Zwei hervorragende Ideen … nur völlig unnütz (naja, nicht völlig)

Seit Tagen waren wir nicht draussen, zum Einen weil ich Halsschmerzen und Husten habe und meine Nebenhöhlen verstopft sind, und ich lieber in meiner Sofaecke sitze, und zum Anderen weil es kalt und stürmisch war. Heute insistierte mein Mann. Es war ja auch schön sonnig (ist es immer noch), am Øksø liefen dementsprechend viele Leute herum, eine Grossfamilie machte Stehpicknick bei der Sauna, und eine tapfere Dame war im See baden, man sah nur den Kopf. Weil ihr ja immer Beweise haben wollt, wollte ich sie fotografieren, aber bis ich die Kamera – sprich das Handy meines Mannes – klar hatte, war sie dem Wasser entstiegen, und das wollte ich euch nicht bieten. Auf dem Bild befindet sie sich gerade blickmässig hinter dem dicken Baum. Auf dem Ausschnitt kann man, wenn auch undeutlich sehen, dass da am Steg ein Loch im Eis ist, brrrrr.

Apropos Eis, der Weg zum See war völlig vereist, und wir hangelten uns von Baum zu Baum und klammerten uns zum Schluss aneinander um nicht hinzufallen. Wir konnten dann sehen, dass alle Wege so aussahen, und da verging uns die Lust. Wir hatten keine Lust, im Schneckentempo um den See herumzurutschen. Also gingen wir wieder zum Parkplatz zurück, wie schaaaaade … 😉

 

Während der Fahrt bekam ich dann wieder einmal eine meiner genialen Ideen (in aller Bescheidenheit), und zwar wollte ich versuchen, meine linke Hand am keyboard zu trainieren und wer weiss, vielleicht könnte ich noch richtig spielen lernen? Ausserdem meinte mein Mann, dass ich dann die Akkorde mit der linken Hand spielen könnte, und dann könnte man den rechten Teil des keyboards mit zusätzlichen Dingen belegen, so dass der Sound fülliger wird.

Geplant, getan, gleich ausprobiert. Aber es ging nicht ganz wie geplant. Es gelang mir, mit der linken Hand die gleichen Akkorde zu spielen. wie mit der rechten Hand, sogar gleichzeitig, wenn auch noch nicht so schnell, aber ich werde nie richtig und schnell spielen können, denn ich habe ein Handicap, das mir zwar bewusst war, das ich aber im täglichen Gebrauch kaum bemerkt habe. Ich habe Arthrose im linken Daumenwurzelgelenk und in drei Fingern. Ich kann basteln und handarbeiten und alles andere, nur wenn ich Drehbewegungen mache oder etwas Schweres mit einer Hand hochheben will, das tut weh. Aber am keyboard stiess ich auf eine echte Begrenzung. Ich kann die linke Hand nicht so weit spreizen, wie die rechte Hand. Das führt mit sich, dass ich manche Akkorde in einer anderen Form spielen muss, als rechts. Einen vierten Ton hinzuzunehmen fällt mir unendlich schwer, z. B. die 7 oder bei einem sus-Akkord.

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Nun ist das ja, wie die meisten meiner Probleme, ein Luxusproblem. O.k., die Alte kann mit 63 nicht mehr lernen, richtig Klavier zu spielen, buhuh. Denk an die armen Menschen in Syrien, DIE haben Probleme. Das stimmt … und trotzdem muss ich gestehen, dass ich etwas enttäuscht bin … aber ich werde trotzdem weiterüben, so gut es eben geht.

(Beim Flötespielen habe ich keine Probleme, jedenfalls nicht bei den kleinen Flöten.)