Ganz schnell mal eine gute Nachricht … Very quickly some good news for a change


… The English version follows after the German in one block.

Ausnahmeerlaubnis für gefährliches Insektengift abgewendet.

Aktuell dürfen wir uns über gute Nachrichten für Bienen und andere Insekten freuen: Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat einen Antrag der Zuckerindustrie auf eine erneute Notfallzulassung für das Neonicotinoid Thiamethoxam abgelehnt. Dadurch sollte das EU-weit geltende Verbot des Insektengifts umgangen werden. Dabei sind Neonicotinoide wie Thiamethoxam aus gutem Grund verboten: Sie gelten als hoch bienengefährlich und bedrohen die biologische Vielfalt.

Jahrelang setzte sich das Umweltinstitut deshalb für ein Verbot dieser Pestizide ein. Unsere Freude war groß, als die EU-Mitgliedstaaten 2018 einen Anwendungs-Stopp für drei dieser Insektengifte im Freiland beschlossen, ein Totalverbot folgte. Doch schon kurz nach dem Verbot begannen erste Mitgliedstaaten, dieses zu umgehen und die Anwendung der Gifte über sogenannte Notfallzulassungen wieder zu ermöglichen. Gegen unseren Protest wurde auch in Deutschland für die vergangene Anbausaison eine Notfallzulassung für Thiamethoxam für die Behandlung von Zuckerrüben-Saatgut erteilt. 2021 landete das Gift so auf deutschen Äckern mit einer Gesamtfläche von 126.900 ha.

Untersuchungen von Imker:innen belegen, dass sich das Neonicotinoid – trotz aller vorgeschriebenen Vorsichtsmaßnahmen – unkontrolliert in der Umgebung der Zuckerrüben-Äcker verbreitet hat: Das Gift wurde in hohen Konzentrationen auf benachbarten Feldern und nahe angrenzender Gewässer nachgewiesen.

Dass das BVL einer erneuten Notfallzulassung für Thiamethoxam für 2022 nun eine Absage erteilt hat, lässt vorerst aufatmen. Das Amt stellte jedoch in Aussicht, in der kommenden Zuckerrüben-Saison andere Insektengifte per „Notfallzulassung“ zu erlauben. Doch Pestizid-Verbote müssen konsequent umgesetzt werden, um die Natur zu schützen. Wir fordern das BVL deshalb dazu auf, künftig generell keine Ausnahmen für verbotene Pestizide mehr zu erlauben.

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Exemption for dangerous insecticide averted.

We can currently look forward to good news for bees and other insects: The Federal Office for Consumer Protection and Food Safety (BVL) has rejected an application from the sugar industry for renewed emergency approval for the neonicotinoid thiamethoxam. This was intended to circumvent the EU-wide ban on this insecticide. Neonicotinoids such as thiamethoxam are banned for good reason: They are considered highly dangerous to bees and threaten biological diversity.

For years, the environmental institute therefore campaigned for a ban on these pesticides. We were very happy when the EU member states decided to stop the use of three of these insecticides outdoors in 2018, followed by a total ban. But shortly after the ban, the first member states began to circumvent it and allow the use of the poisons again via so-called emergency approvals. Against our protest, an emergency approval for thiamethoxam for the treatment of sugar beet seeds was also granted in Germany for the past growing season. In 2021, the poison landed on German fields with a total area of ​​126,900 ha.

Investigations by beekeepers show that the neonicotinoid – despite all the prescribed precautionary measures – spread uncontrolled in the vicinity of the sugar beet fields: The poison was detected in high concentrations in neighboring fields and nearby bodies of water.

The fact that the BVL has now rejected a renewed emergency approval for thiamethoxam for 2022 lets us breathe a sigh of relief for the time being. However, the office mentioned the prospect of allowing other insecticides in the coming sugar beet season by means of „emergency approval“. But pesticide bans must be implemented consistently in order to protect nature. We therefore call on the BVL to generally no longer allow exceptions for prohibited pesticides in the future.

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Die Ackergifte gleiten leider allzu leicht in Vergessenheit mit all dem Fokus on CO2, sind doch auch sie eine echte Gefahr für alles Leben.

… The poisons on fields are gliding too easily into the background with all focus on CO2, but they are also a real danger for all life.

Der neueste Irrsinn … The latest insanity

Oder besser gesagt, einer davon … das Umweltinstitut München berichtet.

… Or rather on of them … the Environmental Institute Munich reports. (The English text follows in one block after the German).

Ich musste was selber basteln, die Grafik beim Umweltinsitut war von einer Agentur.
… I had to put something together myself, the graphic at the Institute’s site was from an agency.

Gentechnik ohne Grenzen: Reis und Kartoffeln mit menschlicher DNA?

(23.08.2021) Forscher:innen haben eine weitere Grenze überschritten: Sie haben menschliche DNA in Reis- und Kartoffelpflanzen eingeschleust. Damit soll angeblich ein schnelleres Wachstum gefördert werden. Die Auswirkungen dieses fragwürdigen Experiments sind allerdings nicht absehbar, da in kaum erforschte, sensible Prozesse innerhalb der Pflanzen eingegriffen wird.

Um den Ertrag von Ackerpflanzen weiter zu maximieren, haben Forscher:innen aus den USA und China eine neue Grenze überschritten. Sie bauten ein Stück DNA menschlichen Ursprungs in Reis- und Kartoffelpflanzen ein. Wird die DNA in den pflanzlichen Zellen „abgelesen“, so entsteht ein Protein namens „FTO“. Beim Menschen greift dieses Protein in Regulierungsprozesse der Zellen ein.

