Crumpita … same in English

Es handelt sich mitnichten um noch eine Neuzüchtung einer exotischen Frucht, sondern um eine Brotart, die durch Zufall entstanden ist.

… This is not about yet another newly bred exotic fruit, but about a kind of bread that was created by coincicence.

IMG_20200717_084202

Es begann mit der Zubereitung eines Teigs für Pita nach dem Rezept von Zitronen und Olivenöl. Wir haben herausgefunden, dass diese Fladenbrote auch sehr gut zum Frühstück schmecken, wenn man sie ein wenig dicker macht als ansonsten für Pita.

… It started with the preparation of a dough for pita after a recipe by Zitronen und Oivenöl. We have found out that these pita breads are very good for breakfast as well, if they are rolled out a bit thicker than normally for pita.

Normalerweise lasse ich den Hefeteig eine halbe Stunde gehen. An dem Tag kamen mir aber verschiedenen Dinge in den Weg, die erledigt werden mussten, u. a. ein Karl-May-Film, so dass ungefähr 4 Stunden vergingen, bis ich mich wieder mit dem Teig beschäftigen konnte. Der war inzwischen zusammengefallen und roch etwas säuerlich. Da Gärung für so einen Teig nicht unbedingt etwas Schlechtes ist, habe ich die Pita trotzdem gebraten. Das Ergebnis war unerwartet und erfreulich, siehe oben. Die Pitas schlugen keine Riesenblasen, sondern gingen als Ganzes mehr in die Höhe, so dass sie am Ende mehr wie englische Muffins aussahen. Innen drin war die Textur dann auf Grund der Gärung ähnlich wie bei Crumpets, wie auf dem Foto weiter unten, weich und mit gleichmässigen Löchern, wo hinein all die leckeren Frühstückszutaten fliessen konnten. Ein Vorteil haben diese Crumpitas gegenüber Crumpets: Die Marmelade oder was es auch immer ist, kann nicht durch das Brot hindurchlaufen, denn aussen ist ja die leckere, gebratene Kruste.

… Normally, I let the dough rise for about half an hour. That day though, several things had to be done first, among others the watching of an old German Western movie, so that about 4 hours went by, before I could get back to the dough. It had collapsed in the meantime and smelled a bit sour. As fermentation is not necessarily bad for a bread dough, I fried the pitas anyway. The result was unexpected and pleasant (see above). The pitas did not produce big bubbles, but rose as a whole higher than usual, so that in the end they ressembled English muffins. (German only) Inside the texture was similar to that of crumpets (German only) because of the fermentation (see photo below), soft and with many small holes, in which all the delicious breakfast ingredients could flow. The Crumpitas have one advantage over the crumpets: The jam or whatever it may be cannot run through the bread, as on the outside we have the delicious, fried crust.

IMG_20200717_085126

Wie ihr wohl mitbekommen habt, mochten wir die sehr, und eigentlich ist die Zubereitung kein grosser Arbeitsaufwand. Man muss eben nur auf den Teig warten.

… As you may have noticed, we really liked them, and actually, the preparation is not very complicated. One just has to wait for the dough to collaps.

Dazu gab es dann Granatapfelgelee und Dreifruchtmarmelade (Erdbeeren, Himbeeren und schwarze Johannisbeeren), alles selbstgemacht, natürlich, wobei die Granatäpfel nicht aus meinem Garten stammten.  😉

… We had pomegranate jelly and three fruit jam with the crumpitas (strawberries, raspberries and black currants), all home-made, of course, although the pomegranates did not grow in my garden. 😉

****************************************

Macht’s mal gut, alle zusammen, passt auf euch auf!

… Have a good time, everybody, and take good care of yourselves!

 

 

Englische Muffins (Brötchen, keine Kuchen)

Hier möchte ich meinen zweiten von vier Lieblingen aus Grossbritannien vorstellen, die da sind: Crumpets,  bereits vorgestellt, Muffins, Shortbread und Scones.

Die Zutaten, genau wie bei den Crumpets, sind wieder ganz simpel, nur die Herstellungsweise ist etwas mehr zeitraubend, weil der Teig so oft ruht/geht.

