Ein politisches Märchen? … A political fairytale?


Dieser Artikel liegt schon etwas länger bei mir und liegt mir auf dem Gemüt. Es muss einfach mal gesagt werden.

… This article is already in my drafts for some time and is weighing heavy on my mind. I have to put it out there.

Der englische Text folgt in einem Block nach dem Deutschen
… The English text follows after the German in one block.

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Es war einmal eine Familie mit vielen, vielen Geschwistern. Der älteste Bruder war der stärkste und verdiente viel Geld. Durch Darlehen an seine Geschwister machte er sie von sich abhängig und bald gehörte ihm fast alles, was seine Geschwister hatten. Die Geschwister verschuldeten sich auch noch untereinander, so dass die Situation ziemich unhaltbar wurde. So konnte es nicht weitergehen, dachten die Geschwister und taten sich zusammen in einer gross angelegten Verschwörung. Man musste die Schulden loswerden, ohne dass man dafür belangt werden konnte. Gleichzeitig fand der älteste Bruder, dass er nun endlich all die Dinge selber haben wollte, die seine bei ihm hoch verschuldeten Geschwister besassen und beschaffte sich einen grossen Waffenpark, um sich mit Gewalt das anzueignen, was von Rechts wegen ihm gehörte.

Guter Rat war teuer. Aber da geschah etwas Unerwartetes (oder war es?): Der Bruder wurde beschuldigt, die Familie vergiftet zu haben. Man fand das betreffende Gift in seinem Haus. Um sich vor dem Gift zu schützen mussten seine Geschwister weitere Darlehen von dritter Seite aufnehmen, die auch gleichzeitig bei ihnen verschuldet waren, und die sie dann von dem älteren Bruder zurückforderten. Ihrer aller Ökonomie wurde dabei völlig zerstört … vorübergehend. So war allen gedient. Alle Schulden wurden gegeneinander aufgehoben, mit guter Begründung, und eine neue Währung eingeführt, die nach Verdienst verteilt wurde. Diejenigen, die am eifrigsten an der Verschwörung teilgenommen hatten, bekamen natürlich am meisten. Zwecks 100%er Kontrolle wurde Bargeld dann tatsächlich völlig abgeschafft.

Wie das neue finanzielle System funktionierte und ob man den grossen Bruder daran hindern konnte, in den Krieg zu ziehen, wird nicht berichtet …

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… Once upon a time there was a family with many, many siblings. The oldest brother was the strongest and made a lot of money. He made his siblings dependent on himself by loans to them, and soon he owned almost everything that his siblings had. The siblings also got into debt among themselves, so that the situation became rather untenable. It couldn’t go on like this, thought the siblings, and joined forces in a large-scale conspiracy. They had to get rid of the debt without being found at fault. At the same time, the eldest brother was getting anxious, and he finally wanted to have all the things for himself that his siblings, who were indebted to him, owned and acquired a large weapon park to take by force what was rightfully his.

It was hard to find a good solution to the problem. But then something unexpected happened (or was it unexpected?): The elder brother was accused of poisoning the family. The poison in question was found in his house. In order to protect themselves from the poison, his siblings had to take out further loans from third parties, which were also indebted to them at the same time, and which they then demanded back from their older brother. The economy of all of them was completely destroyed … temporarily. So, actually, everyone was well served. All debts were canceled out against each other, with a good justification, and a new currency was introduced, which was distributed according to merits. Those, who participated most zealously in the conspiracy, got, of course, the most. For 100% control, cash was actually completely abolished.

How the new financial system worked and whether the big brother could be prevented from going to war is not reported …

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Schaut einmal HIER dazu. Wenn ihr zu der kreisförmigen Grafik kommt, lest nicht nur das, was in der Mitte steht, sondern auch das Kleingedruckte am Rand. Das könnte eine vielleicht aufkommende Begeisterung dämpfen.

