Meine Lieblingsbücher … My favourite books

Beim Einpacken der Bücher neulich für den internen Umzug, habe ich mich mal gefragt, welche zehn Bücher ich mitnehmen würde, wenn es nicht mehr als zehn sein könnten.

… When taking down the books last week for the internal moving, I asked myself, which ten books I would choose, if I could only keep ten.

Hier sind sie, die Bücher (in keiner bestimmten Reihenfolge), die ich tatsächlich immer wieder lese:

… Here they are, the books (in no particular order), which I indeed read again and again:


Jean Giono: Der Träumer (Originaltitel: Jean le bleu. Ich habe es immer noch nicht geschafft, eine Originalausgabe auf Französisch zu bekommen.) Jean Giono schreibt Poesie in Prosa, wenn ihr versteht, was ich meine, und es kommt sogar in der deutschen Übersetzung zum Ausdruck. Es zu lesen ist reiner Genuss. (Ich habe zwei weitere Bücher von ihm auf Französisch.) [Gefunden: Flohmarkt]

… Jean Giono: Der Träumer (The dreamer, original title: Jean le bleu. I still haven’t managed to get an original edition in French.) Jean Giono writes poetry in prose, if you understand what I mean, it even shows in the German translation. Reading him is pure joy. (I have two other books by him in French.) [Found: Flea market]

Stephen McKenna: The sixth sense (Der sechste Sinn). Die Geschichte spielt zur Zeit der Suffragetten und zeigt die große Heuchelei der Gesellschaft auf und was reine Liebe erreichen kann. Ich finde auch den geschichtlichen Aspekt, die Souffragetten-Bewegung in England recht interessant. Dem Einsatz dieser Damen verdanken wir so Einiges, was für uns heute so selbstverständlich ist. [Gefunden: Flohmarkt]

… Stephen McKenna: The sixth sense. This takes place during the time of the suffragettes and depicts the great hypocrisy of society and what pure love can achieve. I also find the historical aspect interesting, the souffragette movement in Great Britain. Thanks to the dedication of these ladies, we have a level of freedom that is so matter of course for us nowadays. [Found: Flea market]

Adam Spence:  Way to go (Das kann man mit „Gut gemacht“ übersetzen, und im Hinblick auf ein Bestattungsunternehmen kann es auch so viel wie „eine gute Art abzutreten“ bedeuten. Es geht in dem Buch um einen jungen Mann, der das Bestattungsunternehmen seines Vaters erbt und es auf Grund unangenehmer Kindheitserinnerungen nicht wirklich haben will. Aber dann akzeptiert er es und gibt ihm mit den fantastischsten Bestattungen seine persönliche Note. [Gefunden: Es lag auf dem Tisch einer Jugendtagesstätte. Ich habe hineingeschaut und es dann in einem Second-Hand-Laden erstanden.]

… Adam Spence: Way to go. It is about a young man, who inherits the undertaking business from his father and does not really want it because of unpleasant childhood memories. But then he accepts it and makes it his very own with the most fantastic burials. [Found: on the table of a youth daycare center. I took a look and then bought it second hand.]

Arundhati Roy: The God of small things (Der Gott der kleinen Dinge). Es ist schwer, das Buch in ein oder zwei Sätzen zu beschreiben. Es geht um Menschen wie du und ich, geschrieben mit Liebe und Verständnis, bitteren Früchten und Humor. Einfach „nur“ über das Leben … eine wundervolle Lektüre. [Geschenk einer Freundin]

… Arundhati Roy: The God of Small Things. It is hard to describe it in one or two sentences. It is about people like you and me, written with love and understanding, bitter fruit and humour. „Just“ about life … a wonderful read. [Gift from a friend]

Amy Tan: The 1000 secret senses (Die 100 geheimen Sinne). Eine Frau möchte herausfinden, wie sie in ihrer letzten Inkarnation gestorben ist, da es auf eine Weise geschehen ist, die sie nicht kommen sah. Es lehrt uns Toleranz gegenüber Menschen und Dingen, die wir möglicherweise nicht sofort verstehen, und wie stark manche Menschen lieben können. [Als Fluglektüre in einem Flughafen gekauft]

