Tierbeobachtungen … Animals observed

Diese kleinen Geschichten wollte ich schon immer mal mit euch teilen. Sie existieren schon länger in Form von Stichworten. (Aber irgendwie passiert dann andauernd immer irgendwas. Wo ist das friedliche Rentnerleben?  😉  ) Sicherlich habt ihr alle auch schon Erlebnisse mit Tieren gehabt, die unerwartet, erstaunlich, witzig und nicht so witzig waren. Hier möchte ich von einigen berichten, die mir als bemerkenswert aufgefallen sind, die meisten witzig.

… These snap-shots I wished to share with you for some time now. They have existed as keywords since forever. (But then, so much seems to be happening all the time. Where is the peaceful pensionist’s life?  😉 )  I am sure that you have made similar observations of animals, unexpected, amazing, funny, and not so funny. Here I would like to share some that seemed remarkable to me, mostly funny.

1)
Bei Freunden ging ich in eines schönen Märzes einen Rundgang im Garten. Da hörte ich auf einmal ein lautstarkes Schnarchen. Lag der Nachbar auf der Liege und schlief? Es war zwar sonnig, aber soo warm war es dann doch noch nicht. Als ich dem Schnarchen nachging, stellte ich fest, dass es aus dem Komposthaufen kam! Man erklärte mir später, dass das nur ein Igel gewesen sein könnte. Die lieben es anscheinend, sich in den warmen Kompost hineinzuwühlen. So ein kleines Tier und schnarcht wie ein ausgewachsener Mann!

… At some friends‘ place I went for a stroll in the garden one March morning. All of a sudden I heard a loud snore. Did the neighbour sleep in his garden? It was sunny, but not that warm. I followed the sound, which led me to the compost heap, from which it emerged! My friends told me later that it could only have been a hedgehog. They obviously like to dig into the compost for warmth. Such a small animal, snoring like a grownup man!

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(Foto: Pixabay)

2)
Anderes Jahr: eine Freundin und ich stehen an einem kleinen See und beobachten ein Schwanenpaar. Er (nehme ich mal an) jagt sie mit Schnabelhieben ins Wasser, weil er uns wohl nicht über den Weg traut. Was er in seinem Eifer übersieht ist, dass sich zwischen ihnen und uns ein hoher Maschendrahtzaun befindet. Ich fand seine Art und Weise etwas ruppig, aber immerhin wollte er sie beschützen.

… Another year: a friend and I are standing at a little lake and watch a couple of swans. He (or so I presume) chases her into the water hitting her with his beak. It seems like he doesn’t trust us. What he is overlooking in his anxiety is, that between them and us is a very high wire-mesh fence. I found him a bit gruff, but at least he tried to protect her.

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(Foto: Pixabay)

3)
Eine Szene an der Hamburger Innenalster: Dort werden gerne die Tauben und andere Vögel gefüttert (jedenfalls als ich dort wohnte). Die Tauben sind ja etwas tutig und langsam. Das nutzten die Spatzen aus und flogen im Tiefflug an ihnen vorbei und klauten ihnen das Stück Brot, dass sie gerade aufpicken wollten. Wie man verstehen kann, wurde es einer der Tauben schliesslich zu bunt und sie packte einen der frechen Spatzen mit ihrem Schnabel am Hals und schüttelte ihn wild. Der Spatz quiekte jämmerlich, aber es gelang ihm, sich zu befreien. Irgendwie fand ich die Szene ziemlich brutal. Vielleicht weil es sich hier um süsse Piepvögel handelte … 😉 … von wegen!

… A scene at the inner lake in Hamburg: People like to feed the pigeons and other birds there (at least when I lived there). Pigeons are usually a bit slow and clumsy. The sparrows exploited that and flew past them in „low-level mission“ and stole the pieces of bread they just wanted to eat. As one can understand, one of the pigeons had enough of that and grabbed one of the sparrows with its beak around the neck and shook him quite violently. The sparrow squealed pitifully, but was able to free himself. For one or the other reason I found this scene rather brutal. Maybe because the actors were sweet birdies … 😉 … as if!

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(Foto: Pixabay)

4)
Auf einem der Grundstücke, die zu bewohnen wir die Ehre hatten, zog ein junges Amselpaar ein. Sie waren noch rank und schlank und hatten das Konzept, dass in Häusern Menschen wohnen, irgendwie noch nicht verstanden. Jedenfalls versuchte das Männchen uns jedes Mal von unserer Terrasse zu vertreiben, wenn wir die Frechheit hatten, dort aufzutauchen. Der Alarmton von Amseln ist ziemlich nervig, aber er liess sich nicht dazu überreden, stattdessen zu singen.

… On one of the properties where to live we had the honour, a young couple of blackbirds moved in. They were still slim and fit and hadn’t yet understood the concept that people live in houses. In any case, the male tried to chase us away from our terrace, when we had the audacity to show up there. The warning tone of a blackbird is quite unnerving, and we couldn’t persuade him to sing instead.