In den pflanzlichen Zellen sind die Regulierungsprozesse, in die das menschliche Protein FTO eingreifen soll, bisher kaum erforscht. Es gibt nur wenige Studien mit Modellpflanzen, die darauf hinweisen, dass dadurch Pflanzen- und Wurzelwachstum sensibel gesteuert werden.

Die Forscher:innen spekulierten, dass die Produktion von FTO in Pflanzen zu schnellerem Wachstum führen könnte. Sie sehen darin einen Ansatz zur Ertragssteigerung und Anpassung an die globale Erderwärmung.

Die Auswirkungen aber, die die Produktion von FTO in Pflanzen haben kann, sind kaum absehbar. FTO greift massiv in pflanzliche Regulierungsprozesse ein, die bisher unzureichend aufgeklärt sind. Die daraus resultierenden Konsequenzen innerhalb der Zelle sind schwer abschätzbar. Anbau und Verzehr von Gen-Reis und -Kartoffeln bergen daher ein großes Risiko für die Umwelt und den Menschen.

Solche Experimente mit menschlicher DNA in Pflanzen oder Tieren sind ethisch höchst fragwürdig. Zudem ist es gut möglich, dass der Nutzen nur marginal oder nicht vorhanden sein wird. Denn andere gentechnische Veränderungen von Pflanzen haben zwar im Labor gewünschte Effekte gezeigt, beim Anbau im Freiland haben die Gen-Pflanzen dann aber versagt. Die Stoffwechselvorgänge in den Pflanzen waren extrem gestört.

Was wir wirklich brauchen

Was wir angesichts des dramatisch fortschreitenden Klimawandels brauchen, sind nicht wenige gentechnisch „optimierte“ Pflanzenarten und Hochleistungsexemplare, sondern eine möglichst große Vielfalt: Eine Vielfalt an Sorten und Rassen, genetische Vielfalt innerhalb der Sorten und Rassen, sowie vielfältige Anbausysteme. Nur die Vielfalt sorgt für eine optimale lokale Anpassung und minimiert das Risiko von Missernten und Krankheiten.

Weiterführende Links:
Mehr über Gentechnik bei Pflanzen erfahren Sie auf unserer Themenseite
Mehr zu Risiken und Nebenwirkungen von Gentechnik lesen Sie hier

Das Protein FTO – wer’s genau wissen will:
Bei der Neubildung von Proteinen wird in den Zellen aller Lebewesen zunächst die DNA in mRNA übersetzt. Im weiteren Verlauf wird die mRNA, die den Bauplan für Proteine enthält, abgelesen. Die Vorgänge werden auf verschiedene Weise kontrolliert und reguliert, unter anderem über sogenannte Modifikationen. Dabei werden bestimmte chemische Gruppen an die DNA oder mRNA angehängt. Diese Modifikationen, zum Beispiel angehängte Methylgruppen, beeinflussen dann die Frequenz, mit der die DNA oder mRNA abgelesen wird. Das Protein FTO spielt im Regulierungsprozess der mRNA-Methylierung in menschlichen Zellen eine wichtige Rolle. Hier entfernt es Methylgruppen von der mRNA, dadurch wird die mRNA wieder vermehrt abgelesen. In Pflanzen kommt FTO natürlicherweise nicht vor, auch über die Funktion von mRNA-Methylierungen ist bisher sehr wenig bekannt.

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Genetic engineering without borders: rice and potatoes with human DNA?

(23.08.2021) Researchers have crossed another limit: They planted human DNA into rice and potato plants. This is supposed to promote faster growth. The effects of this questionable experiment cannot be foreseen, however, as this means intervention in sensitive processes within the plants that have hardly been researched.

To further maximize the yield of arable crops, researchers from the US and China have crossed a new frontier. They built a piece of human DNA into rice and potato plants. If the DNA is „read“ in the plant cells, a protein called „FTO“ is created. In humans, this protein intervenes in the regulatory processes of the cells.

The regulatory processes in which the human protein FTO is supposed to intervene in plant cells have so far hardly been researched. There are only a few studies with model plants that indicate that plant and root growth are sensitively controlled as a result.

The researchers speculated that the production of FTO in plants could lead to faster growth. They see it as an approach to increasing yields and adapting to global warming.

However, the effects that the production of FTO can have in plants can hardly be foreseen. FTO massively intervenes in plant-based regulatory processes that have not yet been adequately clarified. The resulting consequences within the cell are difficult to assess. The cultivation and consumption of GM rice and potatoes therefore pose a great risk to the environment and humans.

Such experiments with human DNA in plants or animals are ethically highly questionable. In addition, it is quite possible that the benefits will only be marginal or non-existent. Because other genetic modifications of plants have shown the desired effects in the laboratory, but the genetic plants then failed when cultivated in the field. The metabolic processes in the plants were extremely disturbed.

What we really need

In view of the dramatic advancing climate change, what we need are not a few genetically „optimized“ plant species and high-performance specimens, but as great a variety as possible: A variety of types and races, genetic diversity within the types and races, as well as diverse cultivation systems. Only variety supports  an optimal local adaptation and minimizes the risk of bad harvests and diseases.

