Bet Williams and John Hodian – Teil 2: John … Bet Williams and John Hodian – part 2: John

Ich habe 2015 schon einmal über sie geschrieben, aber da sie noch existieren, kommt immer mehr Information hinzu. Damals hatte ich auch nur sehr wenige Leser.

2015 I have already published an article about them, but as they are still alive and kicking, more information is getting accumulated. I didn’t have many readers at that time anyway.

Bet Williams und John Hodian sind eine interessante Mischung. Bet hat eine Country-Gruppe, und sie persönlich brilliert mit einer Stimme, die über erstaunlich viele Oktaven spannt. John dagegen kommt mehr aus der klassischen und der jazzigen Richtung. Zusammen wurden sie zu „Epiphany Project“.

… Bet Williams and John Hodian are an interesting combination. Bet has a Country band, and she has a brilliant voice rangeing over many octaves. John on the other hand, was more involved with classic and jazz. Together they became „Epiphany Project“.

Da die beiden so vielseitig sind, ist so viel Material vorhanden, dass ich diesen Bericht in zwei, vielleicht sogar drei Teile teilen werde. Der Artikel wird sonst einfach zu lang. Letztes Mal lasen wir über Bet, dieses Mal kommt John an die Reihe:

… As the two of them are so versatile, there is so much material that I will divide this report into two, maybe even three parts. The article will otherwise simply be too long. Last time we read about Bet, this time it is John’s turn:

John Hodian, die offizielle Geschichte:
John Hodians Musik kombiniert seine armenischen Wurzeln und seine klassische Ausbildung mit freier Improvisation. Hodian ist ein Komponist, Dirigent und Pianist, der in einer Vielzahl von Genres gearbeitet hat – von Klassik über Jazz, Rock bis Rap und traditionell bis Avantgarde. Hodians Musik vermittelt Emotionen, die von tiefer Melancholie bis zu kühnem Überschwang reichen. Seine atemberaubend schönen Melodien, komplizierten Rhythmen und seine gefühlvolle Intensität spiegeln sowohl seine armenischen Wurzeln und seine formale klassische Ausbildung als auch seine Jahre als innovativer Jazzimprovisator wider.

… John Hodian, the official story:
John Hodian’s music combines his Armenian roots and classical training with free improvisation. Hodian is a composer, conductor, and pianist who has worked in a wide variety of idioms (genres?) — from classical to jazz, rock to rap, and traditional to avant-garde theater. Hodian’s music conveys emotions ranging from profound melancholy to bold exuberance. His hauntingly beautiful melodies, intricate rhythms and soulful intensity reflect both his Armenian roots and his formal classical training, as well as his years spent as a cutting edge jazz improviser.

Was John sagt: (… The English text will follow after the German in one block.)
Ich bin in einer eng miteinander verbundenen, armenischen Familie aufgewachsen und habe vor meinem neunten Lebensjahr nur armenische Musik auf der Stereoanlage meines Vaters gehört. Ich glaube nicht, dass sie irgendeine andere Sorte Schallplatten besaßen, ausser einer schlecht produzierten „Best of Classics“  (dazu später mehr). Ich kann mich nicht erinnern, dass mir jemals etwas passiert ist … mein Psychoanalytiker sagt mir, dass ich es blockiert habe), bis ich eines Tages zehn Jahre alt war und meine ältere Schwester ein Klavier bekam. Meine Eltern waren nicht zu Hause und meine Schwester war nicht wirklich interessiert, also setzte ich mich hin und fing einfach an, stundenlang Melodien zu erfinden!

Viele Jahre später erfinde ich immer noch Dinge am Klavier. Das ist alles, was ich wirklich tun kann. Ich machte meinen Master in Musikkomposition und Dirigieren, machte aber viele Umwege als Jazzmusiker, Avantgarde-Improvisator und Universitätsprofessor. In Sommern fing ich an, am Naropa Institute in Boulder, Colorado, herumzuhängen und Erfahrungen nicht nur mit der Musikfakultät, sondern auch mit der Abteilung für berühmte Literatur zu sammeln, zu der Allen Ginsburg, William Burroughs, Gregory Corso und viele andere von der Jack Kerouac „School of Disembodied Poets“ (Schule der körperlosen Dichter) gehörten.

Ich zog nach New York, sah die Mietkosten und transformierte ganz  schnell zu einem „kommerzielleren“ Komponisten von Film- und Fernsehpartituren. Nachdem ich 15 Jahre lang 18 Stunden am Tag Musik für andere Leute geschrieben hatte, wachte ich eines Morgens auf und entschied, dass ich genug hatte. Seitdem habe ich nie mehr Musik für irgendjemanden außer für mich selbst geschrieben … oh, und für meinen Partner Bet Williams.

Was mich zu Bet Williams bringt. Ich hatte von Bet gehört und sie sogar ein paar Mal in der Stadt gesehen, aber erst als wir uns in einem Salon für Performancekunst trafen, wurde mir klar, dass sie meine musikalische Doppelgängerin war. Sie war musikalisch ebenso flexibel in Genres, in denen ich keine Erfahrung hatte, aber immer insgeheim wollte (Songwriting, Musiktheater, Oper). Ich denke, das macht sie zu meiner Anti-Doppelgängerin, aber Sie verstehen sicher, was ich meine. Wir haben alles genommen, was uns gefiel – Weltmusik, Improvisation, Performance-Kunst – und es mit meiner aufkeimenden Erfahrung in einem Aufnahmestudio bearbeitet. Epiphany Project wurde geboren.

Jetzt bereisen wir gemeinsam die Welt und treten in einer von mehreren musikalischen Verkleidungen auf (Bet Williams Band, Epiphany Project, Naghash Ensemble, Musik von John Hodian). Es scheint für Promotoren und Agenten und sogar für unsere Fans verwirrend, aber wir schaffen es, alles auseinander zu halten, indem wir im Moment stehen und immer einen Regenschirm tragen. Bei unserer musikalischen und geografischen Schizophrenie fühlt es sich manchmal so an, als hätte ich keine Wurzeln. Aber an meinen guten Tagen habe ich das Gefühl, Wurzeln zu haben, sie sind einfach auf der ganzen Welt!

… What John says:
I grew up in a tight knit Armenian family and heard nothing but Armenian music on my dads stereo before I was nine. I don’t think they owned any other type of records excerpt for one poorly produced  “Best of Classics” (more on that later). I don’t recall much of anything ever happening to me…ever (my analyst tells me I’ve blocked it out) until one day when I was ten and my older sister got a piano. My parents weren’t home and my sister wasn’t really interested so I sat down and just started making up tunes for a really long time! 

Many years later I’m still making things up at the piano. I went on to get a masters degree in both music composition and conducting but took many detours as a jazz musician, avant-garde improviser, and University professor. In the summers I started hanging around the Naropa Institute in Boulder Colorado soaking up experiences not only with the music faculty but also the illustrious literature department which included Allen Ginsburg, William Burroughs, Gregory Corso and many others from the Jack Kerouac School of Disembodied Poets.

