Europa wehrt sich gegen die Unterdrückung von Meinungsfreiheit … Europe stands out against the repression of free speech

… The English text follows in one block after the German.

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Anklagen schüchtern uns nicht ein!

Dass Menschen vor Gericht gezerrt werden, weil sie unbequeme Wahrheiten ausgesprochen haben, kennen wir eigentlich aus autoritären Staaten. Doch auch bei uns wird diese Methode, unerwünschte Kritik auszubremsen, unter Unternehmen, Regierungen und mächtigen Einzelpersonen immer beliebter. So werden Gesetze und Gerichte vor den Karren gespannt, um diejenigen zum Schweigen zu bringen, die im öffentlichen Interesse Missstände anprangern – ein Schlag ins Gesicht sowohl für die Betroffenen als auch für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie selbst.

Auch in Europa hat der Einsatz dieser Einschüchterungsklagen in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Erst kürzlich wurde die französische Pestizidkritikerin Valérie Murat zu Schadensersatzzahlungen von 125.000 Euro verurteilt, weil ihre Veröffentlichung über Pestizidrückstände in Bordeaux-Weinen der mächtigen Wein-Lobby ein Dorn im Auge war. In einem ähnlichen Prozess steht unser Agrarreferent Karl Bär in Südtirol vor Gericht.

Doch nicht nur Menschen, die für eine giftfreie Landwirtschaft kämpfen, sollen mit solchen Klagen eingeschüchtert werden. Auch andere Aktivist:innen sowie Journalist:innen und Wissenschaftler:innen werden immer wieder Opfer sogenannter SLAPPs (strategic lawsuits against public participation). Jetzt haben sich Organisationen aus ganz Europa in der „Coalition against SLAPPs in Europe“ (CASE) zusammengeschlossen, um diesen Angriffen auf die Meinungsfreiheit ein Ende zu setzen. Auch das Umweltinstitut ist dem Bündnis beigetreten, um gegen den Rechtsmissbrauch durch Knebelklagen zu kämpfen und Betroffene zu unterstützen.

Mehr über CASE und unseren europaweiten Kampf gegen SLAPPs lesen Sie in unserer aktuellen Meldung.

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… Accusations don’t intimidate us!

We actually know from authoritarian states that people are dragged to court for speaking out uncomfortable truths. But even here, this method of curbing unwanted criticism is becoming increasingly popular among companies, governments and powerful individuals. Laws and courts are tied up in front of the cart to silence those who denounce grievances in the public interest – a slap in the face for those affected as well as for the rule of law and democracy itself.

In Europe, too, the use of these intimidation suits has increased massively in recent years. Only recently, the French pesticide critic Valérie Murat was sentenced to pay compensation of 125,000 euros because her publication on pesticide residues in Bordeaux wines was a thorn in the side of the powerful wine lobby. Our agricultural officer Karl Bär (German only) is on trial in South Tyrol in a similar process.

But not only people who fight for poison-free agriculture are supposed to be intimidated with such law suits. Other activists as well as journalists and scientists are repeatedly victims of so-called SLAPPs (strategic lawsuits against public participation). Now organizations from all over Europe have come together in the „Coalition against SLAPPs in Europe“ (CASE) to put an end to these attacks on freedom of expression. The environmental institute (Umweltinstitut München)  has also joined the alliance in order to fight the abuse of rights through gag action and to support those affected.

You can read more about CASE and our Europe-wide fight against SLAPPs in our current press release.

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Ja, der Kapitalfaschismus ist global im Vormarsch.

… Yes, fascism of the capital is on the rise globally.

Veröffentlicht von

Stella, oh, Stella

Ich bin gebürtige Deutsche, mit einem Dänen nunmehr seit 1993 verheiratet und in Dänemark lebend. Meine Beiträge erscheinen daher in deutscher Sprache (und nicht in dänischer) und seit 2018 auch in englischer Sprache. … I was born in Germany, have been married with a Dane since 1993 and are living in Denmark. Therefore, my posts are published in German (and not in Danish) and since 2018 in English as well.

2 Gedanken zu „Europa wehrt sich gegen die Unterdrückung von Meinungsfreiheit … Europe stands out against the repression of free speech“

    1. Ich bin ja froh, dass es solche Institutionen wie das Umweltinstitut München und viele andere gibt. Ich hatte keine Ahnung, dass diese fiese Praxis bereits einen festen Namen mit Akronym hat. Das ist ja fast schon wie eine anerkannte Strategie, um die Leute davon abzuschrecken, sich einzusetzen.

      Gefällt 1 Person

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