Related Links (German only):
You can find out more about genetic engineering in plants on our topic page
Read more about the risks and side effects of genetic engineering here

The protein FTO – for those, who want to know more:
When new proteins are formed, the cells of all living things first translate the DNA into mRNA. The mRNA, which contains the blueprint for proteins, is then read. The processes are controlled and regulated in various ways, including so-called modifications. Certain chemical groups are attached to the DNA or mRNA. These modifications, for example attached methyl groups, then influence the frequency with which the DNA or mRNA is read. The FTO protein plays an important role in the regulation process of mRNA methylation in human cells. Here it removes methyl groups from the mRNA, which means that more of the mRNA is read again. FTO does not occur naturally in plants, and very little is known so far about the function of mRNA methylation.

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Erst hat man DNA von arktischen Fischen in Tomaten und Kartoffeln eingebaut, um sie frostfest zu machen (ob das letztendlich geklappt hat, weiss ich nicht), womit sie dann ja genau besehen nicht mehr für Vegetarier/Veganer geeignet wären, und jetzt dies. Jetzt werden wir zu Kannibalen … Was denn noch? DNA von Ausserirdischen? „Die spinnen, die Römer“, würde Obelix jetzt sagen …

… First scientists planted DNA from arctic fish into tomatoes and potatoes to make them hardy (I don’t know, if they actually succeeded), making them basically unsuitable for vegetarians/vegans, and now this. Now we develop into cannibals … What next? Aliens‘ DNA?
„The are crazy those Romans“, as Obelix would comment here …

Solidarisch geht anders … Solidarity works differently

Dieses Mal wieder zweisprachig, denn das geht alle etwas an. Das wird wohl mehr und mehr so werden …

… This time again in two languages, as this is important to all of us. … Which is more and more the case … The English version follows after the German in one block.

Solidarity works differently!
Out of the crisis – not back into it

Um die ökonomischen Folgen der Corona-Krise abzufedern, greift der Staat der Wirtschaft unter die Arme. Doch die Rettungspakete drohen die Klimakrise weiter anzuheizen, statt den dringend nötigen sozialen und ökologischen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft voranzubringen.

Corona wirkt wie ein Brandbeschleuniger für Ungerechtigkeiten – nicht nur beim Klimaschutz: überlastete und schlecht bezahlte Krankenpfleger:innen, unbezahlbare Mieten und Arbeitslosigkeit hier, Hunger und tödliche Fluchtrouten im Süden der Welt. Viele Menschen merken deutlich, dass wirtschaftliche Konkurrenz die wichtigen Fragen nicht regelt.

Jetzt ist oft von Solidarität die Rede. Applaus reicht aber nicht, Milliarden für Industrien von gestern schaden nur. Und Solidarität, die an Landesgrenzen Halt macht, ist keine. In einem heute gemeinsam mit über 50 Organisationen veröffentlichten Aufruf beziehen wir deshalb Position für eine solidarische Krisenbewältigung: Eine Politik, die den Weg in eine sozial und ökologisch gerechte Wirtschaft ermöglicht. Solidarisch für ALLE! In den nächsten Monaten sind von Seiten des Bündnisses mehrere Aktionstage geplant. Auftakt ist eine Aktionswoche vom 8. bis 16. Juni.

Mehr erfahren

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ENGLISH

In order to absorb the shock of the economic consequences caused by the Corona crisis, the government is helping the economy. But the rescue packages threaten to fuel the climate crisis further instead of promoting the urgently needed social and ecological restructuring of  economy and society.

Corona has the effect of a fire accelerant for injustices – not only when it comes to climate protection: overworked and poorly paid nurses, unaffordable rents and unemployment here; hunger and deadly escape routes in the south of the world. Many people clearly notice that economic competition does not regulate the important issues.

At the moment, there is often talk of solidarity. But applause is not enough, billions for yesterday’s industries only cause damage. And solidarity that stops at national borders is not solidarity. In a call published today, together with over 50 organizations, we are therefore taking a stand for solidarity-based crisis management: a policy that paves the road to a socially and ecologically just economy. Solidarity for EVERYONE! The alliance has planned several days of activities over the next few months. A start is made with an action week from June 8th to 16th.

More information

Es pressiert wohl noch nicht, ist aber wichtig … This is not that urgent yet, but it is important

… The English text will be displayed in one block after the German. I translated this, because I cannot possibly imagine that Germany is the only European country, in which this is happening, or, as it is, not happening. I am sure that there are similar activities and organizations in your respective countries.

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Klima-Pledge: Machen Sie die Bundestagswahl zur Klimawahl!

Stellen Sie sich vor, es ist Wahlkampf und alle sprechen übers Klima. Die Kanzler- und Spitzenkandidat:innen überbieten sich gegenseitig in ihren klimapolitischen Wahlversprechen. Und am Wahltag gewinnt das Klima. Für die neue Bundesregierung hat Klimaschutz oberste Priorität und schon nach 100 Tagen verabschiedet sie ein ambitioniertes Klimagesetz, das uns endlich auf Kurs mit dem Pariser Klimavertrag bringt.

Genau das ist das Ziel des Klima-Pledge (engl.: Versprechen). Gemeinsam mit Fridays for Future und einem breiten Bündnis machen wir die Bundestagswahl zur Klimawahl. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung: Versprechen Sie heute, Ihre Stimme der Partei zu geben, die sich am überzeugendsten für Klimaschutz einsetzt. Unterzeichnen Sie den Klima-Pledge!