… Have a look HERE in that connection. When you get to the circular graphic, don’t just read what’s in the middle, but also read the small print around the edge. That could dampen an eventually arising enthusiasm.

Was auch immer passiert, „sie“ können immer anführen: „Aber das haben wir doch die ganze Zeit gesagt!“ Wir gehen interessanten Zeiten entgegen.

… Whatever will happen, „they“ can always claim: „But we have told you all along!“ We are moving towards interesting times.

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Das Leben geht weiter, wir können uns nicht durch diese Spielchen in Angst und Schrecken versetzen lassen. Herr, nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe!

… Life goes on, we cannot let us be scared out of our wits by these little games. In God we trust, not my, but your will be done!

Satire Donnerstag … Satire Thursday

Foto: Pixabay – Ryan McGuire

An diesem Donnerstag möchte ich euch mal etwas ganz Anderes nahebringen. Auf Facebook fand ich eine sehr humorvolle Allegorie über das, was im Moment gerade überall passiert. Es geht hier jedoch nicht darum, sich über eine ernste Situation lustig zu machen, sondern einfach, bevor man irgendwelche Massnahmen ergreift zu einem Gebiet, von dem man als Politiker vielleicht nicht so viel Ahnung hat, mal kurz anzuhalten und die Sache noch einmal in Ruhe zu überdenken, und auch den Konsequenzen der getroffenen Entscheidungen vielleicht ein paar mehr Gedanken zu schenken.

… This Thursday I should like to „serve“ you something completely different. On Facebook I found a rather humorous allegory about the present situation all over the world. It is not the intention to make fun with a serious situation. It is more meant as food for thought, that politicians, before they take measures in areas about which they maybe don’t know so much, stop up and reflect a moment longer in peace, and also give the consequences of their decisions some more thoughts.

Die Geschichte stammt von Tutku Kara, einem Restaurantbesitzer in Kopenhagen.

… The story was written by Tutku Kara, a restaurant owner in Copenhagen. (The English versions follows after the German version in one block.)

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Eine große Anzahl von Linksabbiegeunfällen, die in letzter Zeit die Straßen des Landes geplagt haben, haben die Politiker zu Reaktionen veranlasst. Unfälle mit Linksabbiegung sind ein relativ neues Phänomen im Verkehr, sie sind jedoch traditionellen Unfällen mit Rechtsabbiegung sehr ähnlich.

Es stellt sich heraus, dass ein großer Teil der Verkehrsunfälle in den letzten Monaten auf Linksabbiegeunfälle zurückzuführen ist. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle ist jedoch im Vergleich zu den Unfällen des Vorjahres intakt.

Die Regierung schlägt daher vor, dass alle Autos aufgrund dieses plötzlichen Phänomens zur Inspektion müssen.

Es sollte erwähnt werden, dass es im gleichen Zeitraum weder weniger noch mehr Unfälle im Verkehr gab, aber Unfälle mit Linksabbiegung in der Statistik über Verkehrsunfälle überrepräsentiert sind. Auf der anderen Seite nehmen die traditionellen Rechtskurvenunfälle ab.

Wenn man sich die vielen Autos des Landes ansieht, stellt sich heraus, dass tatsächlich alle Autos nach links abbiegen können. Der Rat für sicheren Verkehr bewertet daher, dass dies ein großes Risiko für den Verkehr im ganzen Land darstellt. Deshalb wollen sie das Fahren aller Autos des Landes einschränken, insbesondere im Stadtbild, wo es viele Kurven gibt. Dies wird durchgedrückt, obwohl die überwiegende Mehrheit der Verkehrsteilnehmer Linksabbiegungen hervorragend bewältigt.

Es stellt sich nach einiger Zeit heraus, dass im Verkehr leider genauso viele Unfälle passieren wie bisher – auch nach den erheblichen Fahrinterventionen. Mit anderen Worten, die Anzahl der Verkehrsunfälle ist auf dem gleichen Niveau wie immer.