I moved to New York, saw the cost of rent and was quickly transformed into a more “commercial” composer of film and television scores. After 15 years of writing music for other people 18 hours a day, I woke up one morning and decided I had had enough. Since then I have never written music for anybody but myself… oh, and my partner, Bet Williams.

Which brings me to Bet Williams. I had heard of Bet and had even seen her around town a couple of times but it wasn’t until we met at a performance art salon that I came to realize she was my musical doppelganger. She was equally flexible musically in genres I had no experience in, but always secretly wanted to (Songwriting, Music Theater, Opera). I guess that makes her my anti-doppelganger but you get the idea. We took everything we were fond of—world music, improvisation, performance art— and put it through my burgeoning recording studio experience. Epiphany Project was born.

Now we travel the world together performing in any one of a number of musical disguises (Bet Williams Band, Epiphany Project, Naghash Ensemble, Music by John Hodian). It seems confusing to promoters and agents and even our fans but we manage to keep it all straight by being in the moment and always carrying an umbrella. With our musical and geographical schizophrenia, it sometimes feels as if I don’t have any roots. But on my good days I feel like I do have roots, they are just all over the world!  

Mein Mann und ich haben sie im August 2014 in Hohwacht in einer grossen Scheune beim Ostholstein Musik Festival live erlebt und auch eine CD gekauft mit Musik vom Epiphany Project. Ihr Konzert war als Country & Western annonciert, aber sie haben auch Epiphany Project Musik gespielt, die mich fasziniert hat. Seitdem haben sie grosse Konzerte u. a. in Berlin gegeben, wo sie anscheinend im Moment ihren Wohnsitz haben.

… My husband and I have seen them live in August 2014 in a big barn in a place called Hohwacht during the Ostholstein music festival (Ostholstein is on the way to Denmark via Lübeck when coming from the south), where we also bought a CD with Epiphany Project music. Their concert was announced as Country & Western, but they also played Epiphany Project music, which fascinated me. Since then they have played big concerts in among others Berlin, where they seem to have settled for the time being.

Wer John Hodian sagt, muss auch Naghash Ensemble sagen, sein Projekt zur Wiederbelebung klassischer armenischer Musik. Hier ein paar Worte aus Wikipedia: Das Naghash Ensemble ist ein Ensemble zeitgenössischer Musik aus Armenien mit drei Sängerinnen, Duduk, Oud, Dhol. Sie singen neue Musik des armenisch-amerikanischen Komponisten John Hodian, die auf geistlichen Texten des mittelalterlichen armenischen Mystikers, Dichters und Priesters Mkrtich Naghash basiert. Hodians „Songs of Exile“ wird vom armenischen Komponisten Tigran Mansurian als „Der Klang des alten Armeniens für das 21. Jahrhundert neu erfunden“ beschrieben und kombiniert „die erdige Spiritualität des armenischen Volksliedes, neue klassische Musik, zeitgenössischen Post-Minimalismus und die Energie des Rock und Jazz“.

Foto: Wikipedia – Garegin Aghabekyan

… If you say John Hodian, you also need to say Naghash Ensemble, his project to revive classical Armenian music. A few words from Wikipedia: The Naghash Ensemble is a contemporary music ensemble from Armenia featuring three female singers, duduk, oud, dhol. They perform new music written by Armenian-American composer John Hodian based on sacred texts by the medieval Armenian mystic, poet and priest, Mkrtich Naghash. Described as „The sound of ancient Armenia reinvented for the 21st century“ by Armenian composer Tigran Mansurian, Hodian’s „Songs of Exile“ combines „the earthy spirituality of Armenian folk song, new classical music, contemporary post-minimalism and the energy of rock and jazz“.

Auf YouTube ist nichts zu finden aus Johns ”kommerzieller Periode”, nur sein cooler, experimenteller Jazz, das Naghash Projekt und das Epiphany Projekt. Mir kommt es so vor, als ob er an seinen Werken aus der Zeit nicht besonders interessiert ist.

… I can’t find anything on YouTube from John’s “commercial” period, only his cool, experimental jazz, the Naghash Project and the Epiphany Project. I am getting the impression that he is not really interested in his work from that time.

Nächstes Mal werde ich dann noch kurz das Epiphany Projekt vorstellen. Das würde jetzt hier den Rahmen sprengen. 😉

… Next time I will make a short presentation of the Epiphany Project. I think that for today it is enough. 😉

Wir ziehen um … We are moving

Keine Angst, wir bleiben in Dänemark und in demselben Haus, aber wir tauschen das Esszimmer und die „Hygge“- = Fernseh- und Blogschreibstube aus. Das Esszimmer war bisher im Anschluss an die Küche, was ja auch nicht so weit hergeholt ist. Der Vorschlag, die Zimmer umzutauschen, kam von meinem Mann. Er meinte, dann bräuchte ich nicht immer so weit zu laufen mit den Saucen-Proben wenn ich Essen koche. So rücksichtsvoll!

… Don’t worry, we are staying in Denmark and in the same house, but we switch the dining room and the cosy = TV and blog writing room. The dining room was until now ensuite with the kitchen, which is not very unnatural to do. The proposal to switch the rooms came from my husband. He said that I would not have to walk so far with the sauce samplings when preparing food. So considerate!

Der wirkliche Grund ist, dass das Hyggezimmer sehr dunkel ist, und wir uns da am meisten aufhalten, wenn wir im Haus sind. Jetzt wird also umgebaut. Die Bücher von zwei Regalen füllen vier Umzugskartons, was ich persönlich nicht viel finde. Ich habe schon vor Jahren reichlich aussortiert und meine, auf nichts Weiteres verzichten zu können. Ich hoffe, meine Bücher (auf Deutsch, Englisch, Dänisch und Französisch) werden mal ein gutes Erbe abgeben.

… The real reason is that the cosy room is very dark, and, when we are inside the house, that is the room, where we usual sit. Now we have to manage the furniture switch. The books from the two shelves fill four boxes, which I personally don’t consider much. Many years ago, I have already thoroughly sorted out and did not feel like I could go without anything else. I hope that my books (in German, English, Danish and French) will be considered a good inheritance, when the time comes.

Ein Albtraum … A nightmare

Wir haben die schweren Sachen bis auf eine Vitrine alle umgetauscht und werden wohl ein paar Tage etwas im Chaos leben, aber das hört dann ja wieder auf. Wir sind nämlich zwischendurch noch zu einer Kupferhochzeit eingeladen (keine Sorge, wir sind nur zu viert). Das gibt uns einen Tag Ruhepause vom Schleppen. Das merken wir schon in unseren alten Knochen. Ich habe jedenfalls keine Lust, noch einmal umzuziehen. Nach allem, was man von Altersheimen hört, werden mich dort auch keine 10 Pferde hinbekommen. Man verliert dort jede Entscheidungsgewalt über seine eigenen Angelegenheiten. In Dänemark ist es auch nicht garantiert, dass man in Heimen vegetarisches Essen bekommt.

