Die spinnen, die Dänen …

Ihr habt sicherlich schon von ihnen gehört, den so genannten Winterbadern, die sich selbst teilweise ”Wikinger” nennen. Das sind Leute, die jeden Tag frühmorgens ins Wasser hüpfen, auch im Winter, und wenn es zugefroren ist, hacken sie Löcher ins Eis.

Als Neuwiking fängt man am besten im Sommer an und gewöhnt sich dann an die langsam fallenden Wassertemperaturen. Eine ehemalige Kollegin hat das gemacht und war seitdem nicht mehr krank, jedenfalls nicht mit Infektionen.

In diesem Falle, hier am Øksø, handelt es sich jedoch um Saunabesucher, die sich im eisigen Wasser abkühlen. Als wir ankamen entstiegen gerade drei nackte Nympfen dem Wasser, aber da wollte ich nicht fotografieren, das fand ich zu aufdringlich.

Jedenfall seht ihr nachstehend den Beweis, dass einige Dänen tatsächlich sowas Verrücktes machen. In dem Korb lagern sie wohl ihre Handtücher während sie im Wasser sind, nehme ich an:

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Als wir einmal um den See herum waren, trafen wir auf zwei der Nympfen, die anscheinend gerade zum zweiten (oder dritten) Mal im Wasser waren und zurück zur Sauna gingen. Nicht, dass sie sich beeilt hätten, nein, sie gingen gemächlich und plaudernd in Richtung Sauna. Brrrrrrrrrrrrrrrr!

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Vom Steg zur Sauna sind es ungefähr 50 Meter, aber bis zum Parkplatz bestimmt 100 Meter, wenn nicht mehr. Hier sieht man die Fussspuren eines Wikings, der/die – sicherlich ganz gemächlich – unter der Bahnunterführung gegangen ist.

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Ich bin ein einziges Mal in meinem Leben in einer Sauna gewesen. Ich dachte, ich sterbe, ich dachte mein Kopf platzt … und in das kalte Wasser bekam man mich sowieso nicht hinein … 😉

Falls ihr im Zweifel sein solltet, ich bin KEIN Wiking … 😉 … es ist aber wirklich zu empfehlen, das Immunsystem wird unglaublich stimuliert. Vielleicht habt ihr ein geeignetes Gewässer in eurer Heimatstadt, wo man sich nicht an nacktbadenden Leuten stört.  😉