2014-03-03 Amsel BLOG

Noch frecher war seine Dame. Ich war in der Küche beschäftigt, am offenen Fenster, und sie schrie mich von draussen an. Erst versuchte ich ihr zu erklären, dass ich hier wohnte, aber das interessierte sie nicht. Schliesslich suchte ich nach kleinen aber doch wirksamen Wurfgeschossen, hatte aber nichts anderes als Pfennige. Ich bewarf sie also mit Pfennigen und sie flog weg. Aha, dachte ich, vertrieben! Denkste, kurz darauf kam sie mit Verstärkung in Form von drei anderen Amselweibchen zurück und alle vier schimpften mich aus. Ich habe mich halb totgelacht.

… Even cheekier was his lady. I was busy in the kitchen, at the open window, and she shouted at me from outside. First I tried to explain to her, that I lived there, but she didn’t care. In the end I looked for small but effective projectiles, but didn’t find anything except some small coins. So I threw the coins at her and she flew away. Victory! I thought. That was wishful thinking, shortly after she came back with three other blackbird females, and all four of them shouted at me. I nearly laughed my head of.

5)
Die Katze von Freunden, diverse Male Mutter, hatte schon öfter zum Ausdruck gegeben, dass sie es satt hatte, ihre Söhne ständig herumhängen zu haben. (Das verhinderte sie nicht, auch mit ihnen Kinder zu kriegen, die zum Teil recht merkwürdig ausfielen, aber das ist eine andere Geschichte.) An einem schönen Sommertag sehe ich die Katze hinter einer Hausecke lauern. Wem oder was lauert sie auf? Sorglos nähert sich einer ihrer Söhne. Als er an die Ecke kommt, überfällt ihn ein Ohrfeigenregen, der ihn total verdattert für einige Sekunden steif stehenbleiben lässt. Dann ergreift er schnellstens das Weite. Was sehr unkatzenhaft war, dass sich diese Szene in völliger Stille abspielte.

… My friends‘ cat, several times mother, had for a long time made it clear that her sons were not wanted in the vicinity. (That didn’t hinder her from having offspring with them too, which showed some oddities, but that is another story.) On a beautiful summer day, I see the cat luring behind the corner of the house. Whom is she waiting for? Without a care in the world, one of her sons comes dancing along. As he reaches the corner, a torrent of cuffs to his face attacks him, which confuses him so much that he just stands there paralyzed. After some seconds, he takes to his heals. This took place in complete silence, which is very untypical for cats.

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(Mein eigener Kater in Lauerstellung an eben demselben Amselfenster wie oben.
… My own cat lurking at the very same blackbird window as above.)

6)
Wieder Amseln, die sind gar nicht so dumm. Im Winter habe ich beobachtet, dass sie sich gegenseitig vom Futter wegjagen, jeder Vogel ist sich selbst der nächste. Wenn dann aber richtig starker Frost kommt und Futternot eintritt, rotten die Amseln sich zusammen und jagen alle anderen Vögel vom Futterplatz weg. Das hat sicherlich etwas mit der Erhaltung der Art zu tun. Aber nicht alle Vögel verhalten sich so.

… Another blackbird story, they are not at all stupid. During winter I have observed that they chase each other away from the food, each bird for itself. But when really strong frost arrives and the food gets scarce, the blackbirds gang together and chase all the other birds away from the feeding place. This has certainly something to do with the survival of the species, but not all birds act like that.

Ich habe noch mehr Geschichten im Hinterkopf, einige über Vögel, insbesondere über Schwäne, aber davon ein anderes Mal.

… I have more similar stories in the back of my head, some about birds, especially about swans, but they will keep until another time.

 

Veröffentlicht von

Stella, oh, Stella

Ich bin gebürtige Deutsche, mit einem Dänen nunmehr seit 1993 verheiratet und in Dänemark lebend. Meine Beiträge erscheinen daher in deutscher Sprache (und nicht in dänischer) und seit 2018 auch in englischer Sprache. … I was born in Germany, have been married with a Dane since 1993 and are living in Denmark. Therefore, my posts are published in German (and not in Danish) and since 2018 in English as well.

14 Gedanken zu „Tierbeobachtungen … Animals observed“

  1. Tolle Geschichten, die zum Teil auch erlebt habe. Vögel haben mit ihrem Eigennutz, Streit um den besten Platz an der Futterquelle, Streitsucht etc. durchaus menschliche Züge. Hab noch ein schönes Wochenende, Brigit!

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  2. Liebe Samybee, ich habe irgendwie deinen Kommentar gelöscht, aus Versehen natürlich, ich weiss nicht, was ich gemacht habe … aber ich hatte den noch im E-Mai, zum Glück:
    „Und Igel können schmatzen und schnaufen beim Fressen. Da denkt man wunders, ob sich da ein Wildschwein durch den Garten wühlt 😉.“

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    1. Dankeschön, Werner! Ich habe noch mehr davon. Jetzt erinnern mich „meine“ Vögel gerade daran, dass ich Futter auslegen muss. Die sitzen da und gucken mich an „wird’s bald?“, fehlt nur noch, dass sie mit der Kralle klopfen … ;-D

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