Erst vor wenigen Tagen hat das Bundesverfassungsgericht geurteilt, dass das Klimaschutzgesetz der aktuellen Bundesregierung in Teilen verfassungswidrig ist. Es lädt die Hauptlast der Emissionsreduktion auf künftige Generationen und schränkt damit deren Freiheiten unverhältnismäßig ein. Jetzt versucht die Bundesregierung, hastig nachzubessern. Doch auch der von Umweltministerin Schulze vorgelegte Entwurf für eine Novelle des Klimaschutzgesetzes reicht nicht, um die Erderhitzung genug einzudämmen und katastrophale Folgen abzuwenden. Am 26. September 2021 entscheiden wir: Wählen wir weitere vier Jahre klimapolitischen Stillstand oder wird künftig ambitionierter Klimaschutz möglich?

Diese Entscheidung fällen wir nicht nur an den Wahlurnen, sondern auch schon im Wahlkampf: Wir beeinflussen die Stimmung durch persönliche Gespräche, unsere Teilnahme an Demonstrationen und auf den sozialen Medien. Im zweiten Teil des Klima Pledges versprechen wir daher, zu Botschafter:innen der Kampagne zu werden. Gemeinsam mit vielen hunderttausend Menschen und vielfältigen kreativen Aktionen machen wir die Wahl zur Klimawahl!

JETZT MITMACHEN

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… Imagine it’s an election campaign and everyone is talking about the climate. The Chancellor and prime candidates outbid each other in their climate policy election promises. And on election day the climate wins. For the new federal government, climate protection has top priority and after just 100 days it will pass an ambitious climate law that will finally get us on track with the Paris climate treaty.

That is exactly the aim of the climate pledge. Together with Fridays for Future and a broad alliance, we are turning the federal election into a climate election. For this we need your support: Promise today that you will vote for the party that campaigns most convincingly for climate protection. Sign the Climate Pledge!

Just a few days ago the Federal Constitutional Court ruled that the current federal government’s climate protection law is partly unconstitutional. It places the main burden of emissions reduction on future generations and thus disproportionately restricts their freedom. Now the federal government is trying hastily to make improvements. But even the draft of an amendment to the Climate Protection Act submitted by Environment Minister Schulze is not enough to curb global warming enough and avert catastrophic consequences. On September 26, 2021 we will decide: Should we choose another four years of stagnation in climate policy or will ambitious climate protection be possible in the future?

We make this decision not only at the ballots, but also during the election campaign: We influence the mood through personal conversations, our participation in demonstrations and on social media. In the second part of the Climate Pledge we, therefore, promise to become ambassadors for the campaign. Together with many hundreds of thousands of people and a variety of creative activities, we change the election into a climate election!

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Schlagzeilen (33) … Headlines (33)

Besuch: Der ist wieder auf dem Weg nach Lolland. Die geliebten Routinen (Yoga, Meditation, Bewegung) können wieder aufgenommen werden. Es ist irgendwie seltsam zu sehen, wenn Leute, die jünger sind als man selber, sich schlechter bewegen können. Aber wir waren immerhin im Wikingerdorf Yxengaard und in Lønstrup.

… Visitors: They are on their way back to Lolland. The beloved routines (Yoga, meditation, exercise) can be taken up again. It is a bit strange, when people who are younger than oneself, are in worse physical condition. But we made it to the viking village Yxengaard and to Lønstrup.

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Garten: Meine Kletterrosen haben remontiert, sind aber etwas mickerig im Vergleich zu sonst. Ich werde nicht umhin kommen, sie aus den Containern direkt in die Erde zu pflanzen. Alle Rosen hatten entweder Rosenrost oder Sternrusstau und haben nach der ersten Blüte alle Blätter abgeworfen, die ich dann immer gleich aufgesammelt und entsorgt habe. Ich werde sie daher ganz runterschneiden und ohne Wurzeln und die alte Erde einpflanzen, so als ob ich sie ganz neu gekauft hätte.

… Garden: My climbing roses have remontant-ed, but are a bit pitiful in comparison to their usual growth. I am afraid that I cannot avoid planting them out (they are in large containers right now). All roses suffered either from rose rust or black spot, and have lost all their leaves after the first blossom, which I then always collected and threw out. I will, therefore, cut them down and replant them without the fine roots and the old soil, the way that I have bought them.

Die einzige Rose, die bisher gar keine Pilzkrankheit gezeigt hat, ist der Steckling von „New Dawn“.

… The only rose that has not shown any fungal disease yet is the cutting of „New Dawn“.


Die Mutterpflanze hat zu kämpfen, denn direkt hinter ihr steht eine gigantische Herbstaster. Ich wusste gar nicht, dass die so hoch werden können (170 cm). Aber sie hat natürlich den Rosendünger mitbekommen. Ich werde die Aster nach der Blüte woanders hinpflanzen, dann kommt die Rose sich auch wieder.

… The mother plant is fighting a hard battle against the gigantic asters that grows directly behind it. I had no idea that asters could get that high (170 cm/68 inches). But it enjoyed its part of the rose fertilizer, of course. I will plant it somewhere else after flowering, so that the rose gets a chance.

Die Astern fangen jetzt überall an zu blühen. Letztes Jahr hatte ich einige abgebrochene Äste, die ich einfach in die Erde gesteckt habe, und dieses Jahr sind es schon kleine Büsche. Natur ist doch fantastisch!

