Bet Williams + John Hodian – Teil 1/Part 1: Bet

Bet Williams (Foto: https://www.epiphanyrecords.com/epiphany-project)

Ich habe 2015 schon einmal über sie geschrieben, aber da sie noch existieren, kommt immer mehr Information hinzu. Damals hatte ich auch nur sehr wenige Leser.

2015 I have already published an article about them, but as they are still alive and kicking, more information is getting accumulated. I didn’t have many readers at that time anyway.

Bet Williams und John Hodian sind eine interessante Mischung. Bet hat eine Country-Gruppe, und sie persönlich brilliert mit einer Stimme, die über erstaunlich viele Oktaven spannt. John dagegen kommt mehr aus der klassischen und der jazzigen Richtung. Zusammen wurden sie zu „Epiphany Project“, das alte spirituelle Musik aus aller Welt sammelt und in seinem ganz eigenen Stil wiedergibt. … Also zusätzlich zu ihren eigenen Kompositionen. Und dann arbeitet John noch an der Erhaltung von armenischer Musik. Ihre Konzerte sind natürlich jetzt, wie die aller anderen Musiker, erst einmal bis auf weiteres abgesagt.

… Bet Williams and John Hodian are an interesting combination. Bet has a Country band, and she has a brilliant voice rangeing over many octaves. John on the other hand, was more involved with classic and jazz. Together they became „Epiphany Project“, which collects old spiritual music from all over the world and interprets it in its very own style. In addition to their own compositions, that is. And John is also working with the conservation of Armenian music. Their concerts are for the time being cancelled, just like all other concerts.

Da die beiden so vielseitig sind, ist so viel Material vorhanden, dass ich diesen Bericht in zwei, vielleicht sogar drei Teile teilen werde. Der Artikel wird sonst einfach zu lang. Ich beginne mit Bet Williams, Damen zuerst:

… As the two of them are so versatile, there is so much material that I decided to divide this report into two, maybe even three parts. The article will otherwise simply be too long. I will start with Bet Williams, ladies first:

Bet Williams (Foto: https://www.epiphanyrecords.com/epiphany-project)

Die offizielle Geschichte:
Bet Williams ist eine furchtlose Sängerin und dynamische Performerin, deren Stimme mit vier Oktaven das Publikum in ganz Amerika und Europa fasziniert hat. Williams ‚Musik verbindet Folk-, Rock- und Roots-Rhythmen mit intelligenten Texten und ansteckenden Hooks. Mit einer Begabung für Geschichtenerzählen und spontanen Humor gehen ihre Bühnenauftritte von tiefgründig und poetisch zu wild und spontan und grenzen manchmal an Performancekunst.

… The official story:
Bet Williams is a fearless vocalist and dynamic performer whose four-octave-range voice has mesmerized audiences across America and Europe. Williams‘ music blends folk, rock and roots rhythms with intelligent lyrics and infectious hooks. With a gift for storytelling and spontaneous humor, her stage performances go from the profound and poetic to wild and spontaneous, at times bordering on performance art.

Bet Williams Band + John Hodian (ich wollte gerade schreiben, der mit dem Bart, aber so einen haben sie alle. Also der mit dem weissen Hemd.)
… (I wanted to write, the one with the beard, but they all have one. So, he is the one with the white shirt.)

… The English text follows after the German in one block.

Was Bet sagt:
Als ich dreizehn war und in Virginia lebte, bekam ich meine erste Gitarre. Mit den zwei Akkorden, die ich gerade gelernt hatte, drückte ich meine Finger in ein trauriges Liebeslied (immerhin war ich dreizehn). Viele Akkorde und einige Jahrzehnte später schreibe ich immer noch Songs. Manche traurig, manche lustig, manche ergreifend, konfessionell oder wild. Aber im Laufe der Jahre habe ich festgestellt, dass ich wirklich gerne live spiele.

Ich habe meine College-Jahre damit verbracht, mit Gruppen wie Bookends und Ticapoo Brain zu spielen. Ich habe meine ersten CDs in Nashville mit dem Produzenten Brad Jones (Jill Sobule, Marshall Crenshaw) und Jim Rooney (John Prine, Nanci Griffith) gemacht. Ich war zu schrullig für Nashville, also ging ich die Küste entlang, um in Philadelphia und New York zu spielen, wo ich einige Freunde fürs Leben und eine großartige Musikszene fand. Ich habe die Bühne mit einigen großartigen Musikern geteilt, darunter Lucinda Williams, Bobbie McFerrin, Arlo Guthrie, Taj Mahal, Joan Osborne, John Gorka, Annie Haslam, Herbie Hancock und vielen anderen wunderbaren Menschen.

