an animal in the house. But, they also wanted to stroke him constantly, and, even worse, wanted to pick him up all the time. My cate didn’t like that at all. He tolerated it when I picked him up, but other people where not allowed to do it. He quickly found out that he just needed to hiss at them, then they would get afraid and not go near him. In the end he hissed whenever he saw them. That was not acceptable, we all had to live together in peace. So I scolded the cat for hissing and explained to the boys that an animal wasn’t a toy, and if he didn’t want to be picked up, they had to accept that. From then on it went much better.

Mein Mann wollte ihn nicht im Bett haben, jedenfalls nicht auf seiner Seite. Aber Puri war ja gewohnt, mit mir zusammen zu schlafen, allerdings oben auf der Decke … 😉 … er hatte übrigens ein merkwürdiges Ritual, bevor er sich hinlegte. Er dreht sich mindestens fünfmal im Kreis, dann liess er sich mit den Rücken gegen meine Beine fallen und rutschte runter. Auf diese Weise war da keine Lücke für Kaltluft … 😉

… My husband didn’t want to have the cat in the bed, not on his side that is. Puri was used to sleep on my cover … 😉 … by the way, he had a strange ritual before lying down. He turned at least five times around himself, then he let himself fall against my legs and slid down. This way there wasn’t any gap for cold air … 😉

Na, aber wir waren bei der Bettkultur. Puri schlief also weiterhin bei mir, und morgens sprang er auf meiner Seite aus dem Bett, ging den ganzen Weg herum ums Bett – man sah dann seinen hochstehenden Schwanz wie ein Periskop – und zu meinem Mann und begrüsste ihn dort.

… But, we were talking about bed culture. Puri continued to sleep on my side of the bed, and in the morning he jumped down, walked all the way around the bed – I could see his upright tail like a periscope – to my husband and said good morning to him.

Ich fand Puri und meinen Mann oft zusammen. Wenn mein Mann sich aufs Sofa legte, kam früher oder später der Kater vorbei und legte sich zu seinen Füssen. Wenn er auf dem grossen Sessel, einem Erbstück von meiner Grossmutter sass und las, kam Puri und legte sich auf eine der Armlehnen oder auf die Rückenlehne hinter meinem Mann.

… I frequently found my husband and Puri together. When my husband lay on the sofa napping, Puri would sooner or later join him and sleep at his feet. When he sat on his big chair reading, an inheritance from my grandmother, Puri would come and lie down on one of the arm rests or behind my husband on the back.

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Da Puri ja bereits in jungen Jahren an vielen Orten gewesen war, hatten wir keine Schwierigkeiten, ihn während unserer Ferien bei anderen Leuten unterzubringen. Er war abwechselnd bei meinen Eltern oder bei verschiedenen Freundinnen. Aus den Erfahrungsberichten der Katersitter erfuhren wir, dass er anscheinend wusste, wann er nach draussen kommen konnte und wann nicht, denn in Etagenwohnungen versuchte er es nicht einmal.

… As Puri was used to be in different placed ever since I got him, we didn’t have any problem to let him stay with other people when we went on vacation. Sometimes he was at my parents’ place, sometimes with friends of mine. From the reports we got from the cat-sitters, we learned that he seemed to know, when he could go outside and when not, because he never tried it when he stayed with people in apartments on higher floors.

Meine Eltern hatte er voll im Griff. Wenn er auf dem Stuhl meines Vaters lag und mein Vater hatte die Frechheit, selber dort sitzen zu wollen, wurde er angefaucht. Mein Vater liess sich davon abschrecken. Daher versuchte Puri das auch mit meinem Mann, einmal und nie wieder, denn der schüttelte ihn einfach aus dem Sessel.   😉

… He had my parents completely under his paw. When he was sleeping on my father’s chair and my father had the audacity to want to sit there himself, he was hissed at. My father then didn’t dare to insist. Therefore Puri also tried that with my husband, one time and never again, because the latter just shook him from the chair.

Meine eine Freundin wohnte in einer Altbauwohnung im vierten Stock. Dort versuchte er auch nicht durch die Haustür wegzulaufen, aber eines Tages fand sie ihn auf dem Fenstergesims. Da blieb ihr fast das Herz stehen. Sie versuchte ruhig zu bleiben und rief ganz sanft nach ihm. Sie erzählte uns dann, dass er sich nur auf den Hinterpfoten stehend umdrehte und ganz lässig zurückkam. Wenn wir ihn dort abholten war er meistens um zwei Kilo schwerer, und man konnte ein Tablett auf seinem Rücken abstellen. Er hatte seinen eigenen Stuhl am Frühstückstisch, bitte sehr! Der Freund meiner Freundin war recht angetan von Puri, denn sie sammelte meistens körperlich oder geistig behinderte Katzen auf, was ich eigentlich rührend fand, aber er war froh, mal eine normale, intelligente Ausgabe im Haus zu haben.

… One of my friends lived in an old-style apartment on fourth floor. Puri never tried to get out by the entrance door, but one day she found him on the cornice outside a window. Her heart nearly stopped. She tried to stay calm and softly called him. She told us that he turned around, only standing on his hindlegs and slowly came back in. When we picked him up from there, he was usually 2 kilos heavier and one could place a tray on his back. He had his own chair at the breakfast table, I beg you! Her boyfriend loved our cat, because she usually picked up physically or psychologically challenged cats, which I actually found very sweet of her, but he was glad to have for once a normal, intelligent member of the species in the house.

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Meine andere Freundin wohnte im Erdgeschoss, und die Haustür führte in ein beschütztes Gartenareal. Puri wusste, dass er da raus konnte, aber meine Freundin traute sich nicht. Was war, wenn er weglief? Nachts lief Katerchen also in der Wohnung umher, sprang auf das Bett meiner Freudin, von da aus auf die Fensterbank, wieder zurück aufs Bett, runter vom Bett, raus aus dem Schlafzimmer und wieder von vorne. Das ging ihr natürlich schnell auf die Nerven und sie machte die Schlafzimmertür zu. Als sie dann morgens aufstand, hatte Katerle versucht, sich unter der Haustür rauszugraben. Den ganzen Teppichboden vor der Tür hatte er losgekratzt. Da gab meine Freundin nach und liess ihn nach draussen. Anscheinend führte er sich total zivilisiert auf, suchte keinen Streit mit den anderen Katzen, so als ob er wusste, dass dies nicht sein Revier war.

… My other friend lived on ground floor, and the door led to a protected garden space. Puri knew that he could go out there, but my friend didn’t dare to let him. What if he ran away? At night Kitty ran around in the apartment, jumped on my friend’s bed, from there onto the window sill, back onto the bed, out of the sleeping room and again from start. She very quickly got fed up with that and closed the door to her sleeping room. When she got up next morning, Puri had tried to dig himself out under the door. He had loosened all the carpet in front of the door. At that moment my friend gave up and let him go outside. He is said to have behaved perfectly civilized, didn’t pick fights with the other cats, as if he knew that this was not his turf.