… The asters are starting to flower everywhere. Last year I had some broken off branches that I just stuck into the soil where there was space, and this year they have already grown into small bushes. Nature is just fantastic!


Und unsere späten Himbeeren versorgen uns mit den wunderbarsten Früchten.

… And our late raspberry plants supply us with the most wonderful berries.

Musik: Viel ist in den letzten Wochen nicht passiert; wir haben natürlich geübt und haben jetzt alle 8 Lieder von Neighbours and Friends (die wir gekauft haben) in unserem Repertoire. Die Musikstücke sind teilweise recht anspruchsvoll und mit Keyboard Soli verbunden. Unsere Sängerin, die auch anderweitig künstlerisch begabt ist, wird ein Poster für die Band kreieren. Obwohl, ich habe nicht die geringste Ahnung, ob wir jemals vor einem Publikum spielen werden. Mir persönlich ist das allerdings auch gar nicht so wichtig.

… Music: Not much new has happened during the last few weeks; we rehearsed, of course, and have now all 8 songs (which we bought) by Neigbours and Friends in our repertoire. Some of them are rather challenging and have keyboard soli incorporated. Our singer, who is also otherwise artistically gifted, will design a poster for our band. Although I have no idea, if we will ever get to play for an audience. For me that is actually not that important.

Waldbrände in Oregon: Viele Wochen lang brennt die amerikanische Westküste in Californien und Oregon. Die Stadt, in der mein „kleiner“ Bruder und seine Familie in Oregon wohnen, sind von Feuern umgeben. Es hat dort vier Monate nicht geregnet und alles brennt wie Zunder. Starke Winde haben dann noch für Funkenflug gesorgt. Der Wind hat sich vor ein paar Tagen gelegt und die Alarmbereitschaft „jetzt müsst ihr packen“ ist abgeblasen worden … bis auf weiteres. Wir sind jedenfalls erst einmal erleichtert.
In der dänischen Presse wurde berichtet, dass die Leute nur wenige Minuten bekommen, um zusammenzupacken und zu verschwinden (typisch Sensationspresse). Das stimmt nicht ganz. Es gibt ein Warnsystem mit verschiedenen Stadien: 1) Bereite dich vor, 2) Pack deine Sachen, 3) Nichts wie weg. Wenn ich Kinder hätte, ginge ich wahrscheinlich schon bei 2). Es gibt immer Leute, die ihr Haus nicht verlassen wollen und zulange warten; für die wird es dann manchmal knapp. Mir wäre Leben auf jeden Fall wichtiger als materielle Dinge.

… Wild fires in Oregon: For many weeks the American west coast has been aflame in California and Oregon. The town in Oregon, where my younger brother and his family live, is surrounded by fires. It hasn’t rained there for four month in a row, and things burn like tinder. Strong winds have blown sparks all over the place. A few days ago, the wind has died down and the alarm „pack your things“ has been canceled … until further notice. In any case, that comes as a relief.
The Danish press (typically sensationalist) reported that people only get a few minutes to pack and flee. That is not quite correct. There is an alarm system in place with three stages: 1) get ready to get ready, 2) get ready and pack up, 3) GO. If I had children, I guess I would leave already at 2). There are always people, who do not want to leave their houses and wait too long; for them it might get a bit tight. I would choose life anytime over material things.

Salem, Oregon, der Himmel brennt/ … the sky on fire – 8. September 2020
Der Rauch legt sich langsam und ist jetzt „nur“ noch ungesund und nicht mehr gefährlich.
… The smoke is clearing and is now „only“ unhealthy and not hazardous anymore.


Wie ihr seht, werden wir immer in irgendeiner Form in Trab gehalten. In Oregon ist Covid-19 jedenfalls erst einmal völlig nebensächlich, wenn ganze Dörfer abbrennen und die Menschen ihre Bleibe und all ihr Habengut verlieren.

… As you see, we are always on our toes in one or the other form. One thing is certain, Covid-19 is at the moment completely of secondary interest in Oregon, where entire villages are destroyed and people lose their homes and all their belongings.

Lasst uns alle den Moment nutzen, positiv im Hier und Jetzt leben, denn wir wissen nie, wann es vorbei ist. Der Tod ist nicht das Ende, sondern nur eine Transformation in einen anderen Zustand. Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln …

… Let us all use the moment, live positively in the here and now, as we never know, when it will be over. Death is not the end, but a transformation into another state of being. The Lord is my shepherd, I will want nothing …

Aktion giftfreier Garten … Project poison free garden

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Eine neue Nachbarin hat mich auf diese Aktion aufmerksam gemacht, die von Danmarks naturfrednings forening (Dänemarks Naturschutzverein) ins Leben gerufen wurde. Man kann seinen Garten bei ihnen anmelden und verpflichtet sich damit, bei sich im Garten keine Gifte zu versprühen. Als Willkommen erhält man eine Broschüre mit Ratschlägen, wie man seinen Garten ohne Gifte gesund erhält, ein Kinderbuch, dass das Thema Umwelt behandelt (Wo sind meine Schmetterlinge) und Aufkleber für den Briefkasten.

… A new neighbour has pointed out this project to me, which was started by Danmarks naturfrednings forening (Denmark’s nature protection association). One can register one’s garden there and commits to not using poison. As a welcome, one receives a brochure with advice how to keep your garden healthy without poisons; a children’s book about the topic environment (Where are my butterflies), and stickers for the letter box.

