Fotos des Monats, November 2020/ Photos of the month, November 2020

Es sind doch wieder hauptsächlich Landschaftsbilder …

… They turned out to be mainly landscape photos again …

Ich wollte so gerne bis zur Wasserkante, aber mein Mann war zu besorgt, wohl berechtigt.
… I wanted to get to the water’s edge, but my husband was too concerned, justifiably, I guess.
Portland-Mosen (Portland Moor)
Østerhurup
Ein spezielles Foto von unserem verhinderten Spaziergang neulich.
… A special photo from our obstacled walk a short while ago.

Und hier noch zwei Bilder aus Løgstør, wo wir vor zwei Tagen waren. So windstill habe ich es dort noch NIE erlebt.

… And here two photos of Løgstør, where we went for a walk two days ago. I have NEVER experienced it so windless.



Zum Abschluss einen kleinen Gruss zu der beginnenden Adventszeit. Ich habe unser Weihnachtsdorf aufgebaut. Das ist ein dänischer Brauch, den ich sehr schön finde. Früher hat man alles selber angefertigt, auch die Figuren, und zwar aus Pfeifenreinigern und dann hat man denen tatsächlich Kleidung genäht oder gehäkelt. Manchmal kann man solche Figuren noch auf Flohmärkten finden. Auf der anderen Seite kann man diese Dörfer fertig in einem Stück aus Plastik kaufen mit blinkenden Lichtern und Weihnachtsmusik. Meines ist ein Gemisch aus fertig gekauft und Natur. Meine Weihnachstmännerband hat sogar zwei Gäste aus der Antarktis, die anscheinend den übergefrorenen Teich mögen … 😉

… And finally a little greeting to the starting Advent season. I have set up our Christmas village. This is a Danish custom that I like very much. In the „olden“ times, they have made everything themselves, also the people, from pipecleaners, and then they made clothing for them. Sometimes these figurines can still be found on flea markets. On the other hand, one can buy these villages ready made in one piece made of plastic and with blinking lights and Christmas songs. Mine is a mixture of ready bought and nature. My father Christmas band even has two guests from Antarctica, who seem to like the frozen pond … 😉

Die beiden Häuschen sind Stücke lettischer Handwerkskunst. Man kann Teelichte hineinstellen.
… The two little houses are pieces of Latvian handicraft. One can put a tea candle inside.

Spazierfahrt spontan … Spontaneous drive

Es schien letzten Mittwoch die Sonne, was laut Wetterbericht nicht andauern sollte, also mussten wir das ausnutzen. Ich wollte mal wieder nach Hadsund am Mariagerfjord, denn in Aalborg und Umgebung sind wir so oft. Ausserdem gibt es dort einen grossen lAdi, der meine Lieblingsschokolade hat M.-R., die leckerste überhaupt.

… Last Wednesday the sun was shining, which was not supposed to last all day as per the weather report, so we had to make good use of the sunny hours. I wanted to go to Hadsund at the Mariager Fjord, as we are so often in Aalborg and surroundings. Furthermore, there is a big lAdi supermarket, that has my favourite chocolate, M.-R., the most delicious there is.

Wir versuchten, am Wasser langzugehen, aber man hat – ziemlich unsozial ( 😉 ) – bis direkt ans Wasser gebaut. Keine schlechte Lage hier unten, mit eigenem Bootssteg.

… We tried to find a path along the water front, but the houses were built directly down to the water (rather unsocial 😉 ). Not a bad situation here, with one’s own jetty.





Hier hat jemand seinen Balkon wie eine Schiffsbrücke gestaltet, mit Steuerruder und allem drum und dran (der Sextant ist link unter dem Dach in Sicherheit gebracht.
… Somebody has designed his balcony like a command bridge, with rudder and the whole shebang (the sextant is under the roof to the left, in safety.

Mein Mann mit seinen Adleraugen erspähte etwas Weisses am anderen Ufer und bekam die Idee zu erforschen, um was es sich handelte. Gesagt, getan, wir fuhren über die Brücke und dann die nächste Möglichkeit nach links, das war der Søhøjvej (Seehöhenweg). Dort ging es zuerst an gepflegten Häusern vorbei und dann waren wir auf einmal mehr oder weniger in der Wildnis und kamen durch wechselnde Landschaftsformen. Ich stelle hier einfach mal den Film von unserer Autokamera rein, der euch auf die Fahrt mitnimmt. Das Weisse war übrigens ein kleiner Hof, der ganz alleine für sich am Hang zum Fjord stand.