Puri verweigerte auch nicht das Futter wenn wir wegfuhren, wie ich das von anderen Katzenbesitzern gehört hatte. Darüber war ich sehr froh, sonst hätten wir nie in Urlaub fahren können. Er war also ein voll und ganz angenehmer Lebensgefährte, das muss man sagen!

… Puri didn’t refuse to eat either, when we went on vacation, as I had heard from other cat owners. I was glad about that, otherwise we wouldn’t habe been able to travel at all. He was all in all a pleasant companion, I have to give him that!

Unsere erste Bleibe war ein Haus dicht am Roskildefjord in Frederikssund (übrigens eine sehr nette kleine Stadt mit einer aktiven Wikingergruppe, die sich ein kleines Dorf gebaut haben, sehenswert! Und die einmal im Jahr im Freien eine Wikingergeschichte aufführen).

… Our first house was close to Roskilde fjord in Frederikssund (by the way a very nice little town with an active Viking club, who have built themselves a little Viking village, worthwhile to visit! And once a year they organize an open-air play of an old Viking saga).

Ganz am Anfang gingen mein Mann und ich einmal in Richtung Fjord und Katerle kam mit. Lass ihn, dachte ich, er wird schon bei uns bleiben oder irgendwann zurückgehen. Aber ganz plötzlich wurde Puri klar, dass er seine Sicherheitsgrenze überschritten hatte und begann jämmerlich zu miauen. Wir versuchten ihn zu überreden mitzukommen, als das nicht klappte, nach Hause zu laufen. Aber er traute sich weder vor noch alleine zurück und war sicherlich überzeugt, dass es auch für uns gefährlich war weiterzugehen … 😉 … wir mussten tatsächlich mit ihm zurückgehen, ihn ins Haus sperren, und dann konnten wir spazieren gehen.

… Right at the beginning, my husband and I went for a walk towards the fjord one day, and kitty followed us. Let him, I thought, he either comes with us or goes back at a point. But suddenly Puri realized that he had crossed his safe space line and started to meow pitifully. We tried to convince him to continue with us, when that didn’t work to make him go home. But he didn’t dare neither to continue nor to return, and he surely was convinced that it was too dangerous for us as well to go any further … 😉 … we had to go back with him and lock him into the house. Then we could take our walk.

Einmal hatten die Jungs ihre Wasserpistolen mitgebracht. Stellt euch diese Szene vor, Katerchen streift im Garten umher, kleiner Junge mit Riesenwasserpistole kommt aus dem Haus, sichtet Kater … ich behaupte, dass ich seine Gedanken sehen konnte … und rief nur “Don’t even think about it!!!”  Er schaute mich mit unschuldigen Augen an “wiesoooo, was denn?” (Aber er grinste … 😉 )

… One day the boys had brought their water guns. Imagine the scene, kitty roams the garden, a little boy with a giant water pump-gun comes out of the house and his eyes fall on the cat … I allege that I could SEE his thoughts … and called out “Don’t even think about it!!!”  He looked at me with innocent eyes “whyyyyy, what do you mean?” (But he was grinning … 😉 )

Wir zogen dann noch einmal in Frederikssund um, weil der Besitzer des Hauses es verkaufen wollte, und wir fanden es nicht gut genug um es zu kaufen.

… We then moved within Frederikssund, because the owner of the house wanted to sell it, and we didn’t find it good enough to buy it.

Danach waren die Jungs älter und wir konnten endlich etwas weiter wegziehen (weiter weg von ihrer Mutter). Nach einem einmonatigen Aufenthalt in einem Sommerhaus in der Nähe von Jægerspris landeten wir dann in Brøndby Strand, einer Siedlung des sozialen Wohnungsbaus, denn zu der Zeit hatten wir nur ganz wenig Geld. Unsere Firma, die Sommerhäuser verkaufte, war wie so viele andere auch, pleite gegangen, und wir mussten die Gürtel enger schnallen. Dort durfte man keine Tiere halten. Wir mussten Puri also verstecken. Auf jeden Fall konnte er nicht nach draussen. In Brøndby Strand wohnten wir nur ein Jahr, nachdem unser Keller dreimal und unser Auto einmal aufgebrochen worden waren und man versucht hatte, mir auf dem Weg von der Bahn nach Hause meine Tasche aus der Hand zu reissen. Das war der letzte Tropfen.

… Later, when the boys were older, we could move a bit further away (from their mother). After one month in a summer cottage, we moved to Brøndby Strand into an apartment in a council housing complex. At that time, we didn’t have much money. Our company that sold summer cottages had gone bankrupt together with many others of the kind, and we had to tighten our belts. We were not allowed to have animals there, so we had to hide Puri. In any case he could not go out. In Brøndby Strand we only lived a year, after our cellar had been broken into three times and our car once, and after somebody had tried to snatch my bag from me, when I came home from work. That was the last drop.

Wir hatten dann Glück, dass wir relativ schnell das alte Mühlenhaus von Schloss Bregentved leihen konnten, dem Schloss wo Hans Christian Andersen angeblich “das hässliche Entlein” geschrieben hat. Das war sehr idyllisch und dort legte ich meinen ersten richtigen Garten an. In Bregentved durfte Katerchen auch nicht nach draussen, weil der gute Graf Moltke (der Besitzer von Bregentved) in der Nähe des Hauses Fasanen aufzog, damit sie später abgeschossen werden konnten. Er wollte nicht, dass seine Fasane durch Katzen gestresst würden. Wie rücksichtsvoll!
Wir versuchten daher, Puri an eine Leine zu gewöhnen, so eine mit Riemen um die Beine herum.
Was war seine Reaktion darauf? Er legte sich auf den Rücken und weigerte sich ganz einfach zu gehen. 😀

… We were lucky that we relatively quickly could move into the old mill house of castle Bregentved, the castle where Hans Christian Andersen allegedly wrote his fairytale “the ugly duckling”. It was a very idyllic place, and there I shaped my first garden. In Bregentved, Puri wasn’t allowed to go out either, because the good count Moltke (owner of Bregentved) was breeding pheasants near our house so that they could be shot down later on. He didn’t want his pheasants to be stressed by roaming cats. How considerate!
We, therefore, tried to get Puri used to a leash, one that went through and around the forelegs. What was his reaction on that? He lay on his back and simply refused to walk.  😀

Dort in Bregentved starb Puri dann, stolze 16 Jahre alt. Wir begruben ihn im Garten unter einem Baum. Das Leben mit ihm war schön und nie langweilig! (Ich hätte nichts dagegen, wenn das auf meinem Grabstein zu stehen käme … 😉)

… In Bregentwed Puri died, proud 16 years old. We buried him in the garden, under a tree. Life with him was great and never boring! (I wouldn’t mind to have that written on my gravestone … 😉)

 

 

 

Mein Kater (4) …….. My tomcat (4)

Kurze Zeit nachdem Katerchen ein Jahr alt war, zogen wir aus der Stadt und halbwegs aufs Land. Dort bewohnten wir in einem Haus die obere Wohnung und unten wohnte ein Ehepaar, das wir kannten mit ihrem Baby. (Ich habe sie schon mal kurz erwähnt, die Frau, die einfach in unsere Wohnung ging, wenn wir nicht da waren und sie auch anderen Leute zeigte.)