Das geht doch schon an … wenn der Computer-Schirm nicht auf dem kleinen Regal über dem Klavier steht, brauchen wir auch die Bilder nicht umzuhängen. Wenn die Vitrine links in der Ecke in das andere Zimmer kommt, können Lampen und Pflanze nach links rücken, dann kann man sogar den schönen Nolde-Print wieder sehen.
… This is already quite acceptable … and without the computer screen on the little shelf above the piano, we won’t have to move the pictures. As soon as the showcase in the left corners is being moved into the other room, the lamps and the plant can move left, and we will be able to see our beautiful Nolde print again.

… We have exchanged all the heavy stuff with the exception of one showcase, and we will have to live with the chaos for a couple of days, but that will pass. In between we are actually invited to a copper wedding (don’t worry, we will only be four people). That grants us a day of rest from all the heavy lifting. We do feel the effects in our old bones. In any case, I don’t feel like moving ever again, I can tell you so much. And after all that we hear from old people’s homes, wild horses couldn’t drag me there. One loses all right to decide one’s own matters. And in Denmark it is not guaranteed either that the homes provide vegetarian food.

Das sieht noch ein wenig ungemütlich aus.
… This is still looking a bit uninviting.
Ich musste es einfach etwas gemütlicher machen für nächsten Tag zum Frühstück.
… I just had to cosy it up a bit for next day’s breakfast.

Morgen kommt der Endspurt. Im nächsten Frühjahr oder Sommer müssen wir wirklich mal ausmisten … das Blaue Kreuz freut sich (der überwiegende Teil unserer Möbel stammt von dort). Macht’s mal gut alle zusammen. 🙂

… Tomorrow will be the final spurt. Next spring or summer we will have to sort and throw out stuff … the Blue Cross will be glad (the majority of our furniture was bought there). Be good (and well) all of you. 🙂

Ein Ozean der Kraft, der Tugend und der Liebe … An ocean of vigor, virtue and love

Mevlana in Konya, Rumi’s Mausoleum
Foto: Pixabay, Halil Ibrahim Zengin

„Über denSufismus, der Advaita, der christlichen Mystik, des Humanismus, des Atheismus, des Agnostizismus und des Pantheismus hinaus, gibt es einen Fluss – einen Fluss, der rein ist – einen Fluss, der gesittet ist – einen Fluss, der unbestechlich ist – einen Fluss, der die Kraft hat, Leben selbst in die am meisten entartete Gesellschaft zu hauchen – aber man kann ihn nirgendwo finden, denn er existiert nicht so, wie wir normalerweise Existenz wahrnehmen, das heißt, er existiert nicht als greifbarer, physischer Fluss, wie der Hudson oder die Themse oder der Nil – vielmehr existiert er als Partikel in eurem Gehirn, und alles, was er braucht, ist der richtige Anstoss, um sich zu formen. Und wenn eine ausreichende Anzahl solcher Flüsse aus der Quelle von genügend erwachter Gehirne fließen, wird die ganze Welt zu einem Ozean der Kraft, der Tugend und der Liebe.“
― Abhijit Naskar

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….. “Beyond sufism, beyond advaita, beyond christian mysticism, beyond humanism, beyond atheism, agnosticism and pantheism, there is a river – a river that’s pure – a river that’s chaste – a river that’s incorruptible – a river that has the power to breathe life into even the most degraded society – but you can’t find it anywhere, for it doesn’t exist in the way we usually perceive existence, that is, it doesn’t exist as a tangible physical river, like the Hudson or the Thames or the Nile – rather it exists as particles in your brain, and all it needs is the right kick to get formed. And when enough such rivers start flowing from the fountainhead of enough awake brains, the whole world will turn into an ocean of vigor, virtue and love.”
― Abhijit Naskar

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Let your love flow, kann ich da nur noch sagen, lasst eure Liebe fliessen! 🙂

… All that is left for me to say to this is: Let your love flow! 🙂

Bet Williams + John Hodian – Teil 1/Part 1: Bet

Bet Williams (Foto: https://www.epiphanyrecords.com/epiphany-project)

Ich habe 2015 schon einmal über sie geschrieben, aber da sie noch existieren, kommt immer mehr Information hinzu. Damals hatte ich auch nur sehr wenige Leser.

2015 I have already published an article about them, but as they are still alive and kicking, more information is getting accumulated. I didn’t have many readers at that time anyway.

Bet Williams und John Hodian sind eine interessante Mischung. Bet hat eine Country-Gruppe, und sie persönlich brilliert mit einer Stimme, die über erstaunlich viele Oktaven spannt. John dagegen kommt mehr aus der klassischen und der jazzigen Richtung. Zusammen wurden sie zu „Epiphany Project“, das alte spirituelle Musik aus aller Welt sammelt und in seinem ganz eigenen Stil wiedergibt. … Also zusätzlich zu ihren eigenen Kompositionen. Und dann arbeitet John noch an der Erhaltung von armenischer Musik. Ihre Konzerte sind natürlich jetzt, wie die aller anderen Musiker, erst einmal bis auf weiteres abgesagt.

… Bet Williams and John Hodian are an interesting combination. Bet has a Country band, and she has a brilliant voice rangeing over many octaves. John on the other hand, was more involved with classic and jazz. Together they became „Epiphany Project“, which collects old spiritual music from all over the world and interprets it in its very own style. In addition to their own compositions, that is. And John is also working with the conservation of Armenian music. Their concerts are for the time being cancelled, just like all other concerts.

Da die beiden so vielseitig sind, ist so viel Material vorhanden, dass ich diesen Bericht in zwei, vielleicht sogar drei Teile teilen werde. Der Artikel wird sonst einfach zu lang. Ich beginne mit Bet Williams, Damen zuerst:

… As the two of them are so versatile, there is so much material that I decided to divide this report into two, maybe even three parts. The article will otherwise simply be too long. I will start with Bet Williams, ladies first:

Bet Williams (Foto: https://www.epiphanyrecords.com/epiphany-project)

Die offizielle Geschichte:
Bet Williams ist eine furchtlose Sängerin und dynamische Performerin, deren Stimme mit vier Oktaven das Publikum in ganz Amerika und Europa fasziniert hat. Williams ‚Musik verbindet Folk-, Rock- und Roots-Rhythmen mit intelligenten Texten und ansteckenden Hooks. Mit einer Begabung für Geschichtenerzählen und spontanen Humor gehen ihre Bühnenauftritte von tiefgründig und poetisch zu wild und spontan und grenzen manchmal an Performancekunst.

… The official story:
Bet Williams is a fearless vocalist and dynamic performer whose four-octave-range voice has mesmerized audiences across America and Europe. Williams‘ music blends folk, rock and roots rhythms with intelligent lyrics and infectious hooks. With a gift for storytelling and spontaneous humor, her stage performances go from the profound and poetic to wild and spontaneous, at times bordering on performance art.

Bet Williams Band + John Hodian (ich wollte gerade schreiben, der mit dem Bart, aber so einen haben sie alle. Also der mit dem weissen Hemd.)
… (I wanted to write, the one with the beard, but they all have one. So, he is the one with the white shirt.)

… The English text follows after the German in one block.