… My husband spied with his eagle eyes something white at the other bank and wanted to find out, what that was. No sooner said than done, we drove over the bridge and took the next left turn, which was called Søhøjvej (Seatoproad). First we passed an area with classy houses and then we were more or less in the wilderness and passed through changing landscapes. I will put the video from our car camera in here, which will take you along for the ride. The white thing, by the way, was a little farm, which stood all by itself on the slope facing the fjord.

Der Tag verabschiedete sich dann mit „rain on a sunny day“ und einem Regenbogen. Als mein Mann auf die gute Idee kam, dass man das Riesending ja mit Panorama-Funktion fotografieren könnte, war die linke Seite schon etwas verblichen. Daher hier in zwei Bildern.

… The day said goodbeye with „rain on a sunny day“ and a rainbow. When my husband got the marvelous idea that I could take a photo of the huge thing with the panorama function, the left side was already fading. Therefore, here in two photos.

Ich hoffe, ihr habt die Tour genossen!

… I hope you enjoyed the ride!

Fahrradtour von Svanfolk nach Skelund und Hadsund … Bicycle tour from Svanfolk to Skelund and Hadsund

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Diese Fahrradtour(en) sind wir im August gefahren. Es hat so lange gedauert darüber zu berichten, weil ich mal wieder enorm viele Fotos gemacht habe und mich nicht entscheiden konnte, was denn nun wirklich wichtig war. Wir haben es in zwei Etappen gemacht, weil ich es nicht schaffte den ganzen Weg hin und zurück in einem Stück zu fahren. Aber ihr bekommt den Weg als Ganzes zu sehen.

… We went on this bicycle tour in August. It took me so long to write a post, because I took so many photos again and I could not decide, what was important and what not. We did this distance in two stages, as I was not able to do the trip in one go and both ways. But I will present it to you as one trip.

KarteMitNamen

Wie fanden wir den? Wir erzählten unserem Hauswirt, dass wir die Radwege auf stillgelegten Bahnstrecken fahren wollten, und er erzählte uns, dass da doch ganz in der Nähe dieser Weg nach Hadsund (Mariager Fjord) war. Warum in die Ferne schweifen …

… How did we find the path? We told our landlord that we started to bicycle on those former railway tracks, and he told us, that there was one near us, a path to Hadsund (Mariager Fjord).  Why search far away …

Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass dies bisher mein Lieblingsfahrradweg ist. Er ist landschaftlich abwechslungsreich mit vielen Schattenstrecken, was im Sommer wichtig ist, und unterwegs gibt’s was zu sehen (und in Skelund ein Eis).

… I can say with a good conscience that this is up to now my favourite bicycle tour. It has varied landscapes with many shady stretches, which is important in summer, and there are things to discover (and an ice cream in Skelund).

Ich nehme euch einfach mit auf den Weg und stoppe unterwegs, wo wir pausiert haben.

… I will just take you along and stop, when we stopped.

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So sieht Dänemark immer in den alten Heimatfilmen aus, die nach den Geschichten von Morten Korch gedreht wurden. In denen regnet es nie und es ist immer Sommer mit goldgelben Kornfeldern!  😉   Aber die Sprache in diesen Filmen ist klar und deutlich und leicht verständlich …

… This is what Denmark looks like in the old „this is my fatherland“ movies, based on stories by Morten Korch. It never rains in those movies and it is always summer with golden cornfields (grainfields for our American friends)!  😉   But the language in these movies is clear and distinct and easy to understand …

sdr

Der erste Ort nach Svanfolk: Bælum. Hier hat ein schlauer Geschäftsmann direkt am Fahrradweg eine Reklame für seine Fahrradreparaturen und -einzelteile aufgestellt. 😀

… The first village after Svanfolk: Bælum. A smart businessman placed an advertisement for his bicycle repair and spare parts shop directly at the path.  😀

sdr

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Übernachtungsmöglichkeit Nr. 1 kommt hier. Dazu möchte ich kurz sagen, dass es in Dänemark die „wilden“ Camping-Plätze gibt, die normalerweise nur aus einer Grasfläche bestehen. Als Toilette benutzt man die Natur und zum Waschen ist da ein Bach oder das Meer. Für Essen und Trinken muss man selber sorgen. Immer populärer werden jedoch diese Übernachtungshütten, die ich teilweise aus den Pyrenäen kenne. Diese war noch taufrisch.