Die Gemeinschaft hat bereits 14.500 Mitglieder, die sich aus Villagärten, Schrebergärten, Landhausgärten und Ferienhausgärten zusammensetzen. Ausserdem haben mehrere Wasserwerke und andere Firmen ihre Grundstücke als giftfrei registriert.

… The community has already 14,500 members, which consist of villa gardens, allotment gardens, country house gardens and holiday cottage gardens. In addition, several water supply and other companies have registered their properties as poison free.

Alles in Allem umfasst das Projekt „Giftfreier Garten“ jetzt ein Areal von mehr als 38 Millionen Quadratmetern auf Dänemarks Landkarte. Das entspricht  6,5 Quadratmetern pro Einwohner.

… All in all the project „poison free garden“ now comprises an area of more than 38 million square metres on the map over Denmark. That equals 6.5 square metres per citizen. (These are European square metres, 1 m by 1 m / 3.28 ft by 3.28 ft.)

Top 10: Kommune: Anzahl giftfreie  m

… Top 10: Municipality: Number of poison free sqm.

  1. Gribskov: 1.921.490 m2
  2. Hjørring: 1.438.626 m2
  3. København: 1.385.993 m2
  4. Hillerød: 1.274.713 m2
  5. Bornholm: 1.247.623 m2
  6. Lejre: 1.197.527 m2
  7. Brønderslev: 1.134.910 m2
  8. Roskilde: 1.077.058 m2
  9. Svendborg: 966.272 m2
  10. Kalundborg: 930.791 m2

 

Gleichzeitig kann man beim Verein Samen für Wildblumenwiesen bekommen und Ratschläge für insekten- und vogelfreundliche Bepflanzung.

… At the same time one can get seeds for wildflower meadows and advice for planting an insect and bird friendly garden.

Ich freue mich, dass ich darauf aufmerksam gemacht worden bin. Ich habe es ja sowieso nicht so mit Giften, aber es ist gut zu wissen, dass das jetzt Kreise zieht. Macht’s mal gut, alle zusammen, und frohlockt, denn bald könnt ihr wieder nach Dänemark reisen …

… I am glad that somebody pointed this out to me. I am not the great poison enthusiast to begin with, but it is good to know, that this is making waves. Have a pleasant day, everybody, and rejoice, soon you might be able to travel to Denmark again …

Südtirol: Vergiftete Empfehlung

 

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Südtirol: Vergiftete Empfehlung

Die EU hat im Januar beschlossen, Chlorpyrifos-methyl zu verbieten, weil das Insektizid die Gehirnentwicklung von Kindern beeinträchtigen kann.

Der Südtiroler Beratungsring empfiehlt dennoch, das Mittel vor Ablauf der Verkaufsfrist noch einmal einzukaufen und im Obstbau anzuwenden.

In einem offenen Brief forderten wir deshalb, die Empfehlung zurückzunehmen und brachten das Thema damit in viele Südtiroler Medien.

Zum offenen Brief

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Mein Senf dazu:

Was geht in den Köpfen von den Leuten vor, die solche Empfehlungen abgeben? Damit entlarven sie sich doch 100% als Marionetten der Hersteller. Warum würden sie eine solche Empfehlung abgeben, wenn sie nicht finanziell davon profitierten?

Ich habe mir mal diese Liste der aktuell im Handel erhältlichen Gifte angesehen, da wird einem schlecht.

Aber typisch ist so ein Verhalten. Hier in Dänemark haben auch viele Leute vor dem Verbot Roundup gehamstert, denn was man zur Zeit des Inkrafttretens im Schuppen hatte, durfte man noch benutzen.

Der Mensch ist ein sehr seltsames Wesen … und angeblich sind wir doch vernunftbegabt …

 

Paulo Guajajara – Er opferte sein Leben für den Amazonas … He gave his life for the Amazon

Liebe Leser, ich möchte diese Gelegenheit ergreifen und euch anhand der nachstehenden Kampagne die weltweite Organisation AVAAZ vorstellen. Im Moment sind über 55 Millionen Menschen aus aller Welt an AVAAZ angeschlossen. Am Ende, nach dem englischen Text, sind noch einige weitere Informations-Links aufgeführt.

… Dear Readers, I should like to take this opportunity – on the basis of the below campaign – to present to you the worldwide organization AVAAZ. At the moment there are more than 55 millions of people from all over the world connected to AVAAZ. The English version of the text follows after the German.

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(Foto: Pixabay)

AVAAZ

Sie haben es vielleicht nicht gewusst, aber Paulo Guajajara hat für uns alle gekämpft.

Er hat für das Amazonas-Gebiet gekämpft, die in einen eskalierenden Krieg verwickelt war, um den Regenwald zu retten – und war bereit, sein Leben dafür zu geben, um die Holzfäller, Bergleute und rücksichtslosen multinationalen Unternehmen aufzuhalten.

Und dann, eines Tages, als er den Wald bewachte, passierte es: Paulo wurde von fünf illegalen Holzfällern überfallen, von einef Kugel ins Gesicht getroffen und starb – umgeben von den Bäumen, die er zu retten versuchte.

Aber es ist nicht nur sein Krieg – dieser Kampf gehört uns allen, denn was mit dem Amazonas passiert, wirkt sich auf alles aus. Und so sind die Amazonas-Wächter immer noch da draußen und geben alles, was sie können, aber sie können es nicht alleine tun.

Sie brauchen unsere Hilfe.

