Hoffentlich bald …

Es war mir schon länger klar, jedenfalls theoretisch, aber heute hat es wie ein Blitz eingeschlagen und ist zur Erkenntnis geworden:

Irgendwann werde ich sterben und muss alles zurücklassen, was mir lieb oder eigen ist.

Irgendwann kann ich nicht mehr planen, welche Pflanzen ich aus dem Garten ausgraben und in die nächste Bleibe mitnehmen möchte.

Irgendwann landet alles, was ich besitze, höchstwahrscheinlich auf dem Müll oder in einem Second-Hand-Laden.

Irgendwann vor meinem Ableben muss ich mich mit banalen, administrativen Problemen auseinandersetzen. Wenn ich zu lange damit warte, kann es teuer für die Hinterbliebenen werden.

Irgendwann verteile ich am besten alles und wohne den Rest meiner Tage möbliert oder mit Second-Hand-Möbeln.

Irgendwann werde ich nicht mehr meine ach so wichtige Meinung zu allen möglichen Ereignissen zum besten geben können.

Aber wann?

Am besten jetzt schon loslassen.

Am besten sich jetzt schon innerlich lösen.
Worauf warte ich?

Nur das Heute ist Realität. Gestern ist vorbei und existiert schon fast nicht mehr. Morgen steht noch nicht ganz fest. Also heute.

Wenn ich die Kodierung der Matrix durchschauen lerne, kann ich sie verändern, wenn ich das als sinnvoll ansehe, oder ihr entsteigen. Alles innerhalb der Matrix besteht aus den gleichen Bausteinen, auch meine menschliche Gestalt. Und doch gibt es etwas in mir, das eine andere Kodierung hat, das nicht zur Matrix-Welt gehört. Mit der Hilfe dieses Elementes kann meine Essenz ihre Schwingung erhöhen und sich von der Matrixwelt lösen.

Irgendwann …

Irgendwann?

Hoffentlich bald!

Manchmal findet man Perlen in einer Scheune …

Letzten Sommer (2014) waren wir mit Freunden bei einem Country&Western Konzert im Norden Schleswig-Holsteins an der Küste. Es fand in einem kleinen Ort (Namen vergessen, höchstwahrscheinlich Howacht) in einer Scheune statt. Country&Western ist immer gut, dachten wir, macht gute Laune. Die Künstlerin war Bet Williams, die uns bis dahin noch unbekannt war.

Es begann dann auch sehr Country-mässig, gute Künstler, gute Stimmen. Aber dann gab Bet ein spirituelles aramäisches Lied zum besten, das mich umgehauen hat.

Ihr Mann ist Armenier (John Hodian), und die beiden haben historische und spirituelle Reisen durch u. a. Armenien gemacht. Daraus entstanden Musiksammlungen, die sie unter dem Namen ”Epiphany Project” publizieren und alte spirituelle Lieder aus aller Welt enthalten.

Sie werden 2016 mit dem Epiphany Project wieder nach Deutschland kommen. Wer interessiert ist, hier ihr Spielplan: http://epiphanyrecords.com/tours/ und ein wenig über das Projekt selbst: http://epiphanyrecords.com/epiphany-project/

Sie sind auch auf YouTube vertreten, wenn ihr mal hören wollt: https://www.youtube.com/watch?v=HFnHknNnB1o&index=4&list=PLECCC61804F793DD2

Was mich veranlasst hat, diesen Beitrag zu schreiben ist, dass ich heute morgen zum ersten Mal den Text von einem Lied richtig durchgelesen habe. Es handelt sich hier um das Vaterunser, das Neil Douglas-Klotz wortgerecht aus dem Aramäischen übersetzt hat. Das Ergebnis ist doch sehr anders als das heutige Vaterunser …

Hier die englische Version (ich versuche dann weiter unten, das in ordentliches und inhaltsgerechtes Deutsch zu bringen):

O, Birther of the Cosmos, focus your light witin us,
Create your reign of unity now
Your one desire then acts with ours
As in all light, so in all forms
Grant us what we need each day in bread and insight:
Loose the cords of mistakes binding us,
As we release the strands we hold of others’ guilt.
Don’t let surface things delude us,
But free us from what holds us back.
From you is born all ruling will,
The power and the life to do,
The song that beautifies all,
From age to age it renews,
I affirm tis with my whole being.

Oh, Gebärer des Kosmos, konzentriere dein Licht in uns,
Erschaffe jetzt dein Reich der Einheit,
Dein einziger Wunsch agiert dann mit unseren (Wünschen),
Sowohl in allem Licht, als auch in allen Formen,
Gewähre uns, was wir jeden Tag benötigen an Brot und Einsicht,
Löse die Stricke der Fehler, die uns binden,
Wie wir die Stricke lösen, die wir halten von der Schuld anderer.
Lass die oberflächlichen Dinge uns nicht täuschen,
Sondern befreie uns von dem, was uns zurückhält.
Aus dir ist aller herrschender Wille geboren,
die Kraft und das Leben zum Tun,
Das Lied, das alles verschönert,
dies erneuert sich von Zeitalter zu Zeitalter,
Ich bekräftige dies mit meinem ganzen Wesen.