Der Garten bevölkert sich …

Wieder einmal Blümchen im Wind, nämlich die neuen Blüten, die uns begrüsst haben, als wir letzte Woche vom Campingplatz nach Hause kamen.

Storchenschnabel

Weisse Jakobsleiter. Falls jemand welche in blau hat und weisse haben möchte, ich tausche gerne ein paar Pflanzen oder schicke Samen. Ich habe keine blauen und hätte gerne welche.

Die ersten Garten-Gloxinien. Wenn sie ausgeblüht sind, sind da immer noch die hübschen, farnähnlichen Blätter.

Meine ganz hell blauen Veronika. Die langen Blätter sind von was anderem mit kleinen dreieckigen Blüten.

Meine fantastische „kleine“ japanische Azalee.

Akelei habe ich in verschiedenen schönen Farben, aber diese war mir neu.

Mein einer Rhododendron, der lila-farbene hat noch Knospen.

Klematis Montana rubra???

Und zum Abschluss wieder ein kleines Kuriosum: Aus alt macht neu!

Das war’s mal wieder für heute. Ich wünsche allen ein schönes Wochenende!

Trauriges Wiedersehen mit „meinem“ Bärlauch

Ich wollte doch mal wieder nach „meiner“ Pflanze sehen, ob sie denn schon blüht. Das tut sie oder vielmehr, das tat sie, mal sehen, ob sie überlebt. Anscheinend ist ein Jogger voll von oben und zentral draufgetrampelt. Wie kann sowas angehen? Diese Pflanze stach doch ins Auge, und wenn die Jogger hier im Wald nicht auf den Boden sehen, können sie sich leicht die Knöchel brechen. Das grosse Blatt ist völlig abgeknickt, der Blütenstengel halbwegs. Ich habe ihn über eine Nachbarpflanze gelegt und die Stelle jetzt mit einem „Zaun“ aus alten Zweigen umgeben. Vielleicht hilft das. Ich frage mich, warum ich die Pflanze nicht ausgegraben habe, dann ginge es ihr jetzt sicher besser. Vielleicht darf sie wenigstens Samen ausbilden mit Hilfe des Schutzzaunes.

Ich habe übrigens beim örtlichen Naturverein angefragt, ob die das interessant fänden. Als Antwort bekam ich, dass es sich hier nicht um eine Mutation, sondern „nur“ ein pigmentschwaches Exemplar handelt, ähnlich wie ein Albino, was bei allen Spezies vorkäme. Mit anderen Worten: Gääähhhn!  Heisst das, dass alle variegata Pflanzen als „nur pigmentschwache“ Pflanzen angefangen haben? Einigen Leuten muss das doch gefallen haben, sonst würden die nicht so weitergezüchtet.

Und wenn schon, ich finde es immer noch speziell, eine von Millionen!

Vielleicht grabe ich sie nächste Woche doch noch aus …

Gartengeschichten

Als Allererstes möchte ich eines der Gartenrätsel auflösen. Das mit den fünf kräftigblättrigen Zwiebelpflanzen,
so sahen die aus

und so blühen sie jetzt (ziemlich lange Stiele):

Ich weiss immer noch nicht, wie sie heissen, aber sie erinnern mich an Milchsterne nur mit blauen Blüten. Wie auch immer sie heissen, ich finde sie schön. 🙂

Der Frucht“busch“ hat, so weit ich sehen kann, keine Früchte angesetzt. Es handelt sich hier vielleicht um eine nicht selbstbestäubende Sorte, und da blühte nichts anderes gleichzeitig. Der Apfelbaum hat erst letzte Woche angefangen.

Die Pflanzen zwischen den Wildtulpen mickern etwas vor sich hin. Ich glaube aber, dass es tatsächlich Allium sind.

Zwiebelähnliche Pflanzen: ich hatte bei Frau Schlemmerbalkon behauptet, dass sie letztes Jahr nicht geblüht haben. Wie man sieht, muss ich mich getäuscht haben:

Ich habe eine kleine Gruppe ausgegraben. Sehen die nicht wie Frühlingszwiebeln aus? Das Grün ist allerdings ziemlich hart, vielleicht, weil die schon Blüten angesetzt haben?

Und hier noch ein paar weitere Bilder aus meinem Garten. Zuerst meine Bärlauch-„Plantage“, vier kleine Pflanzen, die ich aus dem Moor hinter unserem Haus gemopst habe. Letztes Jahr dachte ich, die gehen ein, und nun blühen sie:

Tulipa „Little Princess“

Anemona sylvestris, die ich so schön finde in ihrer Einfachheit. Leider behauptet sie sich nicht sehr gut gegen andere Pflanzen, daher habe ich sie im Topf:

Meine Bonsai-Lärche, die sich eines Tages bei einer meiner Azaleen in Töpfen ausgesät hat. Oh, dachte ich, eine Kiefer, wunderbar. Im Winter war sie dann weg und ich dachte, wie schade, die ist eingegangen. Aber das Jahr darauf war sie dann wieder da, denn es war eine Lärche und keine Kiefer.

