Apropos Schweden … Sweden

Als wir Kristianopel entdeckten, waren wir ja auf dem Weg nach Öland, der schwedischen Insel, die bei den Schweden als Urlaubsort so ausserordentlich beliebt ist. Unsere Erwartungen waren dementsprechend hoch. Die Insel liegt der Stadt Kalmar gegenüber, die ein gut erhaltenes Renaissance-Schloss besitzt.

… When we discovered Kristianopel, we were actually on our way to Öland, a Swedish island, which is a popular vacation destination for the Swedes themselves. Our expectations were consequently high. The island is situated opposite of the city of Kalmar, where you will find a very well preserved Renaissance castle.

Unser erster Eindruck war: Kühe, Schafe, Windmühlen. Tatsächlich hat früher anscheinend jeder Bauer seine eigene Windmühle gehabt. Es sollen bis zu 4000 auf der Insel gewesen sein. Jetzt sind „nur“ noch 400 übrig.  😉   Spass beiseite, ich mag Windmühlen, ich finde nur, dass diese Individualmühlen eine ziemliche Materialverschwendung darstellten. Anscheinend galt es damals als Statussymbol, eine eigene Windmühle zu haben.

… Our first impression was: cows, sheep, windmills. In the past – so it is reported – nearly every farmer had his own windmill. The number came up to 4000 on the island. Now there are „only“ 400 left. 😉   Joke aside, I like windmills, I just find that these individual mills were rather a waste of building material. But it seemed to have been a status symbol to own a windmill.

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Nun, genug mit den Windmühlen … wir kamen nunmehr zu einer Mauer, die recht unmotiviert in der Landschaft steht (jedenfalls heutzutage) und einmal quer über die ganze Insel verläuft. Als ich damals (2004) versuchte etwas darüber herauszufinden, gelang es mir nicht, aber inzwischen hat jemand etwas auf Wikipedia darüber geschrieben:

… Enough of the windmills … we came to a wall, which is placed into the landscape seemingly without purpose (at least nowadays) and runs across the entire island. When I tried to find out something about it (in 2004), I wasn’t successful, but in the meantime somebody wrote about it in Wikipedia:

„Die Karl X Gustafs mur (dt.: Mauer Karls X. Gustav) ist eine aus Kalkstein errichtete Mauer, die quer über das Südende der schwedischen Ostseeinsel Öland verläuft.

… „Karl X. Gustafs wall is built of lime stone, and runs across the southern end of the Swedish island Öland.

Die Mauer wurde 1653 errichtet und ist nach dem späteren schwedischen König Karl X. Gustav benannt. Sie zieht sich vom Ufer des Kalmarsunds, beginnend südlich von Grönhögen, in östlicher Richtung gerade über Öland, bis sie nach etwa fünf Kilometern das Ufer der Ostsee erreicht. Sie ist heute nur durch die Durchlässe für zwei Landstraßen unterbrochen, ansonsten aber erhalten.

… The wall was built in 1653 and is named after the later King Karl X. Gustaf. It starts from the banks of the Kalmarsund south of Grönhögen, and stretches straight across the island until after about five km miles it reaches the banks of the Baltic Sea. Today it is open in two places to give way for the roads; otherwise it is intact.

Der Zweck der Mauer bestand darin, das im südlichen Teil der Insel gehaltene Rotwild im Bereich des Königsguts Ottenby zu halten, um so dem königlichen Jagdrevier einen hohen Wildbestand zu sichern. Darüber hinaus wird ihr auch die Funktion eines Prestigeobjekts im Sinne einer Demonstration königlicher Macht zugesprochen.

… The purpose of the wall was to keep the red deer that lived in the south of the island near the royal manor Ottenby, so that the royal hunting grounds wouldn’t lack wildlife stock. In addition it is said that it had the function of a prestige object to demonstrate royal power.

Eine ähnliche Mauer, die Jagdmauer, gab es auch an der Nordspitze Ölands.“

… A similar wall, the hunting wall, existed at the north end of Öland.“

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(Foto: Wikipedia, Öland, Schweden/Sweden, Karl X. Gustaf’s Mauer/wall)

Erzählt das bloss nicht dem Donald … 😉 … so eine Mauer wäre Wind auf seine Mühlen … (hahaha, ich lach mich schlapp, wie soll ich das nur übersetzen?).

… Don’t tell Donald that … 😉 … such a wall would be wind to his mills …

Auf der anderen Seite der Insel wurde die Landschaft interessanter. Wir kamen an einem idyllischen kleinen Hafen vorbei.

… On the other side of the island the landscape got more interesting. We passed an idyllic little harbour.