… Amy Tan: The 100 secret senses. A woman is trying to find out, how she died in her last incarnation, as it happened in a way she didn’t see coming. It teaches us tolerance towards people and things we might not understand right away, and how powerfully some people are able to love. [Bought as flight reading at an airport]

Margaret Atwood: The robber bride (Die Räuberbraut). Dies ist ein Drama, das niemals langweilig wird. Die Räuberbraut ist eine Person, die sich anderen überlegen fühlt und sie ohne Scham manipuliert. Aber wird ihr dies letztendlich von Nutzen sein? Und was sind eigentlich ihre Beweggründe? [Als Fluglektüre in einem Flughafen gekauft]

… Margaret Atwood: The Robber Bride. This is a drama that never gets boring. The robber bride is a person who feels superior to others and manipulates them without shame. But will this be of use to her in the end? And what, actually, are her motives? [Bought as flight reading at an airport]

Elif Shafak: The forty rules of love (Die vierzig Regeln der Liebe). In diesem Buch laufen zwei Geschichten parallel. Die eine handelt von dem Dichter Rumi, der seinen Lehrer und Seelengefährten in Shams aus Tabriz findet. Die andere erzählt von einer Frau, die sich von ihren täglichen Lügen befreit und nicht mehr durch andere leben will. Die 40 Regeln der Liebe habe ich euch ja bereits als Sonnabend-Serie vorgestellt.[Im Flughafen Istanbul als Lesematerial für den Heimflug gekauft.]

… Elif Shafak: The forty rules of love. Two stories run parallel in this book. One is about the poet Rumi, who finds his teacher and soulmate in Shams of Tabriz. The other tells of a woman who frees herself from her daily lies and no longer wants to live through others. I have already presented the 40 rules of love to you in a Saturday series. [Purchased at Istanbul Airport as flight reading]

M. M. Kaye: The far pavilions (Die fernen Pavillons, von dem ich momentan leider keine Kopie habe, wohin ist es verschwunden?) Es handelt von einem britischen Jungen, der von seiner indischen Nanny gerettet wird und sowohl als Hindu als auch als Moslem aufwächst, als seine Eltern sterben. Das hat recht interessante Implikationen für ihn in seinem späteren Leben. Und natürlich lernen wir viel über Indien durch die Augen einer Europäerin, die in Indien (Simla) geboren wurde und dort viele Jahre lebte. [Gefunden: Flohmarkt, verloren ???]

… M. M. Kaye: The far pavilions (of which I unfortunately don’t have a copy at the moment, where has it gone?) It is about a British boy, who is saved by his Indian nanny and grows up as both, Hindu and Muslim, when his parents die. This has interesting implications on his adult life. And, of course, we learn a lot about India through the eyes of a European, who was born in India (Simla) and lived there for many years. [Found: Flea Market, Lost ???]

P. D. James: The children of men (Die Menschenkinder). P. D. James ist vor allem für ihre hervorragenden Kriminalromane bekannt. Die Menschenkinder ist ihr einziger Science-Fiction-Roman (soweit ich weiß). Das Buch wurde auch verfilmt; meiner Meinung nach tat der Film dem Buch aber nicht viel Ehre. Es geht um eine Zeit, in der seit etwa 20 Jahren keine Kinder mehr geboren wurden und welche Auswirkungen dies auf die Gesellschaft und die Welt haben könnte. [Als Fluglektüre in einem Flughafen gekauft]

… P. D. James: The children of men. P. D. James is mostly known for her outstanding criminal novels. The children of man is her only science fiction novel (as far as I know). It has also been made into a movie, which I do not think did the book honour. It is about a time when no children have been born for about 20 years, and the implications that might have on society and the world. [Bought as flight reading at an airport]