… Short after kitty was one year old, we moved out of town and halfways to the countryside. There we lived in the upper flat of a detached house. Downstairs lived another couple that we knew with their baby. (I mentioned them somewhere, the woman who just went into our flat when we were not at home and also showed it to other people.)

Mein damaliger Mann wusste Bescheid (wie immer), man musste den Kater einen Monat im Haus halten und durfte ihn erst dann rauslassen, damit er nicht zurücklief zur alten Wohnung. Aber er hatte die Rechnung ohne Katerchen gemacht. Der machte etwas Erstaunliches (jedenfalls für mich): er setzte sich rund herum in der Wohnung eine Weile in jedes Fenster, was ungefähr eine Stunde dauerte, und dann wollte er raus. Er stellte sich vor die Tür und schaute einen auffordernd an, dann wusste man, was man zu tun hatte … 😉 … Da sein Fenstersitzen für mich wie eine Orientierungsrunde aussah, hatte ich keine Bedenken und liess ihn raus. Er lief nie weg.

… My then husband knew what to do (as always): we had to keep the cat in the house for a month and not let him go outside before that so that he didn’t ran back to the old flat. But he reckoned without the cat, who did something astonishing (at least in my eyes): He sat in every window of the apartment for a while, which took about an hour or so, and then he was ready to go outside. He stood in front of the door and gave me a demanding look, so I knew what I had to do … 😉 … As I interpreted his window sill sitting as an orientation round, I didn’t have any qualms and let him out. He never ran away.

Er war es ja auch gewohnt, mit zu Schwiegereltern zu kommen und blieb auch manchmal bei meinen Eltern, wenn wir mal ein paar Tage wegfahren wollten. Ich denke mal, dass er durch den vielen Ortswechsel sich mehr an uns als Personen geknüpft hat und nicht so sehr an einen Ort, wie man das sonst über Katzen sagt.

… He was used to come with us to the in-laws, and sometimes he stayed with my parents for a few days. I think that because of the shifting locations, he bonded more with us than a particular place, as it is often said to be with cats.

Draussen auf dem Lande begann Katerchen sein Jagdtalent zu entdecken. Mäuse, Ratten, Tauben und als er einmal ein Kaninchen anschleifte, war Schluss und er bekam ein Halsband mit Glocke verpasst, damit die Tiere eine Chance hatten. Das ging gut, bis eines Tages neue Kater hinzuzogen, zwei jüngere, die offenbar zusammengehörten. Da ging die Prügelei wieder los, bis ich ihm dann die Glocke wieder abnahm, durch die er den anderen beiden gegenüber ziemlich im Nachteil war. Es gelang mir ein paarmal, sie mit der Giesskanne auseinanderzujagen. Einmal waren sie in irgendwelchen Büschen, ich konnte sie nicht sehen, aber ich konnte sie riechen, sie stanken förmlich. Ich goss einen grossen Schwall Wasser in den Busch und je ein Stück Kater flitzte in drei Richtungen davon. Da kam Katerchen wieder einmal so zerschlagen nach Hause, dass ich fast heulte. Er schleppte sich nur auf seine Decke, ohne zu fressen, ohne sich zu putzen und lag nur da. Er wollte auch nicht angefasst werden, also beobachtete ich nur, wie sich die Lage entwickelte. Irgendwann fing er dann an sich zu lecken und zu säubern, da wusste ich, dass alles wieder in Ordnung kommen würde.

Living in the countryside, kitty started to discover his talent for hunting: mice, rats, pigeons, but when he came home dragging a dead rabbit over the tarmac, I had enough and gave him a collar with a bell, so that the animals had a chance. That went well until one day two young tomcats moved into the neighbourhood; they seemed to belong together. The big fights started again, this time with two adversaries. In the end I took the bell off him again, as it gave him a grave disadvantage. I succeeded a few times to separate the guys with a watering can. One evening they were in the bushes, I couldn’t see them, but I could smell them, they stank! I poured all ten litres  of water into the direction from whence the smell came, and one piece of cat each dashed away in three different directions. During that time my lovely cat came home one day so beaten up that I nearly wept. He dragged himself to his basket, without eating, without cleaning himself, and just lay there. He didn’t want to be touched either, therefore I just observed him closely. At some point he started to lick clean himself. Then I knew that he would be fine.

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Damals bemerkte ich zum ersten Mal, dass er sich Dinge ”ausdachte”. Einmal überraschte ich ihn z. B. wie er einen Bleistift zwischen den Vorderpfoten hielt und sich damit im Nacken kratzte, da wo Katzen sonst nicht hinkommen!

Ein anderes Mal beobachtete ich, wie er die Schrägung in der Badewanne ausnutzte, um einen Pingpongball ins Rollen zu bringen. Er liess ihn von oben runterrollen und sprang dann nach unten und fing ihn wieder auf.

… At that time I notice for the first time that he “contrived” things. One day I surprised him with a pencil beween his front paws, using it to scratch the back of his neck, a spot where cats usually can’t get to.

… Another time I observed him making use of the inclination at the back part of our tub. Kitty let a pingpong roll down from there, jumped down and caught again.

❤ ❤ ❤ ❤ ❤

Zwei Dinge hat er nur einmal und nie wieder gemacht:
Ihr, die ihr Katzen habt kennt es sicher, wie sie einem immer um die Füsse rumwuseln.
Ich hatte einen Wäschekorb voller nasser Wäsche, die ich auf dem Dachboden aufhängen wollte. Da war eine Holztreppe, die man ausfahren konnte. Ich ging also mit dem Korb nach oben (in Holzschuhen!) und der Korb verdeckte natürlich die Sicht und hören kann man so ein Katzentier nicht. Ich machte einen Schritt und hörte ein erbärmliches Schmerzensgeheul, woraufhin ich sofort den Fuss wieder hob. Erst dachte ich, dass ich Katerchen auf den Schwanz getreten war, aber nein, es war ein Pfötchen gewesen. Der arme Kerl, kein Wunder, dass er so geschrien hatte! Von da ab passte er auf …

Und dann kam er eines Abends nicht nach Hause, als ich nach ihm rief. Ich schüttelte normalerweise mein Schlüsselbund, das war gut zu hören. Er kam und kam nicht, und so gegen zwei Uhr morgens hatte ich die Nase voll. Zum Glück war Wochenende und ich musste am nächsten Morgen oder besser an diesem Morgen nicht zur Arbeit. Aber es war Winter mit Nachtfrost. Ein bisschen besorgt war ich schon, aber müde auch! Um sieben Uhr wurde ich kurz mal wach und schaute nach, ob Herr Kater wohl vor der Tür sass. Er sass … in einem Busch neben der Tür. Er maunzte und sprang förmlich in die Wohnung. Er war natürlich total durchgefroren. Danach kam er IMMER, wenn ich ihn rief.