Was Bet sagt:
Als ich dreizehn war und in Virginia lebte, bekam ich meine erste Gitarre. Mit den zwei Akkorden, die ich gerade gelernt hatte, drückte ich meine Finger in ein trauriges Liebeslied (immerhin war ich dreizehn). Viele Akkorde und einige Jahrzehnte später schreibe ich immer noch Songs. Manche traurig, manche lustig, manche ergreifend, konfessionell oder wild. Aber im Laufe der Jahre habe ich festgestellt, dass ich wirklich gerne live spiele.

Ich habe meine College-Jahre damit verbracht, mit Gruppen wie Bookends und Ticapoo Brain zu spielen. Ich habe meine ersten CDs in Nashville mit dem Produzenten Brad Jones (Jill Sobule, Marshall Crenshaw) und Jim Rooney (John Prine, Nanci Griffith) gemacht. Ich war zu schrullig für Nashville, also ging ich die Küste entlang, um in Philadelphia und New York zu spielen, wo ich einige Freunde fürs Leben und eine großartige Musikszene fand. Ich habe die Bühne mit einigen großartigen Musikern geteilt, darunter Lucinda Williams, Bobbie McFerrin, Arlo Guthrie, Taj Mahal, Joan Osborne, John Gorka, Annie Haslam, Herbie Hancock und vielen anderen wunderbaren Menschen.

Ich hatte meine kalifornischen Jahre mit Plattenverträgen, großartigen Schauspielern und großen Versprechungen. Ich habe auf Biobauernhöfen gearbeitet, auf Regenbogenfestivals getanzt und bin gegen Kriege marschiert. Ich hatte meine Jahre in New York City und Woodstock. Seit 2010 schreibe ich mit meinem Mann, dem Komponisten John Hodian und unserem großartigen Sohn Jack das Berliner Kapitel meines Lebens.

Jetzt überlebe ich (spirituell und finanziell), indem ich mit der Bet Williams Band sowie dem New-World-Folk-Ensemble Epiphany Project toure. Von New York über Kalifornien nach Berlin nach Armenien singe ich meinen Lebensunterhalt mit Liedern. Es ist ein interessantes Leben. Ein seltsames, magisches und interessantes Leben.

… What Bet says:
When I was thirteen, living in Virginia, I got my first guitar. With the two chords I had just learned, I pressed my fingers into a sad love song (after all I was thirteen). Many chords and some decades later I am still writing songs. Some sad, some funny, some poignant, confessional or wild.  But over the years I found that what I really like to do is play live.

I spent my college years playing with groups like Bookends and Ticapoo Brain. I made my first CDs in Nashville with producer Brad Jones (Jill Sobule, Marshall Crenshaw) and Jim Rooney (John Prine, Nanci Griffith). I was too quirky for Nashville so I headed up the coast to play in Philadelphia and New York where I found some lifelong friends and a great music scene. I’ve shared the stage with some great musicians including Lucinda Williams, Bobbie McFerrin, Arlo Guthrie, Taj Mahal, Joan Osborne, John Gorka, Annie Haslam, Herbie Hancock and a bunch of other wonderful people.

I’ve had my California years with record deals, great actors and big promises. I’ve worked on organic farms, danced at Rainbow Festivals, and marched against wars. I’ve had my New York City and Woodstock years. Since 2010 I’ve been creating the Berlin chapter of my life with my husband, composer John Hodian and our amazing son, Jack.

Now I survive (spiritually and financially) by touring with the Bet Williams Band as well as the new-world-folk ensemble Epiphany Project. From New York to California to Berlin to Armenia, I sing songs for a living. It’s an interesting life. A strange, magical, and interesting life.

Ich kann gut verstehen, warum sie zu „schrullig“ für das konservative Nashville war. Ich würde sie eher fortschrittlich nennen.
… I can understand, why she maybe was too „quirky“ for conservative Nashville. I, however would rather call her forward-looking.

Zum Abschluss bekommt ihr hier einen kleinen Leckerbissen und eine Vorschau auf Epiphany Project. Bet und John spielen hier zusammen mit ihrem Sohn Jack, der als Teenager auch schon recht virtuos ist, finde ich. Er war übrigens auch mit beim Ostholstein Festival, spielte aber nur in einem Stück mit.

… As a final treat, I will present a video to you, which at the same time is a preview on Epiphany Project, where Bet and John play together with their son Jack. I find him quite virtuosic already, I mean he was a teenager then. He was also at the Ostholstein festival, but only played in one song.

Pasta Pesto … Pasta Pesto

Ich muss gestehen, dass ich mich viel mit Lebensmitteln beschäftige in diesen Zeiten. Man gönnt sich ja sonst nichts.

… I have to admit, that in these times I am busying myself increasingly with the preparation of food.

Spaghetti mit Bärlauch-Pesto
… Spaghetti with bear’s garlic (ramsons, wood garlic)

Das wirklich gute an diesem Rezept ist, dass es so einfach ist und trotzdem so gut schmeckt.
… The really positive with this recipe is that it is so easy and still tastes great.

Man benötigt:
Pesto, roten, grünen, Rukola, es geht mit allen. Wir haben unseren selbstgemachten Bärlauch-Pesto benutzt.
Ein gutes Olivenöl
Pinienkerne, in der Pfanne geröstet (ohne Öl)
Parmesan
und nicht zuletzt Spaghetti (für 2 Personen kochen ich 300 g, und zwar in Gemüseboullion)

… You will need:
Pesto, red, green, arugula (rocket), any pesto works. We used our home made bear’s garlic pesto.
A good quality olive oil
Pine nuts, roasted in a pan (without oil)
Parmesan cheese
and last but not least spaghetti (for 2 people I prepare 300 g and boil them in vegetable stock)

Nun giesst man eine Bunddecke von dem Öl auf den Boden eines tiefen Tellers und rührt ca. drei Teelöffel Pesto hinein. Wer es stärker mag, kann mehr nehmen.

… Now you pour some of the oil to cover the bottom of your soup plate and stir in about three teaspoons full of pesto. If you like it stronger, you take more.

Dann füllt ihr Spaghetti auf und mischt sie gut zusammen mit dem Pesto-Öl. Auf diese Mischung reibt ihr Parmesan in ausreichender Menge und zum Schluss folgt eine Lage der gerösteten Pinienkerne. Etwas frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer ist auch nicht verkehrt. Und schon ist man fertig!

… Then you heap on spaghetti and blend them together with the pesto oil. Onto this mixture you grate Parmesan cheese in sufficient quantity, and finally you add a layer of roasted pine nuts. A bit of freshly ground, black pepper, wouldn’t go amiss either. And that’s it, done!

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Ich habe das dumpfe Gefühl, dass ich dieses Rezept schon einmal geschrieben habe, aber wenn ich auf meiner Seite danach Suche, finde ich es nicht. Na, egal, ich wünsche euch guten Appetit!

… I am getting the feeling that I have already written this recipe somewhere, but when I search on my site, I cannot find it. Well, so be it, enjoy your meal!