… Camping possibility no. 1 comes here. I would like to explain in short that in Denmark we have the „wild“ camping places, which usually only consists of a stretch of grassland. For toilet one uses nature, and for washing there is usually a creek or the sea. One has to bring food and drinks. However, the front open sleeping huts get more and more popular, which I partly know from the Pyrenees. This one was brand new.

sdr

Am anderen Ende der Wiese gab es Picknicktische und eine Kochgelegenheit (Feuerstelle). Der kleine Weg dahinter führt zu einem richtigen WC zwischen den Bäumen und zu einem Trinkwasserhahn. Der absolute Luxus!

… At the other end of the grass patch there were picnic tables and a cooking facility (fireplace). The small path behind leads to a real WC among the trees and to a drinking water tap. Absolute luxury!

cof

Der nächste Ort, durch den wir kamen, hiess Solbjerg (Sonnenberg). Die Dänen gehen sehr generös mit dem Ausdruck „Berg“ um.  😉

… The next village we came through was called Solbjerg (Sun Mountain). The Danes use the expression „mountain“ very generously.  😉

dav

sdr
(Tunnelblick                            … tunnel view)

Übernachtungsmöglichkeit Nr. 1 kommt hier. Dazu möchte ich kurz sagen, dass es in Dänemark die „wilden“ Camping-Plätze gibt, die normalerweise nur aus einer Grasfläche bestehen. Als Toilette benutzt man die Natur und zum Waschen ist da ein Bach oder das Meer. Für Essen und Trinken muss man selber sorgen. Immer populärer werden jedoch diese Übernachtungshütten, die ich teilweise aus den Pyrenäen kenne. Diese war noch taufrisch.

Ungefähr auf halbem Wege zum nächsten Ort trafen wir auf diese interessante Stelle, den Pausenplatz, von privat angelegt und den Wanderern zur Verfügung gestellt.

… About half way to the next village we found this interesting spot, the rest spot, created by private people and put at the disposal of the hikers/bikers.

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„Pause-Pletten“ ist ein offener Garten auf dem Grundstück der ehemaligen Sägemühle von Solbjerg (jetzt in Privatbesitz). Der Zugang ist gratis.

… „Pause-Pletten“ is an open garden on the land of the former Solbjerg saw mill (now in private hands). The use is free of charge. (The English text is on the righthand board in the above photo.)

Das Projekt ist im Aufbau (es begann im März 2017). Es ist geplant, es in einen angenehmen Pausenplatz für alle euch, die ihr auf dem Radweg vorbeikommt, zu verwandeln. Es wird Picknickplätze geben, ein Labyrinth im hohen Gras, einen Lagerfeuerplatz, Skulpturen, Malereien, eine Sonnenuhr und einen Kompasshügel.

An dem Gartenprojekt haben Freiwillige aus aller Welt mitgewirkt: aus Chile, Österreich, England, Irland, USA, Australien, Türkei, Argentinien, Spanien und Deutschland. Sie waren zum „work-away“ hier in Dänemark im Sommer (www.workaway.info).

Wir hoffen, dass der Pausenplatz Nutzen und Freude bringen wird. Passt gut auf ihn auf und werft euren Abfall in den schwarzen Abfalleimer oben beim roten Schuppen.

Viel Spass,

sdr

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Ich denke mal, dass man sich hier im Falle von schwerem Regen mit den Fahrrädern unterstellen darf, solange man sich ordentlich aufführt und seinen Müll nicht rumfliegen lässt.