Und dann stiessen wir auf das Freilichtmuseum Himmelsberga. Dort hat man einige sehr schöne alte Bauernhäuser und landwirtschaftliche Geräte zusammengesammelt. Ich liebe sowas, zu sehen, wie die Leute früher gelebt haben, welche Hilfsmittel sie sich gebaut haben. Da stehen so einige mechanisch interessante Dinge. Hier ein Fotorundgang in verschiedenen Häusern und in Stall und Scheune:

… And then we found the open air museum at Himmelsberga. They have collected some beautiful old farmhouses and farming gear there. I love to see how people lived in „olden“ times, and what kind of devices they built to help with the work. There are some interesting mechanical devices to see. Below a photo tour in several houses, stable and barn:

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Ausserdem gab es im Cafe hervorragenden Kuchen (in diesem Falle mit Blaubeeren). Den mochten auch die frechen Spatzen.

… And last but not least they serve a delicious cake in the cafe (in this case with blueberries). The cheeky sparrows loved it as well.

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Wir konnten dann nicht länger bleiben, es sollte ja nur ein Tagesausflug sein, und wir hatten zu viel Zeit in Kristianopel „verschwendet“, daher sahen wir uns nicht noch weiter auf der Insel um. Leider hatten wir daher auch keine Zeit mehr für Kalmar mit seinem Renaissance-Schloss.

… We couldn’t stay any longer; this was supposed to be a day trip, and we had „wasted“ too much time in Kristianopel. Therefore, we did not see more of the island. Unfortunately we didn’t have time to look at Kalmar and the Renaissance-castle either.

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(Foto: Wikipedia, Kalmar Schloss/castle 1903)

Wenn ihr mal an Kalmar vorbeikommt, fahrt doch mal rüber … allein für das Freilichtmuseum (und den Kuchen) lohnt sich das schon.

… If you pass Kalmar, drive across to the island … for the open air museum (and the cake) alone it would be worth the while.

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Veröffentlicht von

Stella, oh, Stella

Ich bin gebürtige Deutsche, mit einem Dänen nunmehr seit 1993 verheiratet und in Dänemark lebend. Meine Beiträge erscheinen daher in deutscher Sprache (und nicht in dänischer) und seit 2018 auch in englischer Sprache. … I was born in Germany, have been married with a Dane since 1993 and are living in Denmark. Therefore, my posts are published in German (and not in Danish) and since 2018 in English as well.

26 Gedanken zu „Apropos Schweden … Sweden“

  1. Wind auf die Mühlen klingt gut. Auch ich mag Windmühlen gerne, auch die neuen modernen Stromerzeuger. Die Mauer der Trennung verursacht ein schlechtes Gefühl. Die einzige Mauer, die bei mir auf Verständnis stößt, is die Mauer, die Kaiser Hadrian im Norden von England gebaut hat. Die Berliner Mauer sollte die DDR Bürger an der Flucht in den Westen hindern, die geplante Trump Mauer soll das Gegenteil bewerkstelligen. Nein, ich mag diese Art von Mauern nicht. Gute Nacht! Peter

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    1. Ja, der Hadrian hatte Angst vor den wilden Schotten … zu recht … 😉 … die Berliner Mauer war schrecklich, sowas wollen wir nicht wieder erleben!
      Die Mauer auf Öland wirkt harmlos dagegen. Ich kann mir nicht einmal vorstellen, dass sie die Rothirsche festhalten konnte. Aber so eine Machtdemonstration stösst einem schon sauer auf.

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      1. Ja, ich wünschte mir so eine Mauer wie auf Ödland um die Bäume, die ich letztes Jahr mit viel Liebe gepflanzt habe. Die Rehe kamen und fraßen die zarten Zweige der Zier-Zedern ab. Gestern habe ich die kleinen Bäume in Plastik eingehüllt. Aber das ist ja eine Bagatelle im Vergleich zur Berliner Mauer.

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        1. Ja, das mit Berlin war furchtbar. Ich weiss noch, wie das war, als berichtet wurde, dass die Mauer eingerissen wird und die Grenzen geöffnet werden. Ich konnte es einfach nicht glauben. Und dann habe ich Rotz und Wasser geheult. Ich habe Familie in Berlin und Rostock.

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        2. Ach, übrigens, ein Trick gegen die Rehe: die gefährdeten Zweige mit Urin einsprühen, dann gehen sie nicht ran. Das funktioniert aber nur mit Männerurin. Das ist kein Quatsch, ich habe damit in Schweden meine Rosen gerettet. Wenn es regnet oder schneit, muss man natürlich mal erneuern …

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