Ich hatte meine kalifornischen Jahre mit Plattenverträgen, großartigen Schauspielern und großen Versprechungen. Ich habe auf Biobauernhöfen gearbeitet, auf Regenbogenfestivals getanzt und bin gegen Kriege marschiert. Ich hatte meine Jahre in New York City und Woodstock. Seit 2010 schreibe ich mit meinem Mann, dem Komponisten John Hodian und unserem großartigen Sohn Jack das Berliner Kapitel meines Lebens.

Jetzt überlebe ich (spirituell und finanziell), indem ich mit der Bet Williams Band sowie dem New-World-Folk-Ensemble Epiphany Project toure. Von New York über Kalifornien nach Berlin nach Armenien singe ich meinen Lebensunterhalt mit Liedern. Es ist ein interessantes Leben. Ein seltsames, magisches und interessantes Leben.

… What Bet says:
When I was thirteen, living in Virginia, I got my first guitar. With the two chords I had just learned, I pressed my fingers into a sad love song (after all I was thirteen). Many chords and some decades later I am still writing songs. Some sad, some funny, some poignant, confessional or wild.  But over the years I found that what I really like to do is play live.

I spent my college years playing with groups like Bookends and Ticapoo Brain. I made my first CDs in Nashville with producer Brad Jones (Jill Sobule, Marshall Crenshaw) and Jim Rooney (John Prine, Nanci Griffith). I was too quirky for Nashville so I headed up the coast to play in Philadelphia and New York where I found some lifelong friends and a great music scene. I’ve shared the stage with some great musicians including Lucinda Williams, Bobbie McFerrin, Arlo Guthrie, Taj Mahal, Joan Osborne, John Gorka, Annie Haslam, Herbie Hancock and a bunch of other wonderful people.

I’ve had my California years with record deals, great actors and big promises. I’ve worked on organic farms, danced at Rainbow Festivals, and marched against wars. I’ve had my New York City and Woodstock years. Since 2010 I’ve been creating the Berlin chapter of my life with my husband, composer John Hodian and our amazing son, Jack.

Now I survive (spiritually and financially) by touring with the Bet Williams Band as well as the new-world-folk ensemble Epiphany Project. From New York to California to Berlin to Armenia, I sing songs for a living. It’s an interesting life. A strange, magical, and interesting life.

Ich kann gut verstehen, warum sie zu „schrullig“ für das konservative Nashville war. Ich würde sie eher fortschrittlich nennen.
… I can understand, why she maybe was too „quirky“ for conservative Nashville. I, however would rather call her forward-looking.

Zum Abschluss bekommt ihr hier einen kleinen Leckerbissen und eine Vorschau auf Epiphany Project. Bet und John spielen hier zusammen mit ihrem Sohn Jack, der als Teenager auch schon recht virtuos ist, finde ich. Er war übrigens auch mit beim Ostholstein Festival, spielte aber nur in einem Stück mit.

… As a final treat, I will present a video to you, which at the same time is a preview on Epiphany Project, where Bet and John play together with their son Jack. I find him quite virtuosic already, I mean he was a teenager then. He was also at the Ostholstein festival, but only played in one song.

Veröffentlicht von

Stella, oh, Stella

Ich bin gebürtige Deutsche, mit einem Dänen nunmehr seit 1993 verheiratet und in Dänemark lebend. Meine Beiträge erscheinen daher in deutscher Sprache (und nicht in dänischer) und seit 2018 auch in englischer Sprache. … I was born in Germany, have been married with a Dane since 1993 and are living in Denmark. Therefore, my posts are published in German (and not in Danish) and since 2018 in English as well.

6 Gedanken zu „Bet Williams + John Hodian – Teil 1/Part 1: Bet“

    1. Ja, nicht wahr? Sie ist so eine richtige live play Person. Sie kann auf der Bühne stehen und eine witzige Situation benutzen, um mit dem Publikum in Kontakt zu kommen. Oder wenn was schiefgeht, fängt sie einfach an zu lachen. Aber in einem grossen Konzertsaal so wie in Berlin, wird sie sich wohl „gesittet“ benehmen.

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