Schlagzeilen (35) … Headlines (35)

RENTE
Nach 7 Monaten ist es geglückt: Meine deutsche Rente ist durchgekommen. Das war ein langer Prozess. Ich habe im Juni 2020 damit angefangen, die Rente zu beantragen. Direkt in Deutschland, mit Hilfe der sehr guten Webseite der Behörden. Was da allerdings nicht stand: Ich hätte über die dänischen Behörden beantragen müssen. Könnte man das nicht auf der deutschen Webseite kurz erwähnen, dass man in bestimmten Ländern lokal beantragen muss? Auf die Idee kommt man doch gar nicht, also ich jedenfalls nicht.
Also Deutsche (oder auch Bürger anderer Länder), die ihr im Ausland wohnt und eure Rente beantragen wollt, erkundigt euch, ob ihr es in dem Land machen müsst, wo ihr wohnt oder direkt in euren Geburtsland. Ich habe damit fast zwei Monate vergeudet, weil ich auch telefonisch bei den deutschen Behörden nicht durchkam.

PENSION
… After 7 months of effort, my German pension finally came through. It was a long process. I started the application for my pension in June 2020. Directly in Germany, with the help of the very good website of the authorities. What it didn’t say there, however, was that I should have applied through the Danish authorities. Couldn’t they briefly mention on the German website that you have to apply locally in certain countries? You don’t even get the idea, at least I didn’t.
So Germans (or citizens of other countries) who live abroad and want to apply for your pension, inform yourself whether you have to do it in the country where you are living or directly in your country of origin. I wasted almost two months with this because I couldn’t get through to the German authorities by phone.

Foto: Pixabay – Free-Photo

Ich war nun in der glücklichen Lage, dass ich bereits 2013 eine Hochrechnung habe machen lassen wie viel Rente ich wohl bekommen würde (das ist wirklich zu empfehlen). Zu dem Zeitpunkt habe ich bereits sämtliche notwendigen Papiere kopiert, beglaubigen lassen und eingesendet. Dazu gehörten Bescheinungen für die letzten drei Jahre im Gymnasium, für eine weiterführende Ausbildung (bei mir die Fremdsprachenschule Hamburg) und die Jahre, die ich an der Uni verg…. äh verbracht habe, mit Studieren natürlich. Dafür muss man alle Scheine der besuchten Kurse beibringen. Ausserdem stellte ich fest, dass ein halbes Jahr Arbeitszeit fehlte. Ein Beleg war entweder vom Arbeitgeber nicht abgegeben worden oder war verschwunden. Zum Glück hatte ich meine Kopie. Alles war also im Prinzip klappeklar und alle warteten auf die Sachbearbeitung von Seiten der dänischen Behörden, von Juli bis Ende November. Das war doch schnell! (Ich bin ab 1.11.2020 bezugsberechtigt, und weil ich rechtzeitig eingereicht habe, bekomme ich die Rente rückwirkend. Zur Information: Man kann bis zu 6 Monaten nach Berechtigungsdatum die Rente beantragen, ohne etwas zu verlieren. Wenn länger als sechs Monate vergangen sind, bekommt man erst ab dem 1. des folgenden Monats.) Im Januar 2021 kam dann die Bestätigung, dass ich ab 1.2.2021 meine Rente bekommen würde. Da fiel mir dann doch ein Stein vom Herzen. Ab August 2021 bekommen ich dann wohl auch noch ein wenig dänische Volksrente. Wir werden jedenfalls nicht verhungern oder erfrieren.

… I was now in the fortunate position that I in 2013 had an extrapolation made of how much pension I would get (I really recommend that). At that time I had already copied, certified and sent in all the necessary papers. This included certificates for the last three years in high school, for further training (for me the foreign language school in Hamburg) and the years I wast.., ahem spent at university, of course with studying. For this you have to deliver all certificates of the courses you have attended. I also noticed that there was half a year of my working time missing. A certificate had either not been handed in by the employer or had disappeared. Fortunately, I had my own copy. In principle, everything was pretty clear and everyone waited for the Danish authorities to process the case from July to the end of November. That was quick! (I am entitled to draw from 1.11.2020, and because I submitted on time, I will receive the pension retrospectively. For information: You can apply for the pension up to 6 months after the date of entitlement without losing anything. If more than six months have passed, You only get it from the 1st of the following month.) In January 2021, the confirmation came that I would receive my pension from February 1st, 2021. That took a heavy load off my mind. From August 2021 I will probably get a small amount of Danish national pension. In any case, we will not starve or freeze to death.

Foto: Pixabay – Giselaatje

MUSIK
Vorgeschichte: Mitte Dezember beschlossen wir, uns ein EL-Klavier anzuschaffen. Mein Mann vermisst das Klavierspielen, und da wir 2020 nicht reisen konnten und es wohl in der näheren Zukunft auch nicht können werden, wollten wir uns was anderes schönes gönnen. Lieferung beziehungsweise Abholung sollte entweder Ende Dezember, Anfang Januar, Mitte Januar oder Ende Januar 2021 stattfinden. Ich liebe ja so klare, eindeutige Absprachen. Anfang Januar fragten wir dann mal schüchtern nach und bekamen zu wissen, dass es wohl eher Ende Januar werden würde, man würde uns benachrichtigen.
Letzte Woche Dienstag wollten wir einen richtig faulen Tag einlegen, nicht einmal Lebensmittel einkaufen gehen wollten wir. Doch dann kam die Sonne raus, und mein Mann schleppte mich mit zum Strand, was dann ganz angenehm war. Zurück im Auto rief mich der Musikladen an, ob wir noch an dem Klavier interessiert wären, sie hätten fünf Stück bekommen. Wir waren, aber natürlich nur an einem. Wir waren so interessiert, dass wir stehenden Fusses oder Autos nach Aarhus fuhren (ca. 1 Stunde von uns), um das gute Stück abzuholen. Das war dann unser fauler Tag, aber wir freuen uns sehr, das Klavier hat einen ganz tollen Klang. Es handelt sich hier um ein auslaufendes Modell, das daher ein wenig billiger war, schadet ja nicht. Jetzt kann mein Mann am Klavier komponieren, arrangieren etc. das wird spannend. Wir haben so ziemlich die Idee vor einem Publikum zu spielen, aufgegeben. Aber wir werden trotzdem noch Videos machen und sie auf YouTube veröffentlichen.

MUSIC
… Background: In mid-December we decided to buy an EL piano. My husband misses playing the piano, and since we couldn’t travel in 2020 and probably won’t be able to in the near future, we wanted to treat ourselves to something else nice. Delivery or collection should take place at the end of December, or beginning of January, or mid-January or end of January 2021. I love such clear, unambiguous agreements. At the beginning of January we inquired shyly and got to know that it would probably be the end of January, they would keep us informed.
Last week on Tuesday we wanted to have a really lazy day, we didn’t even want to go grocery shopping. But then the sun came out and my husband dragged me to the beach, which was actually very pleasant. Back in the car, the music store called me to see if we were still interested in the piano, they had received five of them. We were, but of course only in one. We were so interested that we lickety-split drove to Aarhus (about 1 hour from us) to pick up the precious. That was our lazy day, but we are very happy, the piano has a really great sound. This is an outgoing model, so it was a little cheaper, that doesn’t hurt. Now my husband can compose, arrange etc. on the piano, this will be exciting. We pretty much gave up on the idea of ​​playing in front of an audience. But we will still be making videos and posting them on YouTube.