Wenn wir jetzt alle beitragen, können wir GPS- und Satellitentelefone bereitstellen, um sie zu schützen, die besten Anwälte, um sie zu unterstützen, erstklassige Medienpräsenz und leistungsstarke Kampagnen, um den Schutz der Wälder und der biologischen Vielfalt zu gewährleisten, den wir benötigen.

Während sie an vorderster Front stehen, sind wir die Verstärkung: eine globale Gemeinschaft mit unaufhaltsamer Macht, die Verteidiger zu verteidigen. Lass es uns benutzen.

Die Entwaldung des Amazonas ist in einem Jahr um 85% gestiegen, und jetzt will der rechte brasilianische Präsident riesige Schutzgebiete für Öl und Gas, Bergbau und Holzeinschlag öffnen. Wir können es uns nicht leisten, diese unerbittlichen Angriffe auf den Amazonas siegen zu lassen.

Doch in diesem ungleichsten Krieg geben diese Waldverteidiger bereits alles, was sie haben. Wenn sie jemals unsere Hilfe brauchten, dann jetzt. Wenn wir genügend Spenden aufbringen können, können wir:

  • Die besten Sicherheitsexperten einstellen und einen Sofortalarm auslösen, wann immer Angriffe eskalieren
  • Journalisten und Fotografen rekrutieren und ihre Geschichte auf globaler Ebene erzählen
  • Forschung finanzieren, die die Hintermänner der Angriffe aufdeckt und dann hilft, sie vor Gericht zu stellen
  • Kampagneen für weitreichende, langfristige Schutzmaßnahmen für den Amazonas und die Biodiversitäts-Hotspots auf der ganzen Welt organisieren.

Diese Wächter werden angegriffen, weil sie das unersetzliche Wunder des Amazonas verstanden haben – und während so viel anderes dem Erdboden gleich gemacht und geplündert wurde, haben sie es beschützt: eine grüne Insel in einem Meer der Zerstörung. Aber sie können es nicht alleine schaffen.

Spenden Sie, was Sie können – lassen Sie uns die Magie unserer Bewegung entfesseln, um die tapferen Waldverteidiger im gesamten Amazonasgebiet und für alles Leben auf der Erde zu erheben und zu schützen.

Von Südafrika bis Grönland und von Peru bis China umfasst unsere Bewegung die Welt – und doch sind wir alle untrennbar mit dem Amazonas und seinem Leben verbunden, egal wo wir uns befinden. Sein Schicksal ist unser eigenes, und in diesem monumentalen Kampf um die Natur kann es keine Zuschauer geben. Dieser Kampf geht uns alle an.

Mit endloser Hoffnung und Entschlossenheit

Mike, Marigona, Christoph, Diego, Laura, Oscar, Martyna and the rest of the Avaaz team

SPENDEN:

 

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ENGLISH

AVAAZ

You may not have known it, but Paulo Guajajara was fighting for all of us.

He was an Amazon defender, locked in an escalating war to save the rainforest — and ready to give his life stopping the loggers, miners, and ruthless multinationals.

And then one day, as he was guarding the forest, it happened: Paulo was ambushed by five illegal loggers, took a bullet to the face, and died — surrounded by the trees he was trying to save.

But it’s not just his war — this battle belongs to us all because what happens to the Amazon affects everything. And so the Amazon defenders are still out there, giving everything they can, but they can’t do it alone.

They need our help.

If we all chip in now, we can provide GPS and satellite phones to keep them safe, the smartest lawyers to back them up, world class media exposure, and powerful campaigns to secure the forest and biodiversity protections we need.

If they’re on the frontlines, we’re the reinforcements: a global community with unstoppable power to defend the defenders. Let’s use it.

Amazon deforestation is up 85% in a year, and now Brazil’s right-wing president wants to open up vast protected areas to oil and gas, mining and logging. We can’t afford to let these relentless attacks on the Amazon succeed.

Yet in this most unequal war, these forest defenders are already giving all they’ve got. If there was ever a moment when they needed our help, it is now. If we can raise enough, we can:

  • Hire the best security experts and launch a rapid-response alarm whenever attacks escalate
  • Recruit journalists and photographers, and tell their story on a global scale
  • Fund research exposing those behind the attacks, and then help bring them to justice
  • Campaign to win far-reaching, long term protections for the Amazon and biodiversity hotspots around the world.

These guardians are under attack because they understood the irreplaceable wonder of the Amazon — and while so much else was scraped and plundered, they protected it: an island of green in a sea of destruction. But they can’t do it alone.

Donate what you can — let’s unleash the magic of our movement to lift up and protect the brave forest defenders, all over the Amazon, and for all life on Earth.

From South Africa to Greenland, and from Peru to China, our movement wraps the world — and yet no matter where you are, we are all inextricably linked to the Amazon and the life it holds. Its fate is our own, and in this monumental battle for nature, there can be no bystanders. This fight belongs to us all.