Und hier noch ein kleines Kuriosum: eine Wespe, die sich Baumaterial von unserem Zaun abschabt. All die hellen Streifen zeigen, wie fleissig sie schon war:

Sie gehen auch gerne an Astlöcher. Wir haben schon zwei ganz saubere Löcher im Zaun.

Das war’s für heute, ich wünsche allen ein schönes Pfingstwochenende!

 

 

 

 

 

Ein Rätsel gelöst

Ich habe „meine“ Pflanze wieder besucht. Die Knospe hat sich noch nicht besonders weiter entwickelt. Sie steht auch sehr schattig:

Im Namen der Wissenschaft habe ich eine Ecke von dem grösseren Blatt abgebrochen, und siehe da, es entströmte ein sehr starker Knoblauchgeruch.

Ich werde nächste Woche noch einmal vorbeischauen, um die Blüten zu sehen, aber ich wage zu behaupten, dass es sich hier tatsächlich um einen Bärlauch variegata handelt:

 

 

Aus gegebenem Anlass … Zusatz

Tut mir leid, aber da fehlte eine Zutat in meinem Bärlauch-Chutney. Ich habe heute nämlich wieder neues gemacht und da fehlte irgendwie etwas, und zwar, wie ich herausfand, Trockenfrüchte.

Ich habe letztes Mal 4-5 getrocknete Aprikosen mit hineingetan. Das macht geschmacklich einen grossen Unterschied.

Ich denke, dass man auch Feigen oder Datteln nehmen kann, je nachdem, was man am liebsten mag.

Abenteuerwanderung 1. Mai 2016

 

Ich wollte nur mal „so ein bisschen in den Wald“, aber der Wald wollte es anders, es wurden 2,5 Stunden daraus mit Unterholzgekrieche. Ich habe die Wanderung mit Bildern und Text hier beschrieben, für diejenigen, die es interessiert (es sind ziemlich viele Bilder):
https://onedrive.live.com/redir?resid=404DAECE3A864F01!3817&authkey=!AJliBdrDUZrquQE&ithint=folder%2cjpg

Für diese Seite nur einige wenige:

So grün sieht es mehr einladend aus.

Typische „Brücke“. Den „Weg“ sind doch tatsächlich zwei junge Männer gejoggt!

Seeblick mit Fünen im Hintergrund

In einem Tannenwaldabschnitt dann kein Bärlauch, keine Anemonen mehr, sondern dieser Klee.

Überraschung: Bärlauch variegata? Ich glaube eher eine Funkie, die sich in den Wald verirrt hat. Blüht aber früh, meine zuhause kommen jetzt gerade aus der Erde.

Der erste Waldmeister

Ist das nicht die essbare Pflanze, die Frau Schlemmerbalkon uns ans Herz gelegt hat? Sie blüht zwar noch nicht, aber man kann die Blütenstände schon sehen. Ich habe nur eine Stelle gefunden, wo die wächst. Sie ist jedenfalls mehr wählerisch als der Bärlauch … Knoblauchrauke, das war’s!

Mein drittes Montagsherz

Fast hätte ich es vergessen, mein drittes Montagsherz oder vielmehr, meine Montagsherzen:

Es handelt sich um eine Unterlage für den Tisch, also für wenn man kleckert, die ich gerade für den Wohnwagen erworben habe. Auf der Rückseite sieht sie so aus:

„Moin“ sagt man in Nordfriesland beiderseits der Grenze, wenn man sich trifft und wenn man auseinandergeht. Das hat mich zu Anfang etwas verwirrt. Eigentlich nicht „moin, moin“, denn, so berichtigte mich ein Freund, das ist geschwätzig. 😉

Dann steht da: Loot di dat god smecken. Für Ausländer und etwaige Bajuwaren hier die wortgetreue Übersetzung: Lass dir es gut schmecken (andere Grammatik/Satzstellung im Plattdeutschen). Die Dänen würden sagen: Lad dig smage det godt (Lass dir schmecken es gut (wenn sie das sagen würden, denn diese Aufforderung habe ich bisher in Dänemark noch nicht gehört)). Die Dänen machen sich gerne lustig über die Angewohnheit der Deutschen, das Verb (fast) immer ans Ende des Satzes zu stellen. Sie sagen, wenn man beim Verb ankommt, hat man bereits vergessen, wer diese Handlung eigentlich ausführt.