Verschiedene Clips … several clips

CORONA:
Unsere Staatministerin lässt sich nicht impfen weil sie „nicht in der Risikogruppe ist“. Was hätte sie wohl erfunden, wenn die von ihr vorgeschlagene Zwangsimpfung im Parlament durchgekommen wäre, dann hätte sie doch auch zur Nadel müssen. Kein Wunder, dass manche hier sie anstelle von Frederiksen „Verräteriksen“ nennen. Ihre neueste Idee: Kindergartenzwang und Krippenzwang für alle. (Das allerneueste auf dem Diskussionstisch: Zwangsentfernung und Adoption gleich nach der Geburt, gerne auch ohne Erlaubnis der Eltern.) Sie hat auch Zwangsimpfung schon wieder auf den Tisch gebracht, nur dieses Mal für „bestimmte“ Gruppen, die noch nicht näher spezifiziert sind. Und wieder soll der Gesundheitsminister die alleinige Entscheidungsgewalt haben. Ich hoffe nur, dass das Parlament nicht schläft … diese Frau ist gemeingefährlich. Das Wort „Zwang“ ist bei ihr zu einer Zwangsvorstellung geworden, die sie zu Zwangshandlungen treibt. Unser Parlament tagt übrigens ohne Masken, was ich sehr merkwürdig finde. Sie scheinen also selber nicht daran zu glauben. Mein Mann meint, Politiker brauchten das nicht, die hätten ja Immunität … 😉 😀

… Our Minister of State will not get vaccinated because she is „not in the risk group“. What excuse would she have made up, if the compulsory vaccination she proposed had passed in parliament, then she would have had to go to the needle too. No wonder that some here call her „Traitoriksen“ instead of Frederiksen. Her latest idea: Kindergarten and day nursery compulsory for everyone. (The very latest on the discussion table: Forced removal and adoption right after birth, even without parental permission.) She has also brought forced vaccination back on the table, only this time for „certain“ groups that have not yet been specified. And again the health minister should have sole decision-making power. I just hope Parliament is not sleeping … this woman is dangerous. The word „compulsive“ has become a compulsion with her that drives her to compulsive acts. By the way, our Parliament meets without masks, which I find very strange. So they don’t seem to believe in it themselves. My husband says that politicians don’t need that, they have immunity … 😉 😀

Es gibt eine französische Version (Bonsoir mes amis)
… There is a French version available (Bonsoir mes amis)

Ansonsten geht es uns in unserem kleinen, unbedeutenden Kaff, für das sich niemand interessiert, gut. Ich wünsche euch allen zusammen einen möglichst angenehmen Tag.

… Otherwise we are fine in our small, insignificant village, which nobody is interested in. I wish you all a day as pleasant as possible.

Fotos des Monats, Januar 2021/ Photos of the month, January 2021

Es wird wieder etwas gemischt. Wir hatten ziemlich schwankendes und dramatisch aussehendes Wetter in den letzten beiden Wochen. Das spiegelt sich in einigen Fotos wider.

… It will be quite a blend again. The weather was rather changeable and looking dramatically during the last two weeks. That is reflected in some of the photos.

Mein Gartenstuhl sah so verlassen aus, aber gleichzeitig erinnerte er mich an schöne Stunden vom letzten Sommer.
… My garden chair looked so abandoned, but at the same time it reminded me of grand moments from last summer.
Sowas habt ihre gerade gesehen, aber dieses und das nächste Foto sind meine Favoriten von dem Tag.
… Something like this you have just seen, but this and the next photo are my favourites of that day.

Jetzt folgt eine Serie, eine Art Roadmovie durch den Rückspiegel gesehen. Ich habe erst hinterher festgestellt, dass die Fotos sehr dadurch geprägt wurden, was sich von der Umgebung im Auto spiegelte. Ich fand das faszinierend, ein Experiment.

… Now follows a series, a kind of road movie watched through the side mirror. Only afterwards I noticed that the fotos got a certain individual character through the different surroundings that were reflected in the car. I found that fascinating, an experiment.

Eine Gegenlichtaufnahme von letztem Sonnabend, die mir sehr gefällt.
… A backlighted photo I took last Saturday, which I really like.

Das war der Januar. Ausser Spaziergängen am Kattegatt, fand nicht viel statt (das reimt sich sogar … 😀 ) Macht es gut und passt schön auf euch auf!

… That was January. Nothing much happened, except walks along the Kattegatt. Have a good time and be well!

Der Kreis der Liebe … The circle of love


Der Mystiker weiß, dass die Essenz des Gebets das verborgene Geheimnis ist:“ Ich bin der, den ich liebe, der, den ich liebe, bin ich.“ Im tiefsten Gebet des Herzens gibt es nur Einheit, denn wenn das Herz offen ist und zu Gott schaut, offenbart er seine Einheit. In diesem Zustand des Gebets gibt es eine Verschmelzung, die den Verstand und seine Vorstellungen von Dualität übersteigt: Das Herz überwältigt uns mit seiner Gegenwart, die jedes Gefühl unseres eigenen Selbst auslöscht. Diese Momente des Gebets sind Momente der Vereinigung, in denen der Liebhaber verloren ist. Der Liebhaber ist vom Ufer seines eigenen Wesens in den grenzenlosen Ozean des Geliebten getreten. (…)

Wenn die Liebe ihre wahre Natur offenbart, erfahren wir, dass es weder Liebhaber noch Geliebte gibt. Es gibt niemanden zum Beten und niemanden zum Beten. Wir wissen nicht einmal, dass wir verloren sind; Wir kehren aus diesen Zuständen der Verschmelzung zurück und wissen nur, dass wir uns selbst gegeben haben und angenommen wurden. Unser Geschenk von uns selbst wurde so vollständig angenommen, dass wir nichts wussten. Wir schauten zu ihm und er nahm uns in seine Arme, umarmte uns in Einheit, löste uns auf in Nähe. So viele Jahre lang haben wir zu ihm geweint, wir haben ihn angerufen, und als er kam, war das Treffen so vertraut, dass wir nichts wussten.

Aber wenn wir von dieser Verschmelzung der Einheit zurückkehren, wenn der Verstand uns wieder umgibt, können wir die Fußspuren sehen, die uns zu diesem Ufer führten, zu dem Ort, an dem sich die beiden Welten treffen. Wir können Geschichten von der Reise erzählen, die uns an den Rand des unendlichen Ozeans des Herzens führte, von den Nächten, die wir zu ihm gerufen haben, und von den Tränen, die wir in unserer Berufung geweint haben. Für so viele Jahre war unser Bedürfnis alles, was wir wussten, ein Bedürfnis, das aus der Verzweiflung der Trennung geboren wurde, der tiefsten Verzweiflung, die der Seele bekannt ist.