… Two things he only did once and never again:
You, who have cats know, how they always have to weasel around your feet. I wanted to go up to the attic with a big basket full of wet clothing. We had to let a wooden ladder down for that purpose. I climbed up with the basket, couldn’t, of course, see anything (I was wearing clogs!), and it is impossible to hear a cat. I made a step and heard a gut-wrenching scream, which made me lift my foot immediately. First I thought I had trod on his tail, but no, it was one of his paws. Poor guy, no wonder, he screamed like that! But from then onwards he was careful …

… And one evening he did not come home when I called. Usually I shook my keyring, that could be heard even from a long distance (by a cat …). Well, he didn’t show up, and around 02.00 a.m. I had enough. Luckily it was the weekend, and I didn’t have to go to work the next morning, or better, this morning. However, it was winter with night frost, so I was a bit concerned, but tired as well. I woke at 07.00 a.m. and had a look, if Mr Cat was sitting in front of the door. He sat … in a bush beside the door. He meowed and jumped into the house. Of course he was totally frozen. After that he ALWAYS came when I called.

Dann kam die Scheidung, unschön, aber nicht so dramatisch wie manche andere. Wir haben uns z. B. nicht um Sachen gestritten. Die Möbel haben wir geteilt und Bücher und Musik nahm jeder seines. Ich bestand darauf, den Kater zu behalten, denn auf meinen damaligen Mann war kein Verlass, dass er sich richtig kümmern würde. Er hatte die Angewohnheit, sich etwas anzuschaffen und dann schnell das Interesse zu verlieren und es dann zu vernachlässigen, egal ob das Dinge oder Tiere waren (oder Ehefrauen???). 😉

… After some time we got a divorce, not nice, but not over dramatic either. For example we didn’t fight for stuff. We divided the furniture and as far as books and music was concerned, we took our own stuff. I insisted in keeping Puri, because my ex husband was not reliable to take responsibility. He used to get something and then he very quickly lost interest and neglected it, not matter if thing or animal (or wife???). 😉

Nach seinem Auszug kam er noch einmal, um sein Aquarium zu holen. Wir sassen am Küchentisch und Katerchen kam und sprang auf den Stuhl neben ihm und drehte ihm demonstrativ den Rücken zu … 😉

… After having moved out, my ex came one day to fetch his aquarium. We sat at the kitchen table and Puri jumped onto the chair beside him, and then he demonstratively turned his back on him … 😉  😀

 

Katerchen und ich waren also von da ab eine Zweiergemeinschaft. Das Ehepaar unter uns wurde auch geschieden, deren Geschichte war ziemlich grotesk. Ich zog dann weg, ich mochte dort nicht bleiben. Katerchen und ich landeten in Jenfeld, an der äusseren Kante von Hamburg im Nordosten, wieder in einer Wohnung im ersten Stock. Der Mann des Ehepaares, das unter uns wohnte, baute eine Katzenleiter vom Garagendach, so dass Puri von dort hinunterkommen konnte. Ich liess das Fenster über der Garage offen, so dass er frei ein und aus gehen konnte – allerdings nur wenn ich zuhause war.

… So Kitty and I were a twosome from then on. The couple downstairs also got a divorce, their’s was a really bizarre story. I moved away; I didn’t want to stay there anymore. Puri and I ended up in Jenfeld, at the outskirts of Hamburg in the northeast, again in a flat on the first floor of a detached house. The husband of the couple downstairs built a cat ladder from the garage roof, so that Puri could get down and I left the window open above the garage, so he could come and go as he wished – but only when I was at home.

Er war damals drei Jahre alt, und ich fand, dass er sein Verhalten änderte, so als ob er sich ”abgenabelt” hatte. Ich kann dafür keine konkreten Beobachtungen anführen, irgendwie fühlte sein Benehmen sich anders an. Ich fand es ein wenig spät, dieses Erwachsenwerden, aber was wusste ich schon über Katzen …

… He was three years old by then, and I found that he changed behaviour, as if he was “cutting the cord”. I can’t name any concrete observations, only that his behaviour felt differently. I thought that it was late, this growing up, but what did I know about cats …

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Es ging uns gut in Jenfeld. Wir wohnten in einer Sackgasse, an deren Ende ein grosses Stück unbenutztes Land lag. Dort ging Katerchen wieder der Jagd nach und eines Tages fand ich eine grosse tote Ratte auf dem Wohnzimmerteppich! Am selben Tag schleppte er noch diverse tote Jungratten an und zu allerletzt eine lebende. Als ich das sah, machte ich als erstes die Tür zur restlichen Wohnung zu und dann ging die wilde Jagd los. Der Kater war begeistert, Frauchen jagte mit ihm … 😉   Ich hatte mir ein Handtuch um die Hand und den Arm gewickelt, denn mit Ratten, egal wie gross,  ist nicht zu spassen. Und prompt sprang das winzige Tier mich an, ich war beeindruckt über den Mut! Es rettete sich dann in ein Regal, in eine offene Kiste mit allen möglichen Papieren und alten Postkarten. Sie glaubte, sie hätte sich total eingegraben, aber ihr kleines Hinterteil und der Schwanz hingen heraus. Irgendwie war das süss und rührend. Ich nahm die Kiste und stellte sie an das offene Fenster. Rattenkind nicht faul sprang ins Freie. Ich machte dann erst einmal das Fenster zu.

… We had a good life in Jenfeld. We lived in a dead-end street at the end of which was a large piece of unused land. There kitty could go hunting again, and one day I found a big dead rat on the living room carpet! On the same day he “delivered” several dead young rats and at last he came with one that was still alive, and very much so. When I saw that, I immediately closed the door to the rest of the apartment and then the wild hunt started. Puri was in cat heaven, mother hunted together with him … 😉 I had wrapped a towel around my hand and arm, because rats, no matter what size, are not to be trifled with. And promptly the tiny beast jumped at me; I was impressed by the courage! Finally, the rat saved itself up a shelf and into an open box filled with papers and old postcards. It thought it had dug down completely, but the tiny behind and the tail was peeking out. That was so sweet and touching in a way. I took the box and placed it on the window sill at the open window. The rat noticed right away and jumped out. And I closed the window for some time.

Eines Nachts wurde ich von einem Klirren geweckt, das aus der Küche kam. Dort standen leere Flaschen unter dem Waschbecken. Dahinter verbarg sich ein junges Kaninchen … auf den ersten Blick sah es unversehrt aus. Ich sperrte den Kater ins Schlafzimmer und nahm das kleine Tier auf den Arm. Es waren keine Wunden zu sehen und alle Teile schienen in Ordnung zu sein, kein Blut. Der Kater muss es mit in die Wohnung gebracht haben und dann ist es ihm entkommen und hat sich hinter die Flaschen geflüchtet. Warum er es dort nicht angegriffen hatte, wunderte mich, aber ich war froh und liess es durch die Haustür nach draussen.