… I am sure that in case of heavy rains one can seek shelter here in the barn. As long as one shows respect and does not let any garbage float around.

cof

Die Rückseite sah so aus:                       … The other side looked like this:

sdrDa ganz hinten ist noch eine weisse, unbemalte „Leinwand“.  ;-)

… There is still one, white, unpainted „canvas“ in the far back. 😉

Dann kam eine längere Waldstrecke, teilweise recht steil zu den Seiten abfallend, ein Bahndamm eben. Die Bilder können gar nicht richtig wiedergeben, wie wunderschön das war. Hier entwickelten wir einen neuen Fahrstil, den Weinbergschneckenvermeidungsslalom. Das war eine wahre Schneckenwanderung.

… Then we came to a longer stretch through woodland, partly with steep drops on both sides, a real railway embankment. The photos don’t really show how beautiful this was. We developed a new cycling style here, the grapevine snail avoiding slalom. It was like a snail migration.

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Der Ort Veddum.                          … The village of Veddum.

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Zwischen Veddum und Skelund trafen wir doch tatsächlich auf noch einen Übernachtungsplatz, allerdings ohne Hütte, nur eine Grasfläche, aber es gab einen Picknicktisch und ein WC samt Trinkwasserleitung. Bitte sehr! Ich war ziemlich imponiert darüber, was wir auf dieser kurzen Strecke alles an Einrichtungen gesehen haben.

… Between Veddum and Skelund we actually passed yet another camping site, without a hut that is, only grass, but it had a picnic table, a WC and a drinking water tap. There you are! I was rather impressed, how much facilities there were on this comparatively short stretch of bicycle path.

cof

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Die schöne alte Kirche von Skelund sieht man als erstes vom Radweg aus.

… The beautiful old church is the first thing one sees of Skelund from the bicycle path.

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Hier genehmigten wir uns ein Eis (jeder eins 😉 ) in einem dieser typischen ländlichen Krämerläden, wo man von einer Waschmaschine bis zum Eis am Stiel alles kaufen kann; ein sehr interessanter, herrlich chaotischer Laden.

… We treated ourselves to an ice cream (each 😉 ) in one of those typical countryside general stores, where one can buy everything from a washing machine to an iced-lolly (popsicle); a very interesting, wonderfully chaotic shop.

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Von Skelund aus waren es noch ca. 7 km bis nach Visborg bei Hadsund.

… There were about 7 km (4.3 miles) left to go from Skelund to Visborg near Hadsund.

Überall gibt es einladende Picknicktische, man kommt gar nicht zum Radfahren … 😉

… There were inviting picnic tables everywhere, we could hardly do any cycling … 😉

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Hier kamen wir an eine grössere Strasse, aber mit einem separaten Fahradweg, an der wir ein ganz kurzes Stück entlangfuhren. Hinter dem roten Haus geht es schon wieder nach links ab und weg von der Strasse und zum Entspurt nach Visborg/Hadsund.

… We came to a larger road, though with a separate bicycle path, along which we had to go a short distance. Behind the red house, the path already turned left and away from the road again; the final spurt to Visborg/Hadsund.

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Hier musste ich kurz einmal Halt machen, das war so ein lauschiges Plätzchen mit Bach.

… I had to stop here for a short moment, this was such a pleasant spot with a creek.

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Dann kamen wir in den Ort Visborg. Der Radweg kommt dort raus, wo diese kleine Schranke zu sehen ist, rechts neben der merkwürdigen Steinmauer, und geht dann rechts weiter aus dem Ort hinaus.

… Then we entered Visborg. The path comes out, where you can see the little barrier, to the right of the strange stone wall, and then it leads to the right and out of town again.

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Dieser schön angelegte Radweg führt ganz bis nach Hadsund, von Visborg noch so ca. 2-3 km, manchmal an der Strasse, manchmal etwas weiter weg davon. Hadsund ist ein nettes Städtchen, wo man schöne Plätze am Wasser zum Picknicken findet.

… This fine bicycle path leads all the way to Hadsund at the Mariager Fjord, from Visborg about 1.5-2 miles, sometimes parallel to the road, sometimes further away from it. Hadsund is a nice little town, where one can find picnic spots with a view at the waterfront.

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Und nun wünsche ich euch allen noch ein schönes Wochenende!

And now I wish you all a very pleasant weekend!