Terry Pratchett & Neil Gaiman: Good Omens (Gute Omen). Diejenigen von euch, die die beiden kennen, werden ahnen, dass es bauchmuskelverkrampfend lustig ist. Gleichzeitig gibt es uns die Botschaft, dass wir am Ende selbst entscheiden, wer wir sein wollen, nicht die Gene, nicht unsere Eltern oder andere Einflüsse von außen, wir haben die Möglichkeit uns zu entscheiden. Die grundlegende Geschichte ist, dass der Sohn Satans nach der Geburt mit einem „normalen“ Kind im Krankenhaus vertauscht wird, und dann ist es natürlich eine Satire auf „The Omen“. Ich werde nicht mehr sagen … [In einem normalen Buchladen gekauft. Es wurde in einem der anderen Bücher von Terry Pratchett erwähnt … Ich habe sehr viele von ihm, nicht alle, aber wirklich viele.]

… Terry Pratchett & Neil Gaiman: Good omens. Those of you, who know the two of them, will guess that it is belly achingly funny. But at the same time it gives us the message that in the end we decide for ourselves, who we want to be, not genetics, not our parents or other influences from outside, we have the possibility to make that decision. The basic story is that the son of satan gets switched with a „normal“ child at the hospital after birth, and then it is, of course, a satire on „The Omen“. I won’t say anymore … [Bought in a normal bookstore. It was mentioned in one of the other books by Terry Pratchett … I have a great many by him, not all, but really many]

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Ich habe keine Bücher miteinbezogen, die ich nur als E-Books besitze, weil ich davon ausgehe, dass es in einer solchen Situation kein Internet mehr gäbe. Andernfalls wäre „The Holy Science“ von Shri Shri Yukteshwar ein Teil davon und würde eines der anderen von seinem Platz verdrängen.

… I didn’t include books that I only own as e-books because I assume that in such a situation there would be no more internet. Otherwise „The Holy Science“ would be part of it and one of the others would have to go.

Ich bin gespannt zu hören, ob jemand von euch eines oder mehrere von diesen Büchern kennt.

… I am curious about learning, if any of you know one or more of these books.

Quantum Vibe

Zum Jahresanfang möchte ich euch einen Online-Comic vorstellen, den ich schon seit längerem lese, und zwar heisst er ”Quantum Vibe” von Scott Bieser. Auch diesen Comic gibt es meines Wissens nach nicht auf Deutsch, sorry!

Es handelt sich um eine fantastische Science Fiction Konstruktion, wo Wissenschaft, Humor und eine interessante Erzählung sich die Hand geben. Die Hauptperson, Nicole Oresme, tritt in jedem der Bücher auf; es sind mittlerweile fünf. Das fünfte hat gerade begonnen. Die ersten vier, von denen das allererste noch in schwarzweiss gehalten ist, habe ich vor kurzem bei Drivethrucomics zum Viertel ihres Preises in PDF-Form erstanden.

Man kann sie aber auch alle gratis online lesen auf Scott Biesers Webseite. Dort findet ihr noch andere teilweise interessante, teilweise witzige online comics. Sein erster hies ”Escape from terra”, ebenfalls ein philosofisches und interessantes Gedanken-Konstrukt.

Die technischen Erklärungen und Diskussionen habe ich nicht immer verstanden. Ich nehme an, dass sich Scott auch Begriffe ausgedacht hat. Im ersten Buch geht es um die Erfindung einer Möglichkeit, von einer Dimension in die andere zu reisen: ”… matter and energy can be moved from one quantum reality to another, if one can change its quantum vibratory Harmonics. …”  Mit anderen Worten, es müsste möglich sein durch Veränderung ihrer Energieschwingungen Materie in andere Dimensionen zu bringen. Ich finde das enorm spannend. Aber in dem Comic geht es vorherrschend um die verschiedenen Lebensformen, die aus dem Menschen entstanden sind und welche Kulturen sie geformt haben, mit dem Dimensions-Projekt als roter Faden, der sich durch die Geschichte zieht.

Quantum Vibe

Auf dem Bild seht ihr L-5 City, die sich zwischen Erde und Mond befindet.