… One night I woke up from a clinking noise in the kitchen. I had some empty bottles standing under the sink. Behind the bottles a young rabbit was hiding … at first glance it looked unharmed. I locked Puri into the sleeping room and took the little animal in my arm. It had no visible wounds, all bits and parts were in good order, no blood to see. Puri must have brought it into the apartment and then it must have escaped and hid behind the bottles. I was surprised that he had not attacked it there, but I was glad and put it outside again.

Ich erinnere mich noch daran, wie interessiert Katerchen an meiner Nähtätigkeit war. Zuschneiden erledigte ich auf dem Fussboden, auf dem Teppich. Er liebte es, mit Anlauf auf den Stoff zu springen und damit über den Boden zu rutschen. Oder er klaubte die Stecknadeln mit den Zähnen heraus, worüber ich nicht sehr erbaut war.

… I remember how interested in my sewing Puri was. I did the cutting on the floor on the carpet. Puri loved to come running, jumping onto the fabric and sliding with it on the floor. Or he took out the pins with his teeth, which I was not too happy about.

Auf den Tisch durfte er nicht, unter keinen Umständen, aber wenn ich nach Hause kam, waren da manchmal Beweise einer Katerpräsenz auf dem Esstisch (Haare, Fusstapfen) … 😉 … wenn ich zuhause war, machte er das nie.

… He was not allowed on the table, under any circumstances, but when I came home, I sometimes found evidence of a cat presence on the dining table (hair, footprints) … 😉 … when I was at home, he never did it.

Meine Pflanzen waren für ihn nicht von Interesse, ausser einer, und zwar Zyperngrass. Erinnert ihr euch daran? Das war einmal so modern. Es sieht auch gut aus und ist pflegeleicht. Jedenfalls frass er diese Pflanze ratzekahl ab, obwohl die Blätter so hart waren, dass sie ihm hinterher im Darm Schmerzen bereiteten. Das war eine Sache, aus der er nicht lernte, sondern sie immer wieder machte. Das Zyperngrass wurde daher abgeschafft.

… He wasn’t interested in my plants, with the exception of my flatsedge (cyperus). Do you remember that plant? It was very popular at a point. It is decorative and low-maintenance. In any case, he ate the plant completely, although the leaves were so hard that they gave him pain in the guts afterwards. That was one thing, that he never learned, but did again and again. The flatsedge, therefore, had to go.

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(Foto: Gartendialog.de)

Übrigens war Puri sehr eifersüchtig. Wenn ich in seiner Gegenwart ein anderes Tier streichelte, bekam es eins mit der Pfote auf den Kopf, zwar ohne Krallen, aber mit Schwung.  😉

… By the way, Puri was very jealous. If I petted another animal in his presence, he hit it on the head with his paw, without using the claws, but with verve.  😉

Dann lernte ich über Freunde einen sehr netten Dänen kennen, der uns öfter besuchen kam und den ich dann irgendwie nicht mehr missen wollte und umgekehrt.

… And then I met a very nice Dane at a friend’s place. He paid us frequent visits, and in the end I couldn’t live without him anymore … and vice versa.

Wie das weiterging erfahrt ihr in Teil 5.     … What happened next, you will read in part 5.

Mein Kater (3) ……. My tomcat (3)

Als Katerchen in die Pubertät kam, so mit 6-7 Monaten oder so, kann das stimmen, da kam Leben in die Bude. Als erstes begann er zu markieren, glücklicherweise draussen an der Hauswand zu unserem Garteneingang.

… When kitty started with puberty, with 6-7 months or so, I am not sure, the place got livened up. His first deed was to mark his territory along the wall where the door to the garden was, outside that is.

Seine erste Begegnung mit einer weiblichen Katze war göttlich. Sie, eine ältere Dame, lag auf dem Rücken und räkelte sich maunzend, die Verführerin. Puri näherte sich gaaaanz langsam und setzte sich ebenso langsam in ihrer Nähe hin, um sie nur ja nicht zu verschrecken. Aber als er dann Annäherungsversuche machte, so ganz schüchtern, bekam er kräftig eins auf die Nase. Er war so verdattert, dass ich lachen  musste, armer Kerl. Aber nun war er sauer und jagte die Dame über den Zaun. Während sie versuchte rüberzuklettern, hackte er ihr noch rachsüchtig mit beiden Pfoten kräftig ins Hinterteil.

… I watched his first meeting with a lady cat, it was divine! She was in comparison to him an elderly lady, laying on her back and sprawling all over the place while meowing in a seductive way. Puri went veeery carefully closer and sat down near her. But, when he made a first shy pass at her, she hit him brutally across the nose. Puri was so perplexed that I had to laugh, poor little guy. But then he got angry and chased the lady over the fence. While she tried to get over, he revengefully hacked both his paws into her behind.

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Dann entwickelte er die Eigenart hinter den älteren Katern herzulaufen, und zwar so lange, bis sie ihn total genervt verprügelten. Einmal habe ich es verhindern können. Puri war dabei, einen schmuddeligen weissen Veteran-Kater zu verfolgen als ich ihn rief. Er drehte sich nur ganz kurz zu mir um, das genügte dem anderen Kater zu verschwinden. Der war mir sicher dankbar!

… Then he developed the habit of following after the older tomcats, and that until they got exasperated and beat him up to get rid of him. One time I could prevent it. Puri was after a scruffy white veteran cat, when I called him. He just turned his head around, but that was enough for the other cat to disappear. I am sure he was grateful!

Normalerweise haben Tiere doch den Instinkt, dass sie aufgeben, wenn der andere stärker ist oder? Puri hatte den nicht. Er musste immer total zusammengeschlagen werden. Das führte letztendlich zu einer stark verletzten Pfote und einem Besuch beim Tierarzt. Der meinte, dass man seine eine Kralle entfernen müsste, gesagt getan, er schnitt, Katerchen schrie und sendete einen waagerechten Strahl Urin in Richtung Tierarzt, der ihm mit einer eleganten Körperdrehung, eines Toreadors würdig, auswich. Spinnte der Mann? Ich war davon ausgegangen, dass er ihn erst betäuben würde, zumindest lokal …

… Normally animals have the instinct to surrender, if the opponent is stronger, don’t they? Puri didn’t have that. He had to be beaten to pulp each time. That finally ended in a badly injured paw and a visit at the vet’s. He said that one of Puri’s claws would have to be removed. No sooner said than done, he cut, Puri screamed and sent a horizontal spurt of urine at the vet, who made an elegant movement with his body, a toreador worthy, to avoid it. Was that man crazy? I assumed he would anaesthetize the cat first, at least locally …

Puri bekam dann einen kleinen Lederschuh gebastelt, damit er sich nicht dauernd an der Pfote herumbiss und durfte erst einmal nicht nach draussen. Aber ein Kater muss ja schliesslich sein Territorium markieren, nicht wahr? Er markierte an derselben Wand wie vorher, nur jetzt drinnen …

… We made Puri a little leather shoe, so that he didn’t bite his paw all the time, and he wasn’t allowed outside for some time. But a cat has to mark his territory, doesn’t he? So he sprayed the same wall as before, but now from the inside …

Da reifte in uns der Entschluss, ihn doch kastrieren zu lassen, denn das war nicht auszuhalten. Vielleicht würde er dann auch aufhören, den anderen Katern nachzustellen und generell friedlicher werden, so hofften wir, denn die Tierarztrechnungen sammelten sich.