 

 

 

 

 

 

Warum ich keine Lust mehr auf Facebook habe

Ich bin zum ersten Mal 2013 bei Facebook ausgestiegen, habe die Seite dann aber wieder geöffnet, weil die Seite für das Buch meines Mannes daran geknüpft war, die wollten wir nicht schliessen. Jetzt werden wir sie aber aufgeben und dann kann ich endgültig Facebook zumachen. Meine Gründe damals waren verschiedener Art:“

„Zum Einen ist dort die Schwemme von Spam. Alle möglichen Dinge werden einem auf der eigenen Seite serviert. Unter anderem tauchen weise Worte von Herrn Bhagavan Rajneesh auf, falls ihr euch erinnert, der mit dem Ashram in Poona, den Diszipeln, die sich prostituierten, um Geld zu beschaffen, weshalb die Nachbarn sich beschwerten und letztendlich musste die Gruppe Poona verlassen. Die gingen dann nach Amerika, wo Herr Rajneesh sich eine Rolls Royce Sammlung von dem Geld seiner Anhänger zulegte und dann in Schwierigkeiten mit dem langen Arm des Gesetzes kam (nicht wegen der Autos allerdings).
Einige seiner Anhänger haben die Gruppe weitergeführt unter etwas anderen Vorzeichen, jetzt wieder in Poona, und jetzt tauchen wie gesagt seine Weisheiten unter dem Namen Osho auf Facebook auf. So ein Typ imponiert mir also nicht als Guru.

Zum anderen ist die Art und Weise, wie die Leute auf Facebook miteinander umgehen ziemlich schrecklich. Die Art, wie diskutiert wird, meine ich, besonders im amerikanischen Umkreis. Hinter fast jedem Argument kommt irgendein das Gegenüber abwertender Ausdruck wie z. B. Moron, Imbecile, Idiot usw. Der letzte Schrei ist es, Leute als „sheeple“ zu betiteln, was ausdrücken soll, dass sie blindlings einer Autorität oder der Masse folgen.  Das ist Schubladendenken pur. Und was ist das für eine respektlose Art und Weise miteinander umzugehen. Ich habe mal mit einem Amerikaner diskutiert, der sich ehrlich Mühe gab, sachlich zu bleiben. Aber auch er konnte nicht sehen, dass das was die Weissen mit den Indianern gemacht haben, nichts anderes war als das, was mit den Palestinensern passiert ist. Die Vertreibung von Millionen von Palestinensern verurteilte er, aber die Landräubereien der Weissen waren ”spoils of war”. Kann man nichts machen

Und dann als dritter Punkt die ”massgeschneiderten” Reklameannoncen. Warum wurde ich tagtäglich mit Reklame für Stütz-BHs bombardiert? Also ehrlich!   😉  😀

Und hier noch ein Bild, das gar nichts mit Facebook und Osho und Idioten und Stütz-BHs zu tun hat:

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Fotografiert in Hadsund im Wildgehege. Das sind Sicca-Hirsche.

Mariager Fjord im Mai, Teil 1

Vom 4. bis zum 7. Mai waren wir mit dem Wohnwagen auf dem Campingplatz in Mariager am Fjord mit demselben Namen. In Dänemark sagt man, dass dies der schönste Fjord in Dänemark sei. Da könnte was dran sein!

Wir kamen bei harter Cooling von Nord-Nordost an. Natürlich wollten wir uns so aufstellen, dass wir direkt aufs Wasser guckten, aber von dort kam der Wind. Nun haben wir ja in Trelde Næs bereits das Zusammenpacken bei Sturm geübt, aber das Aufbauen bei Sturm ist noch um einiges schwieriger. Zum Schluss gaben wir auf und beschlossen, einige Stunden zu warten, ob der Wind sich legen würde.

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Der Campingplatz liegt direkt am Fjord und ist nicht so riesig, sauber und mit netten Leuten bestückt.

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Wir kamen an einem Freitag an, am frühen Nachmittag, da waren noch nicht so viele Camper.

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Ja, so sah das aus, der Wind presste das Zelt gegen den Wohnwagen. Für jede Zeltstange hätten wir eine Person zum Festhalten gebraucht, aber so viele waren wir nicht, nur mein Mann und ich. Wir sind dann immer unterdurch gekrabbelt, denn wir wollten das Zelt nicht wieder aus der Schiene ziehen. Es war schwer genug gewesen, es hinein zu bekommen.