With endless hope and determination,

Mike, Marigona, Christoph, Diego, Laura, Oscar, Martyna and the rest of the Avaaz team

DONATIONS:

 

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Mehr Information:                               … More information:

Brazilian ‚forest guardian‘ killed by illegal loggers in ambush (The Guardian)
https://www.theguardian.com/world/2019/nov/02/brazilian-forest-guardian-killed-by-illegal-loggers-in-ambush

Brazil’s indigenous communities resist Bolsonaro (Deutsche Welle)
https://www.dw.com/en/brazils-indigenous-communities-resist-bolsonaro/a-51909742

Brazil’s Bolsonaro unveils bill to allow commercial mining on indigenous land (The Guardian)
https://www.theguardian.com/world/2020/feb/06/brazil-bolsonaro-commercial-mining-indigenous-land-bill

Brazil Amazon deforestation jumped 85% in 2019 vs 2018: government data (Reuters)
https://www.reuters.com/article/us-brazil-deforestation/brazil-amazon-deforestation-jumped-85-in-2019-vs-2018-government-data-idUSKBN1ZD2W0

Conservationists Worry about Amazon’s Fate after Bolsonaro’s Victory in Brazil (Scientific American)
https://www.scientificamerican.com/article/conservationists-worry-about-amazons-fate-after-bolsonaro…

 

„Bienen und Bauern retten“: Vandana Shiva wird Schirmherrin (as an exception with English translation)

Umweltinstitut_Logo

Die Europäische Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten“ bekommt prominente Unterstützung: Die Trägerin des alternativen Nobelpreises Vandana Shiva übernahm letzte Woche offiziell die Schirmherrschaft. Mit der Initiative fordern wir ein schrittweises EU-weites Verbot chemisch-synthetischer Pestizide, Maßnahmen für die Erholung der Artenvielfalt und eine EU-Agrarpolitik, die Bäuerinnen und Bauern unterstützt, nachhaltig zu wirtschaften.

Während ihrer Vortragstournee durch Bayern erklärte die indische Wissenschaftlerin und Saatgutaktivistin öffentlich ihre Unterstützung für die Kampagne: „Wenn wir die Bienen und Insekten nicht retten, sind auch die LandwirtInnen verloren. Aber wir kämpfen mit der Initiative auch für unsere nächste Generation. Mit größter Freude werde ich als Patin einen aktiven Beitrag leisten, dass die Europäische Bürgerinitiative der Weckruf an die PolitikerInnen in Europa wird, nun endlich konsequent und mutig zu sein.“

Schließen auch Sie sich Vandana Shiva an und unterschreiben Sie jetzt gleich die Europäische Bürgerinitiative. Schon fast 160.000 Menschen haben teilgenommen. Wenn wir es schaffen, bis Ende September 2020 europaweit eine Million Stimmen zu sammeln, ist die EU-Kommission rechtlich verpflichtet, sich unseren Forderungen zu stellen. Helfen Sie uns dabei, Bienen und Bauern zu retten?

JETZT MITMACHEN

Vandana_UmweltinstitutMuenchen
(Foto: Umweltinstitut München, Antonia Messerschmitt)

ENGLISH

„Save the bees and the farmers“: Vandana Shiva becomes protectress of this citizens‘ initiative.

The European citizens‘ initiative „Save bees and farmers“ gets prominent support: The winner of the alternative Nobel Prize Vandana Shiva officially took over the patronage last week. With the initiative, we are calling for a gradual EU-wide ban on chemical-synthetic pesticides, measures for the recovery of biodiversity and an EU agricultural policy that supports farmers in sustainable farming.

During her lecture tour through Bavaria, the Indian scientist and seed activist publicly declared her support for the campaign: “If we don’t save the bees and insects, the farmers will also be lost. But we are also fighting for our next generation with the initiative. With great pleasure I, as a godmother, will make an active contribution to making the European Citizens‘ Initiative a wake-up call to politicians in Europe to finally be consistent and courageous. “

Join Vandana Shiva and sign the European Citizens‘ Initiative now. Almost 160,000 people have participated. If we can collect a million votes across Europe by the end of September 2020, the EU Commission is legally obliged to deal with our demands. Can you help us save bees and farmers?

PARTICIPATE NOW

Das pressiert mehr und mehr …

Umweltinstitut_Logo

Brennende Wälder, schmelzende Pole, vertrocknete Äcker und Hitzerekorde: Der Sommer 2019 gibt uns einen bitteren Vorgeschmack auf die drohende Klimakatastrophe. Unsere Kinder haben Angst um ihre Zukunft – und das zu Recht. Sie erwarten von der Politik, dass sie Verantwortung übernimmt. Deshalb gehen sie seit Monaten jeden Freitag auf die Straßen. Nun rufen die Jugendlichen uns alle dazu auf, sich ihrem Protest am 20. September bei einem Klimastreik aller Generationen anzuschließen.

Der Zeitpunkt könnte nicht besser gewählt sein: Am gleichen Tag will die Bundesregierung die Weichen für die Klimapolitik der nächsten Jahre stellen. Umso wichtiger ist es, dass sich am 20. September möglichst viele Menschen beteiligen. Mit dem Klimastreik machen wir der Regierung deutlich: Wenn die Politik uns nicht vor der Klimakrise schützt, bleiben nicht nur die Schulbänke leer, sondern auch die Läden, Werkstätten und Büros. Warum sollen wir für eine Zukunft schuften, die es nicht gibt?

Wir dürfen die junge Generation in diesem entscheidenden Moment nicht im Stich lassen. Gemeinsam mit vielen anderen Verbänden mobilisieren wir deshalb unter dem Motto #AlleFürsKlima für die Demonstrationen am 20. September. Bitte machen auch Sie mit: Auf unserer Aktionsseite erfahren Sie, wie und wo Sie sich beteiligen können. Auch, wenn Sie an dem Tag eigentlich arbeiten müssten.

Alle Infos zum Klimastreik