… The decision to have him “fixed” ripened in us, as this was not tolerable. Maybe he would also stop running after the older tomcats and generally become more peaceful, so we hoped, as the invoices for treatments at the vet were piling up.

Er sollte also seine Bällchen verlieren und ich ging mit ihm in eine Tierklinik. Ich wollte nicht wieder zum Schlächter von Barmbek (ein Stadtteil in Hamburg) gehen. Ich warnte die Tierärzte und Helfer gleich, dass Katerchen nicht besonders gut auf Ärzte zu sprechen wäre. Herablassend lächelnd gab man mir zu verstehen, dass man sich hier mit Tieren auskannte. Damals hatten wir einen Korb, der vorne eine runde Tür hatte. Es war nicht so einfach, unwillige Katzen herauszubekommen. Aber naja, die kannten sich ja aus …

… So he was supposed to lose his little balls and I went into a clinic with him. I didn’t want to go to “the butcher of Barmbek” again (Barmbek is a part of town in Hamburg). I warned the vet and the assistants that Puri didn’t really like doctors. They gave me a condescending smile and said that in this clinic people knew how to handle animals. At that time we had one of these baskets with a round door in front. It wasn’t easy to get an unwilling cat out of there. But hey, they were the experts, right?

Dann ging alles ganz schnell: Katerchen fauchte, schlug zu, eine Frau bekam einen Kratzer auf dem Arm ab, und Puri verschwand blitzschnell unter dem nächsten Schrank. Die Verletzte sprühte sich irgendwas auf die Wunde, und alle waren sich auf einmal einig, dass ICH versuchen sollte, den Kater von unter dem Schrank hervorzuzaubern. Mit einem bisschen guten Zureden gelang mir das dann auch und ich konnte ihn auf den Tisch setzen, wo er dann mittels einer Wolldecke stillgehalten wurde. Danach ging dann alles schnell und reibungslos. Man schnitt ihm allerdings die Kullerchen nicht einfach ab, sondern schabte sie aus, so das man immer noch sehen konnte, dass es sich hier um einen Kater handelte. Er war damals bereits ein Jahr alt und hatte schon etwas Kateraussehen angenommen. Das verlor er auch nach der “Behandlung” nicht. (Puri war ein Mitglied der osteuropäischen Katzenfamilie, mit kräftigen Beinen, rosa Schnauze und ein paar langen Härchen an den Ohrenspitzen, wie ein Luchs. Kater bekommen breitere Schultern und dicke Backenbärte.)

… Then everything happened really fast: Kitty hissed, paw hitting, one woman got a scratch on her arm, and Puri disappeared like a lightning under the next available cupboard. The injured person sprayed something on the wound, and all of a sudden everybody was in agreement that I should try to get the cat out from under the cupboard. With a little bit of friendly pep-talk I succeeded and could put him on the table, where they subdued him with a woolen blanket. The rest went quickly and without further frictions. They did not cut the balls, they scraped them, so you could still see that he was a tomcat. He was already one year old by then and had started to look like a tomcat. That didn’t go away after the “fixing”. (Puri was a member of the Eastern European cat family, with sturdy legs, pink nose and a few long hairs standing up from the tips of his ears, like a lynx. Tomcats develop broader shoulders and thick sideburns.)

Das mit dem Ruhigerwerden klappte nicht ganz so wie erwartet. Wir fanden heraus, dass man sich als Kater auch um andere Dinge als Frauen schlagen kann, Territorium zum Beispiel … 😉 … aber er kam nicht mehr so zerschlagen nach Hause wie vorher. Da war ich doch sehr froh drüber.

… The calming down did not quite go as expected though. We found out that tomcats can also fight about other things than females; territory for example … 😉 … but he did not come home as completely beaten up as before, which made me glad.

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Was denn … alles Quatsch! Ich kann kein Wässerchen trüben!

… Come, come … that’s all nonsense!  Butter won’t melt in my mouth!

Mein Kater (2) … My tomcat (2)

(English translation further down)

Puri war, wie gesagt, mein allererstes Katzentier. Man hatte mir gesagt, dass Katzen sooo selbständig wären, ganz anders als Hunde, Katzen brauchten nicht so viel Aufmerksamkeit. Was ich dabei aber nicht bedacht hatte war, dass Puri noch ein Baby war. Das heisst, er wollte überall mit dabei sein, lief mir den ganzen Tag hinterher, klebte förmlich an meinen Fersen und wollte alles begutachten. Ich war die ersten drei Wochen allein mit ihm zu Hause; das war sicherlich gut so. Selbst beim Abwaschen musste er sich an mir vorbeidrängeln und sehen, was ich da machte. Einmal fiel er dabei ins Wasser … 😀  😀

Wenn er mich nicht sehen konnte, gab er einen merkwürdigen Laut von sich, fast wie ein Gurren. Erst wusste ich nichts damit anzufangen, aber dann erinnerte ich mich an einen Bericht über Gänse, wo die Küken einen Laut machten und die Mutter antwortete, um sie zu beruhigen. Ich gab also auch ”Laut” wenn das Gurren ertönte und siehe da, Katerchen beruhigte sich.

Diese Wochen waren ein richtiger Lernprozess für uns beide.

Ich war sehr gespannt, wie er wohl auf einen Spiegel reagieren würde und stellte einen auf den Boden. Er guckte, berührte den Spiegel mit der Pfote, und dann guckte er hinter den Spiegel (!!). Da war ja nichts, und von da an waren Spiegel für ihn uninteressant. Das fand ich ziemlich beeindruckend.

Eines seiner Lieblingsspielzeuge war ein Fruchtkorb, so ein viereckiger mit Handgriff. Um diesen Handgriff herum schlug er Purzelbaum mit unermüdlicher Begeisterung. Als wir ein paar Jahre später mal wieder so einen Korb im Flur stehen hatten, wollte er wieder Purzelbaum schlagen. Nun war er ja aber in der Zwischenzeit um einiges gewachsen und endete auf dem Rücken, eingeklemmt im Korb, und ich musste ihn ”retten”. Hatte er sich daran erinnert?

Klettern war nicht seine Stärke. Aber ein kleiner Nachbarkater war darin Meister und kletterte die höchsten Bäume hinauf. Puri versuchte es auch, kam aber nur bis zur ersten Astgabel so in Mannshöhe und traute sich weder weiter nach oben oder wieder nach unten. Nun dachte ich, dass er schon herausfinden würde, wie er wieder runterkommt, aber das war nichts, sein Gejammer wurde immer schlimmer. Ich nahm mir daher einen grossen Korb, ging zu dem Baum und versuchte ihn dazu zu bewegen, in den Korb zu springen. Ich hielt ihn über meinen Kopf, Katerchen brauchte also nicht lang zu springen. Aber nein, jammer, jammer, fiep, klag. Mir blieb nichts anderes übrig, als eine Leiter zu holen. Da ging das Wimmern erst richtig los, denn er dachte sicher, ich würde ihn seinem Schicksal überlassen. Als ich dann mit der Leiter aus dem Keller kam, sprang Katerchen mir freudig entgegen. Da musste ich dann doch lachen.