Man nehme:

15 g Presshefe oder 1,5 Teelöffel Trockenhefe
1 Teelöffel Zucker
0,30 l warmes Wasser
450 g Weizenmehl (Typ 550)
1 Teelöffel Salz

Die Hefelösung zubereiten: Die Presshefe und den Zucker im warmen Wasser auflösen bzw. den Zucker im warmen Wasser auflösen und die Trockenhefe daraufstreuen (hier die Lösung 10 Minuten stehen lassen, bis sie blasig ist).

Mehl und Salz mischen und mit der Hefelösung zu einem weichen Teig vermischen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 10 Minuten lang kneten, bis der Teig glatt und geschmeidig ist. (Wenn in britischen Rezepten ”10 Minuten kneten” steht, dann hat man zu kneten!  😉  Ungelogen, davon hängt die Qualität des Teiges ab; das gilt besonders für den Teig, den man für pies benutzt, aber auch der Muffin-Teig wird besser, wenn man ordentlich knetet.) Dann den Teig zu einem Kloss formen und in einem beölten Plastikbeuten gehen lassen, bis sich der Teig an Umfang verdoppelt hat. (Ich habe meinen auf eine lauwarme Heizung gestellt, wo es ca. 45 Minuten gedauert hat.)

Aus dem Beutel nehmen und 2 Minuten lang schlagen und kneten, bis der Teig fest ist, zudecken und 5 Minuten ruhen lassen. (Ab hier habe ich ein frisches Geschirrtuch zum Abdecken genommen.) Bilder kommen erst ab nächste Stufe, denn die meisten wissen wohl, wie ein Teigklumpen aussieht.  😉

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche 1 cm dick ausrollen, zudecken und wieder 5 Minuten ruhen lassen.

IMG_5968 klein

Mit einem Ausstecher (ca. 9 cm) Brötchen ausstechen. Wenn Teigstücke übrigbleiben, kann man sie wieder zusammenkneten und neu ausrollen, bis der ganze Teig verbraucht ist. Bei mir ergab das 10 Brötchen.

IMG_5969 klein

Diese ausgestochenen Brötchen auf ein bemehltes Backblech legen und mit Mehl oder feinem Griess bestreuen. (Bemehlt ist hier wichtig, denn selbst auf Backpapier kleben sie fest.) Zudecken und ca. 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich der Teig an Umfang verdoppelt hat. Da ich keinen so grossen warmen Ort habe, habe ich den Backofen auf 50 Grad erwärmt und die Brötchen zugedeckt dort gehen lassen. Oft heben sich die Muffins an einer Seite mehr und reissen dann ein. Das haben meine dieses Mal nicht gemacht. Aber wenn sie es tun, dann ist das richtig so. An dieser natürlichen Rissstelle reisst man die Muffins normalerweise auf zum Belegen/Beschmieren. Wir schneiden sie immer mit dem Messer. Das ist Geschmackssache.

Idealerweise brät man die Muffins auf der Herdplatte oder in einer Eisenpfanne an. Da ich einen Induktionsherd habe, funktioniert das mit der Herdplatte nicht, und eine Eisenpfanne habe ich daher auch nicht. Ich habe daher eine ganz normale Bratpfanne genommen. Die Muffins mit etwas Fett auf beiden Seiten ca. 3 Minuten lang braten, bis sie goldbraun sind. Während man brät heizt man den Backofen auf 230 Grad vor.

IMG_5970 klein

Zum krönenden Abschluss die Muffins im Backofen bei 230 Grad, Gasstufe 4-5, auf der oberen Schiene 10 Minuten backen. Nach 5 Minuten vorsichtig umdrehen.

IMG_5971 klein

Auf einem Rost abkühlen lassen. Auch hier wieder, wie bei den Crumpets, die knusprige Aussenkante und das weiche Innere. Ich mag sie am liebsten am nächsten Tag getoastet, so dass sie richtig schön heiss sind, und dann lege ich eine dicke Schicht Käse zwischen die beiden Hälften und lasse den anschmelzen.

IMG_5972 klein

IMG_5975 klein

Portrait von der Seite, lecker!

Ich wünsche euch allen noch einen schönen Restsonntag!