Finnische Mystik

Zum Sonntag möchte ich euch anstelle von Storm P. und passend zur Jahreszeit und der magisch-mystischen Atmosphäre ausnahmsweise einmal einen Comic vorstellen. Man kann ihn gratis online lesen oder als E-book oder gedrucktes Buch erwerben. Er ist allerdings nur auf English vorhanden. Die Autorin heisst Minna Sundberg, und sie hat die fantastische Geschichte „A redtail’s dream“ geschrieben und gezeichnet.

In diesem Comic bekommt man einen guten Einblick in finnische Mystik und finnischen Schamanismus in der Form eines wunderschönen Märchens. Ausserdem hat Minna sehr viel Humor mit eingebaut. Für mich ist dies einer der besten Comics schlichthin, also von denen, die ich kenne, sowohl von der Bildkunst als auch von der Erzählung her. Vielleicht macht er euch ja auch Spass.

http://www.minnasundberg.fi/comic/page00.php

ARedtailsDream

Gedanken zu den Geschichten aus 1001 Nacht

Ich habe mich jetzt fast durch den ersten Band hindurchgelesen. Bei dieser originalnahen Version treten die kulturellen Unterschiede ziemlich deutlich hervor. Ich finde sowas immer interessant.

Auch historisch lernt man dies und das, so z. B., dass damals in der Gegend wo das Ganze sich angeblich abspielt, durchaus nicht alle Moslems waren, nicht einmal alle Herrscherfamilien, obwohl der Islam sehr gepriesen wird.

Der Schahriar und sein Bruder stammten ja „von den Inseln Indiens und Chinas“, waren also selbst höchstwahrscheinlich ursprünglich keine Moslems. Obwohl ich nicht umhin kann, die Ähnlichkeit des Namens mit dem islamischen Shariah-Gesetz zu bemerken und mich über die Herkunft zu wundern. (Habe nachgeforscht, shari’a bedeutet anscheinend „der rechte Weg“ oder so, also im Sinne von richtiger Weg … 😉  😀 ) Schahriar erbte den Thron und müsste daher eigentlich König über Indien und China gewesen sein, während er seinen Bruder zum König über „Samarkand im Berberreich“ machte. Das ist im heutigen Usbekistan und gehörte anscheinend irgendwann einmal zum persischen Grossreich. Die waren Anhänger des Zoroastrismus. Persien wurde erst im 7. Jahrhundert islamisch.

Ferner wird von Juden, Nazarenern und Heiden berichtet. Auf den Glauben der Heiden wird nicht näher eingegangen, aber Nazarener und Juden sah man anscheinend nicht als Heiden an. Ich denke daher mal, dass die Geschichten aus dem 5./6. Jahrhundert stammen. Die Geschichten von Harun al Raschid sind aus dem 8. Jahrhundert, das ist eine historische Person.

Auch ist es interessant zu lesen, dass bei Feiern durchaus Wein getrunken wurde und das nicht zu knapp, und man nur abstinent war, wenn man sich auf Pilgerfahrt befand.

Beide Brüder wurden ja von ihren Ehefrauen mit grossen, hässlichen Mohren betrogen. (!) Warum nun die gute Scheherezade in ihren Geschichten dauernd Frauen mit ebensolchen Mohren fremdgehen lässt, verstehe ich nicht so ganz. Müsste das den Schahriar nicht jedes Mal wieder aufbringen? Männer sind in den Geschichten bis jetzt jedenfalls nicht fremdgegangen… 😉 … vielleicht hat sie ihm ja auch nur erzählt, was er hören wollte … 😉 … ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Männer alle so moralisch hochstehend waren … 😉 … ah, aber sie bringen durch aufbrausendes Temperament und unüberlegtes Handeln öfter mal Leute in Lebensgefahr, also die Männer. (Scheherezade, ich hör dir trapsen … 😉 )

Ihr könnt sehen, die Lektüre ist recht lehrreich … 😉

Also, immer mit der Ruhe …

BuddhaBlog

Ich wünsche euch allen einen friedvollen Abend!

Übrigens … Versprechen halten können beide Geschlechter nicht … 😉