Die Regierung muss eingreifen und entscheidet, dass alle Autos in ihrer derzeitigen Form eingeschränkt werden müssen. Stattdessen wurden mit den größten Automobilherstellern Vereinbarungen getroffen, dass ein neues Automodell entwickelt wird. Dieses neue Automodell, das automatisch gesteuert wird, wird angeblich Unfälle mit Linksabbiegung antizipieren, damit diese in Zukunft vermieden werden.

Diese neuen Automodelle wurden jedoch sehr schnell entwickelt, und daher wurden keine gründlichen Vorbehalte gegen die verbleibenden Funktionen der Autos gemacht. Daher gibt es bei den neuen Fahrzeugen regelmäßige Motorausfälle, Bremsausfälle und andere Mängel.

Gleichzeitig haben die Automobilhersteller beschlossen, jegliche Verantwortung für Unfälle, die diese Mängel an den Autos verursachen können, abzulehnen. Die Regierung hat sich jedoch trotzdem gezwungen gefühlt, dies zu genehmigen, da man sich jetzt zumindest sicher sein kann, dass fast alle Unfälle mit Linksabbiegung vermieden werden können. Dies trotz der Tatsache, dass verschiedene Defekte in den Autos zu anderen Arten von Verkehrsunfällen führen können.

Ein Teil der Bevölkerung steht den neuen Automodellen kritisch gegenüber. Daher ist es zunächst freiwillig, ob Sie in den neuen Autos fahren möchten. Wer nicht mit den neuen Autos fahren möchte, muss sich jedoch bewusst sein, dass er nur Seitenstraßen und Wohnstraßen benutzen darf.

Nur die neuen Automodelle können auf städtischen Hauptstrassen, Landstrassen und Autobahnen fahren.

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… A large number of left-turn accidents, which have ravaged the country’s roads in recent times, have prompted politicians to react. Left-turn accidents are a relatively new phenomenon in traffic, but are very similar to traditional right-turn accidents.

It turns out that a large proportion of traffic accidents in recent months are due to left-turn accidents. However, the total number of accidents in traffic is intact compared to last year’s accidents.

The government therefore proposes that all cars have to be inspected due to this sudden phenomenon.

It should be mentioned that in the same period there have been neither fewer nor more accidents in traffic, but left-turn accidents are thus overrepresented in the statistics on traffic accidents. On the other hand, traditional right-turn accidents are declining.

When looking at the country’s many cars, it turns out that in fact all cars are able to turn left. The Danish Road Safety Council therefore considers that this poses a major risk in traffic across the country. Therefore, they want to limit the driving of all the country’s cars, especially in the cityscape, where there are many turns. This is being enforced despite the fact that the vast majority of motorists in traffic handle left turns in an excellent way.

It turns out after some time that unfortunately the same number of accidents occur in traffic as there have been so far – even after the significant driving interventions. In other words, the number of traffic accidents is at the same level as it always has been.

The government must step in and decides that all cars in their current form must be restricted. Instead, agreements have been reached with the largest car manufacturers that a new car model is being developed. This new car model, which is automatic-controlled, will reportedly anticipate left-turn accidents so that these are avoided in the future.

However, these new car models have been developed very quickly, and therefore no thorough reservations have been made about the remaining functions of the cars. Therefore, there are regular engine failures, brake failures and other defects in the new cars.

At the same time, car manufacturers have chosen to disclaim all responsibility for accidents that these defects in the cars may cause. However, the government has felt compelled to approve this anyway, as one can now at least feel confident that almost all left-turn accidents can be avoided. This is despite the fact that various defects in the cars may lead to other types of traffic accidents.

Some parts of the population are critical of the new car models. Therefore, it is initially voluntary whether you want to use the new cars or not. Those who do not want to drive in the new cars must be aware, however, that they may only use minor roads and residential streets.

Only the new car models have access to city main streets, country roads and motorways.

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