Später kletterte er einmal einen lächerlich kleinen Baum hoch und hing dann mit dem Rücken nach unten an einem ebenso lächerlichen Ast. Ich habe mich halb totgelacht, dass sah so witzig aus. Ich glaube wirklich, dass er gemerkt hat, dass ich mich über ihn lustig machte, denn er guckte mich ziemlich giftig an, wie nur Katzen es können, und als ich ihm helfen wollte, langte er nach mir aus. Armer Katz!

Schon von klein auf haben wir ihn immer mitgenommen, wenn wir die Schwiegereltern auf dem Lande besuchten. Dort bekam er einen Karton mit Sand, und er benutzte den ganz natürlich als Toilette. Im Zug zu fahren machte ihm nichts aus, er schlief in seinem Korb. Aber später, als wir ein Auto hatten, war er nicht so begeistert. Wenn wir mehr als 100 km/h fuhren, fing er an sich zu beklagen. Ich finde dass heute noch unlogisch.

Einmal wären wir fast ohne ihn nach Hamburg zurückgefahren. Er kam und kam einfach nicht zurück von einem Streifzug. Da war er noch kein Jahr alt und ich heulte schon Rotz und Wasser. Ganz zum Schluss kam er dann doch angetrabt. War ich erleichtert! Meine Schwiegermutter hatte mir zwischenzeitlich eine Moralpredigt gehalten, dass er schliesslich und letztendlich nur ein Tier wäre und ähnliches. Daher hatte mein erster Mann diesen doofen Spruch “ein Tier ist ein Tier”.

Wir dachten natürlich, Katerchen hätte sich blendend amüsiert. Wir erfuhren aber am nächsten Tag, dass er die ganze Zeit auf einem Baum zubracht hatte. Unten liefen nämlich zwei Hunde und bellten ihn an. Der Hundebesitzer fühlte sich nicht bemüssigt, seine Hunde zurückzurufen, weil Puris Baum ausserhalb der Umzäunung stand! Das hatte er in seiner Angst und weil er noch so klein und unerfahren war nicht bemerkt. Er traute sich erst nach Hause, als die Hunde im Haus gefüttert wurden. Armes Katerchen …

 

… As already mentioned, Puri was my first cat. I had been told that cats are so very independent, not like dogs, they didn’t need so much attention. What I hadn’t taken into account was that Puri still was a baby. It meant that he wanted to participate in everything, ran after me all day long, glued to my heels, and wanted to look at everything. The first three weeks I was alone at home with him, which I think was good. Even when I was washing the dishes, kitty had to push past me to have a look at what I was doing. One day he fell into the water … 😀  😀 

When he couldn’t see me, he would make a funny sound, a kind of cooing. At first I didn’t know what to make of it, but then I remembered a report about geese, where the goslings would make a sound, and the mother answered to calm them down. So I also ”cooed” when he did, and indeed, kitty quietened down.  

Both of us went through an intense learning process during these weeks.  

I was curious about how he would react to a mirror, so I put one on the floor. He looked at it, touched it with a paw, and then he looked behind it (!!) There was nothing, of course, and from then on mirrors held no interest for him. I was quite impressed.

One of his favourite toys was a fruit basket, this longish kind with a handle in the middle. Around this handle he would do somersaults with untiring enthusiasm. A few years later we had a similar basket standing in the corridor, and he tried to somersault again. In the meantime, however, he had grown quite a bit, so he ended up trapped in the basket on his back, and I had to “save” him. Had he remembered?

Climbing was not his strong side. But one little neighbour tomcat was a champion and climbed the highest trees. Puri tried to climb after him, but only reached the first branches in about a person’s height, and he did neither dare to climb higher nor to come down again. I thought that he would find out, how to get down, but he didn’t, and his complaining got worse. So I took a big basket, went to the tree and tried to make him jump into it. I held it over my head, so kitty really didn’t have to jump very far. But no, whine, whine, complain. I didn’t have any other choice but to get a ladder. Then the whining started in earnest, because he must have thought that I would leave him to his fate. When I came from the cellar with the ladder, kitty was merrily running towards me. It really made me laugh!

When he was a bit older, he climbed a ridiculously small tree and hung back downwards on a likewise small branch. I laughed so much; it looked so funny. I believe he noticed that I made fun of him, because he gave me a very dirty look, as only cats can, and when I tried to help him he hit me. Poor cat!

From the start we took him along when visiting the in-laws in the country. We gave him a carton filled with sand, and he used it quite naturally as a toilet. He didn’t mind travelling by train; he slept most of the way in his basket. But later when we had a car, he was not amused. When we went more than a 100 km/h (62 miles per hour), he started to whine. I still find that illogical.

One time we nearly went home to Hamburg without him. He didn’t come back from one of his excursions. He wasn’t even a year old then, and I was crying my heart out. In the last moment he came back. I was so relieved! My mother in law had in the meantime given me a sermon that Puri in the end just was an animal and similar remarks of high moral value.  That is where my first husband’s stupid expression “an animal is an animal” originated from, I am sure.  

We thought, of course, that kitty had a ball on his outing. But the next day we learned that he had been sitting in a tree all day. Below had been two dogs barking at him. The owner of the dogs didn’t feel the need to call the dogs off, because Puri’s tree was outside of the fence! Because he was so terrified and still so young and inexperienced, he hadn’t noticed that. He had first dared to go home when the dogs had gone inside to be fed. Poor little kitten …

Hier wieder zwei Bilder von unserem ersten Jahr in Dänemark mit meinem jetzigen Mann, dem gemütlichen Gentleman. Sieht es nicht aus, als ob Puri im Buch mitliest?  😀  😀

… Here again two fotos from out first year in Denmark with my second husband, the cosy gentleman. Does it not look like Puri is reading along?

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Diesen Sessel teilten die beiden sich oft. Den hatte ich von meiner Grossmutter geerbt. Es war so ein gefährlicher, wenn man erst einmal sass, fühlte man sich so wohl, dass man nicht wieder aufstehen wollte.

… The two of them often shared that chair. I had inherited it from my grandmother. It was a real chair “Danger”, the danger being that once in it, one didn’t want to get out of it again.

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Er war schon ein hübscher Kerl … also Katerchen … der gemütliche Gentleman ist immer noch ein hübscher Kerl … 😉

… He was quite a handsome guy … the cat that is … the cosy gentleman still is a handsome guy … 😉

 

 

Mein Kater (1) … My tomcat (1)

Im Moment liegen die Ausflüge etwas brach und grössere Reisen sind erst einmal nicht in Sicht. Daher möchte ich gerne über meinen Kater berichten, der mich 16 Jahre meines Lebens begleitet hat und den ich sehr geliebt habe.