In der Zwischenzeit sind wir dann erst einmal Essen gegangen. Die Stadt liegt auf der anderen Seite der Strasse, also nur drei Minuten zu Fuss vom Platz aus. Hier kehrten wir ein, im Postgaarden: Sehr gemütlich.

So gegen 21.00 Uhr bauten wir dann endlich das Vorzelt auf. Es wehte noch immer ziemlich stark, aber es gelang uns.

Am nächsten Morgen empfing uns dieser Anblick:

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Nicht gerade windstill, aber blauer Himmel. Wir wollten eine Radtour von Hadsund nach Als Odde machen, wo der Mariager-Fjord ins Kattegat mündet. Der Weg führte uns über Dania, einen kleinen Ort, der völlig in privater Hand ist. Er entstand um eine Zementfabrik herum, die jetzt stillgelegt ist, und besteht hauptsächlich aus Reihenhäusern für die Arbeiter, Einzelhäusern für die Angestellten und einem extra luxuriösem Haus für den Direktor. In den meisten Häusern wohnen jetzt Privatleute oder es sind dort Kleinbetriebe untergebracht.

Von der Jugendherberge in Hadsund aus ging es dann mit dem Fahrrad weiter. Wir machten einen Abstecher zur Havnø Mølle, die im Sommer zu besichtigen ist. Solche Kleinodien sind in Dänemark oft nur durch freiwilliges Personal bestückt, genau wie der alte Kaufmannsladen in Tornby.

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Wir schafften es nicht ganz bis nach Als Odde, denn wir kämpften die ganze Zeit gegen den Wind. Wir drehten um und fuhren die Strecke noch einmal mit dem Auto, denn wir wollten im Cafe an der Mündung Kaffee trinken. Es war aber geschlossen, daher fuhren wir zurück in den Wald, wo wir das Jägerhaus JÆGERHUSET  gesehen hatten. Das sah gemütlich aus. Wie man auf den Bildern sehen kann, war der Eindruck berechtigt. Wir wurden von einer interessanten älteren Dame, also so in unserem Alter 😉 begrüsst. Sie hat das Restaurant seit 30 Jahren, glaube ich, und sie erzählte uns, dass in dem Haus nie ein Jäger gewohnt hätte. Es war also nicht klar, wo der Name herkam. Auch die vielen Hexen, die im Restaurant zur Stelle waren, hatten keinen historischen Hintergrund.   😉

Es gefiel uns dort so gut, dass wir am selben Abend zum Essen zurückkehrten. Für abends muss man dort einen Tisch bestellen, sonst kann es passieren, dass man keinen Platz bekommt. Im Sommer kann man auch draussen sitzen. Das Essen ist gut und wirklich nicht überteuert.

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Abends gingen wir dann noch durch Mariager. Wir hatten so viel darüber gehört. Schaut selbst:

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Ich mache ja nicht gerne schlechte Reklame, aber das Eis am Marktplatz ist wirklich nicht zu empfehlen. Es hat eine merkwürdige Konsistens, so als ob da Gelatine mit drin wäre. Ich hatte noch nie so ein seltsam klebriges Eis im Mund. Empfehlen können wir aber die Eisbude im 14 km entfernten Hobro an der Mole im Hafen. Das ist echtes, dekadentes, dänisches Vollsahneeis!

Mariager hat: Ein Kloster mit Klosterkirche, Klostergarten, Klosterrosengarten, Veteran-Eisenbahn, Raddampfer, Salzsiederei mit angeschlossener Wellnessanlage, Museum, Kino, Freimaurerloge (in Dänemark sind die Freimaurer ziemlich stark vertreten) und viele Ausflugmöglichkeiten auf dem Wasser, zu Fuss oder mit dem Fahrrad. Die Mariageraner sind sehr stolz auf ihre Rosen. Leider blühten die natürlich noch nicht. Zwei Tage waren auf jeden Fall viel zu kurz, und wir werden im Sommer noch einmal dorthin fahren.

Der zweite Teil folgt in Bälde. Es ist gar nicht so einfach, die Fotos auszuwählen. Jetzt erst einmal gute Nacht!