Dieses Bedürfnis war unser erstes Gebet, das von dem in die Seele gepflanzt wurde, der uns liebt, der uns für sich selbst will. Dieses Bedürfnis der Seele ist das Band der Liebe, das Versprechen des Mystikers, sich an ihn zu erinnern. Das Erwachen dieser Erinnerung ist das Wissen um unsere Vergesslichkeit, das Wissen um die Trennung. Die Geliebte soll wissen, dass sie von ihrem Geliebten getrennt ist, dass sie ihn vergessen hat. Wenn der Geliebte zu diesem Wissen erwacht, bringt er das Bedürfnis der Seele ins Bewusstsein, nach Hause zurückzukehren, um von der Trennung zur Vereinigung zu gelangen.
Llewellyn Vaughan-Lee, Der Kreis der Liebe

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The mystic knows that the essence of prayer is the hidden secret, “I am He whom I love, He whom I love is me.” In the deepest prayer of the heart there is only oneness, for when the heart is open and looks towards God, He reveals His unity. In this state of prayer there are a merging and melting that transcend the mind and its notions of duality: the heart overwhelms us with His presence which obliterates any sense of our own self. These moments of prayer are moments of union in which the lover is lost. The lover has stepped from the shore of his own being into the limitless ocean of the Beloved. (…)

When love reveals its real nature we come to know that there is neither lover nor Beloved. There is no one to pray and no one to pray to. We do not even know that we are lost; we return from these states of merging only knowing that we gave ourself and were taken. Our gift of ourself was accepted so completely that we knew nothing. We looked towards Him and He took us in His arms, embraced us in oneness, dissolved us in nearness. For so many years we cried to Him, we called to Him, and when He came the meeting was so intimate that we knew nothing.

But when we return from this merging of oneness, when the mind again surrounds us, we can see the footprints that led us to this shore, to the place where the two worlds meet. We can tell stories of the journey that led us to the edge of the heart’s infinite ocean, of the nights we called to Him, and the tears we cried in our calling. For so many years our need was all that we knew, a need born of the despair of separation, the deepest despair known to the soul.

This need was our first prayer, planted in the soul by Him who loves us, who wants us for Himself. This need of the soul is the bond of love, the mystic’s pledge to remember Him. The awakening of this remembrance is the knowledge of our forgetfulness, the knowledge of separation. The lover is made to know that she is separate from her Beloved, that she has forgotten Him. Awakening to this knowledge, the lover brings into consciousness the soul’s need to return Home, to journey from separation to union.”
― Llewellyn Vaughan-LeeThe Circle of Love

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Ich wünsche euch allen einen angenehmen Sonntag und eine gute kommende Woche!

… I wish you all a pleasant Sunday and a good new week.

Kanada hat Talent: Barrage … Canada has talent: Barrage

Barrage bestand zu deren Glanzzeiten aus um die 11 begabten jungen Musikern, die im Prinzip Folklore und Fiddle-Musik spielten, teilweise sehr experimentell behandelt, in die sie dann auch noch bekannte Pop-Melodien und ausländische Klänge einfliessen liessen, denen sie auf ihren Tourneen begegneten.

… At their peak time, Barrage consisted of about 11 gifted young musicians, who basically played folklore and fiddle music, partly very experimentally treated, into which they also merged known pop melodies and foreign sounds, which they jpicked up during their tours.


Ich habe die Gruppe zweimal in Aktion gesehen. Einmal machte mich eine Arbeitskollegin auf sie aufmerksam und wir gingen zusammen zum Konzert, das in einem kleinen, niedergelegten Kino auf der Halbinsel Amager in Kopenhagen stattfand (im Amager-Bio), und das jetzt als Pub und Kleinbühne dient. Damals durfte dort noch geraucht werden … viel Szeneshow war auf der Bühne nicht möglich, aber die Musik war super.

… I have seen the group twice. The first time, a colleague from work draw my attention to them, and we went to their concert together, which they played in a small, former cinema (Amager-Bio), and which now serves as pub and small stage. At that time, smoking was still allowed … there was not so much room for their elaborate show, but the music was great.

Foto: blogspot.com
Kino heisst auf Dänisch „biograf“ oder kurz „bio“, aber wenn man im Kino war, war man „i biffen“, fragt mich nicht, warum … 😉 😀
… The Danish word for cinema is „biograf“ or short „bio“, but when one has been to the cinema, one has been „i biffen“, don’t ask me why … 😉 😀

Das zweite Mal ging ich mit meinem Mann zum Konzert (Vagabond’s Tale), ein paar Jahre später, das fand dann schon in einem grossen Kino im Stadtteil Rødovre statt mit voller Bühnenshow. Wir waren beeindruckt. Nicht nur spielten sie virtuos auf ihren Instrumenten, nein, sie tanzten, sprangen, spagateten gleichzeitig auch noch. Ich las dann später, dass es wohl nicht immer so einfach war, alle zu sammeln, weil die meisten auch noch in grossen klassischen Orchestern spielten (und spielen, nehme ich an). Daher änderte sich auch die Zusammensetezung der Gruppe öfter mal.

… The second time, a few years later, I went with my husband so see them (Vagabond’s Tale). They played in a large cinema in a part of Copenhagen called Rødovre, where they could perform their full stage show. We were impressed. They did not only play their instruments masterly, no, they danced, jumped and did splits at the same time. I read later on that it was not always so easy to get them all together, as most of them also played (and play, I guess) in large, classic orchestras. Therefore the cast of the group changed from time to time.

Dies ist ein Promotion Video, ein bisschen fuzzy, aber man sieht trotzdem ganz gut, was bei Barrage auf der Bühne so abgegangen ist.
… This is a promotion video, a bit fuzzy, but one can see anyway, what was going on when Barrage was on stage.

Doch hier noch ein paar Informationen aus der Wikipedia: (leider nichts auf Deutsch)

… Here some information taken from Wikipedia:

Barrage war ein modernes Worldbeat-Ensemble auf Geigenbasis mit Sitz in Calgary, Alberta, Kanada. Die Gruppe verwendete während ihrer Auftritte eine Mischung aus vielseitiger Geigenmusik und energiegeladener physischer Choreografie. Barrage spielte eine interessante Mischung aus einer Vielzahl von Genres, darunter Celtic, Swing, Bluegrass, Jazz, Rock, Calypso, Pop, kanadische Geige und Latin sowie zeitgenössische Versionen von traditionellem Material aus Ländern wie China, der Ukraine und Indien.

… Barrage was a violin-based, modern worldbeat ensemble based in Calgary, Alberta, Canada. The group employed a blend of eclectic violin music with high-energy physical choreography during their performances. Barrage played a diverse mix of material from a wide variety of genres, including Celtic, swing, bluegrass, jazz, rock, calypso, pop, Canadian fiddle and Latin, as well as contemporary versions of traditional material from countries including China, Ukraine, and India.