… At the moment there are not many new excursions happening and travels abroad are not imminent. I should therefore like to tell you about my cat, who accompanied me for 16 years, and whom I loved very much.

Wir, mein erster Mann und ich, trafen ihn zum ersten Mal in einem sehr speziellen indischen Restaurant, das wir frequentierten. Es war halb Restaurant, halb Laden mit indischen Kunstgegenständen. Tische und Stühle waren aus verschiedenen Sperrmüllbeständen zusammengestückelt.

… We, that is my first husband and I, met him for the first time in a very special Indian restaurant which we frequented. It was half restaurant, half Indian handicraft shop. Tables and chairs were collected from different piles of garbage.

Hier traf man interessante Leute, z. B. eine amerikanische Jazzband, nachdem sie ein Konzert gegeben hatte, viele indische Gäste mit verschiedenen Diätwünschen, die hier unbedingt eingehalten wurden (z. B. die extremen Veganer, die verlangten, dass kein nichtveganes Essen in der gleichen Küche zur gleichen Zeit zubereitet wurde, damit die Dämpfe sich nicht vermischen), hier konnten sie sich darauf verlassen, dass sie nicht beschummelt wurden.

… Here one would meet interesting people, for example an American jazzband after having given a concert; many Indian guests with special dietary needs. There were for example the extreme vegans, who only ate food that had not been prepared in the same kitchen and at the same time as non-vegan food, so that the vapours won’t mix. Here they could rely on that it was done correctly.

Der Inhaber war ein riesiger Bengali, verheiratet mit einer sehr netten, sanften deutschen Frau, die den Laden führte. Er gab sich sehr grantig, aber seine Kinder konnten ihn um den kleinen Finger wickeln. Seine Mutterkatze hatte 5 Kätzchen zur Welt gebracht, vier kleine männliche Tigerchen und ein fast ganz schwarzes Mädchen. Wir wollten einen Tiger, hatten aber gerade einen Urlaub gebucht. Wir verabredeten daher, dass wir ihn nach dem Urlaub abholen würden. Er wäre dann 10 Wochen alt. Das fand ich früh genug, ihn von seiner Mutter zu trennen.

… The owner was a huge Bengali, married to a very nice, gentle German woman, who took care of the shop. He showed a grumpy façade, but his children could twist him around their fingers. His cat had five kittens, four male tigers and one nearly totally black girl. We wanted one of the tigers, but we had just booked a travel. So we agreed to come and get him afterwards. He would then be 10 weeks old. I thought that was early enough to take him away from his mother.

Wir holten also unseren kleinen Kater ab. Er war immer noch so klein, so dass mein Mann ihn unter seiner Jacke transportieren konnte, und etwas ängstlich. Auch zuhause war er natürlich sehr eingeschüchtert. Wir hatten einen Vorteil davon, dass er so lange bei seiner Mutter geblieben war: sie hatte ihm beigebracht, auf’s Katzenklo zu gehen und sich zu “waschen”.

… We went to get our little tomcat. He was still so small that my husband tucked him under his jacket for the ride home, and he was a bit confused. Also when we came home, he was, of course, intimidated. We had an advantage out of him being longer with his mother: she had taught him to use the cat toilet and to “wash” himself.

Zum Schlafen hatten wir einen kleinen Korb in den Flur gestellt, denn ins Schlafzimmer sollte er nicht kommen, da hatten wir feste Prinzipien, Tier ist schliesslich Tier … 😉

… For the night we had put a little basket in the corridor, because he was not supposed to come into our sleeping room, we had strong principles in that regard, an animal was an animal … 😉

Wir gingen schlafen, der Kater fiepte eine Weile, schlief dann aber irgendwann ein. Er tat mir leid, aber mein Mann meinte, wir müssten fest bleiben. Die Nacht darauf wollten wir es dann wieder genauso machen. Ha! Als wir im Bett lagen, fing Katerchen an gegen die Tür zu springen; das war so eine mit drei Glasscheiben übereinander. Das machte er so lange und so heftig, dass wir Angst bekamen er würde das Glas zerbrechen. Wir öffneten also die Tür … aber ins Bett sollte er jedenfalls nicht! Er sollte auf einem Stuhl schlafen. Da ich den Holzstuhl zu unbequem fand, legte ich eine Wolldecke drauf und Katerchen fing prompt an zu schnurren und verbrachte die Nacht friedlich auf seinem Stuhl.

… We went to bed; the kitten whimpered for a while, but fell asleep after some time. I was sad for him, but my husband said we should remain firm. The following night we wanted to handle it the same way. Ha! When we were in bed, the little kitten started jumping against the door. It was a door with three glass panes. He didn’t stop so that in the end we were afraid he would break the glass. So we opened the door … but he was not supposed to get into our bed at least! He should sleep on a chair. As I thought that the wooden chair was too uncomfortable, I gave him a blanket and kitty starting purring and slept peacefully on his chair all night.

Ab wann er anfing, bei uns im Bett zu schlafen, weiss ich nicht mehr. Sehr lange hat es nicht gedauert! 😉

… At what point he started to sleep in our bed, I don’t remember. It did not take him long though! 😉

In einer Nacht lag er bei meinem Mann auf dem Hinterteil. Der drehte sich ganz plötzlich um, und Katerchen flog in eingerollter Stellung zu mir rüber und landete auf meinem Bauch. Da schlief er dann einfach weiter …

… One night kitty was sleeping on my husband’s bum, when the man suddenly shifted position and kitty flew in sleeping position over to me and landed on my stomach. There he just continued sleeping …

Ein anderes Mal wachte ich auf, weil etwas neben mir “kchkchkchchch” machte. Katerchen  lag zwischen uns, auf dem Rücken, und war dabei, fast erstickt zu werden.

… Another time I woke up, because I heard a strange noise, something like “kchkchkchchch” beside me. It was kitty, on his back between us getting almost choked.

Katerchen hiess Puri, wie das indische Brot oder wie der indische Schauspieler Amrish Puri. Er war mein erstes Katzentier und ich werde noch öfter von ihm berichten, denn natürlich war er nicht nur der schönste, sondern auch der klügste Kater, den es je gegeben hat … 😉

… Kitty’s name was Puri, like the Indian bread or after the Indian actor Amrish Puri. He was my first cat, and I will write about him from time to time, as, of course, he was not only the most beautiful, but also the most intelligent tomcat the world has ever seen … 😉

Leider habe ich keine Fotos von den ersten Jahren. Ich besass damals keine Kamera und war auch nicht so erpichts auf’s Fotografieren, das kam erst später. Ich habe nur Papierfotos, die ich abfotografieren muss. Die Qualität ist also nicht besonders gut. Hier eins von unserem ersten Jahr in Dänemark.

… Unfortunately, I don’t have any photos from the first years. I did not own a camera then and wasn’t so eager to take photos either, that came later. I only have paper photos that I will have to scan, so the quality will not be grand. Below is one from our first year in Denmark.

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