Wir fangen langsam und romantisch an …
… We are starting slowly and with romance …

Die Gruppe veröffentlichte am 9. Mai 2012 via Twitter eine Erklärung, dass sie ihre Vorstellungen und ihren Tourplan auf unbestimmte Zeit einstellen und sich effektiv auflösen würden. Im November 2015 starteten die Produzenten von Barrage ein neues Projekt namens „Barrage8“, ein Streichoktett, das annähernd auf dem ursprünglichen Barrage-Konzept basiert.

… The group released a statement via Twitter on May 9, 2012 that they were suspending their performance and touring schedule indefinitely, effectively disbanding. In November 2015, the producers of Barrage launched a new project called „Barrage8“, a string octet that is loosely based on the original Barrage concept.

Barrage begann als musikalisches Unterhaltungskonzept, das 1996 in Calgary, Alberta, von den Musikern Dean Marshall und John Crozman entwickelt wurde. Zusammen mit Jana Wyber, Brian Hanson und Anthony Moore bildeten sie Barrages Executive Production und Creative Team, bekannt als „5 to 1 Entertainments“. Dean Marshall war der musikalische Leiter, Komponist und Arrangeur der Gruppe.

… Barrage began as a musical entertainment concept created in Calgary, Alberta in 1996 by musicians Dean Marshall and John Crozman. Together with Jana Wyber, Brian Hanson, and Anthony Moore, they formed Barrage’s executive production and creative team, known as „5 to 1 Entertainments“. Dean Marshall was the group’s musical director, composer, and arranger.

Für diejenigen, die Flöte mögen; es fängt ruhig an und geht dann über in fetzig, sehr irisch/schottisch.
… For those, who like the tin whistle; it starts calmly and gets hotter later on, very Irish/Scottish.

Barrage bestand ursprünglich aus sieben Geigern sowie einer vierteiligen Backline aus Bassgitarre, Akustik- / E-Gitarre, Schlagzeug und Percussion. In seinen Anfängen konzentrierten sich Barrages Vorstellulngen ausschließlich auf das Experimentieren und Erforschen neuer musikalischer Ideen. Die Gruppe erlangte zunächst Aufmerksamkeit, weil sie die musikalischen Grenzen der Geige verschob, um die allgemeine Wahrnehmung der Öffentlichkeit zu ändern, was zu dieser Zeit als akzeptable Geigenmusik angesehen wurde. Die sieben Geiger begannen, Choreografie und verschiedene Tanzformen in ihre Shows einzubeziehen, während sie gleichzeitig Geige spielten, und schufen so einzigartige Grafiken, die zu den verschiedenen Musikstilen passten. Barrage entwickelte sich schnell zu einer Mischung aus einer Theatermusikproduktion und einer musikalischen Ensembleshow.

… Barrage originally consisted of seven violinists, along with a four piece backline made up of bass guitar, acoustic/electric guitar, drum set and percussion. In its early days, Barrage’s performances concentrated solely on experimenting and exploring new musical ideas. The group initially gained attention for pushing the violin’s musical boundaries in their attempts to change the public’s general perception, at the time, of what was considered acceptable music to be played using the instrument. The seven violinists began incorporating choreography and several forms of dance into their shows while playing the violin at the same time, thus creating unique visuals to match the various music styles they were performing. Barrage quickly evolved into a hybrid cross between a theatrical music production and a musical ensemble show.

(Instrumental) Die guten alten Beatles … … Good old Beatles …

Im Jahr 2006 fügte Barrage seinem Showformat und Tourplan eine wichtige pädagogische Komponente hinzu und arbeitete häufig an amerikanischen Schulen mit ihrem „Energize Your Strings!“ Programm.

… In 2006, Barrage added a major educational component to their show format and touring schedule, and frequently worked in American schools with their „Energize Your Strings!“ program.

Barrage unternahm während ihres Bestehens drei große Konzerttourneen, nämlich „A Violin Sings, A Fiddle Dances“, „Vagabond Tales“ und „High Strung“. Diese Tourneen dauerten jeweils mehrere Jahre und wurden gemeinsam in 27 Ländern Asiens, Mittelamerikas, Europas, Nordamerikas und Ozeaniens vor Publikum gespielt. Die Gruppe reiste auch häufig regional in Nordamerika und Europa unter dem selbstbetitelten Shownamen „‚Barrage“.

… Barrage embarked on three major concert tours during their existence, namely „A Violin Sings, A Fiddle Dances“, „Vagabond Tales“, and „High Strung“. These tours each spanned several years in length, and collectively played to audiences in 27 countries across Asia, Central America, Europe, North America, and Oceania,. The group also frequently toured regionally in North America and Europe using the self-titled „‚Barrage“ show name.

Richtig fetzig! … Really spanking!

Barrage setzte sich aus einer Gruppe junger professioneller Musiker mit unterschiedlichen musikalischen Werdegängen zusammen. Barrage bestand im Laufe seiner Geschichte aus mehreren verschiedenen Musikern, von denen jeder durch weltweite Auditions speziell für die Gruppe ausgewählt wurde. Die Musiker kamen aus Kanada, Großbritannien, Deutschland, Neuseeland und den USA, darunter die Geiger Miranda Mulholland, Mitchell Grobb und Kiana Weber.

… The cast of Barrage was a group of young professional musicians from a variety of musical backgrounds. Barrage was made up of several different musicians throughout its history, each of whom were specifically selected for the group through worldwide auditions. The musicians came from Canada, the United Kingdom, Germany, New Zealand, and the United States, and included violinists Miranda Mulholland, Mitchell Grobb and Kiana Weber.

Hier sieht man wieder mehr von der Bühnenshow.
… Here we can see a bit more of the stage show.

Sie können übrigens auch singen, falls ihr euch wundern solltet. Leider sind alle die Musikstücke mit Gesang nicht auf YouTube zu finden.

… By the way, they can also sing, in case you were wondering. Unfortunately, I was not able to find the songs with vocals on YouTube.

Auf der Fan-Webseite sind ein paar gute (scharfe) Fotos unter der Fahne „Vagabond’s Tale“. Auch kann man alle mp3s von der CD dort anhören (da sind dann auch welche mit Gesang dabei und das erste ist bulgarisch beeinflusst, sehr interessant). Aber nicht zu lange warten, denn wie ich gesehen habe, wird der Domänename der Fan-Webseite zum Verkauf angeboten. Von Barrage8 habe ich nur als unsicher eingestufte Webseiten gefunden. Anscheinend löst sich das alles auf. Das ist schade, aber die begabten Musiker sind ja weiterhin vorhanden.

… On the fan website are some good (sharp) photos under the flag „Vagabond’s Tale“. You can also listen to all mp3s of the CD there (there are also some with vocals, and the first one is influenced by Bulgarian music, very interesting). But don’t wait too long, I have seen that the domain name of that website is for sale. Of Barrage8 I only found websites that are classified as unsecure. It seems like everything is dissolving. That is a bit sad, but all the gifted musicians still remain.

Barrage Fan Club

Ich hoffe, dass die Gruppe euch gefallen hat. Ich wünsche euch noch einen angenehmen Tag!

… I hope you liked this group, and wish you all a pleasant day!