Italien mit dem Motorrad, Teil 7 (Ende)

 

21.5.2012

Bei Sturm und Regen fuhren wir am nächsten Tag von Ponte Vettigano los und bei Sturm und Regen kamen wir in Auer an. Wir waren froh, dass wir unser Regenzeug mitgenommen hatten, so grosse einteilige Strampelanzüge, nicht schön, aber effektiv. Unsere Lederstiefel waren am Ende der Fahrt jedoch völlig durchgeweicht, und das Wasser schwappte ungehemmt in ihnen. Für meinen Mann muss es furchtbar gewesen sein, den ganzen Tag bei starkem Regen und Gegenwind zu fahren. Ich sass ja geschützter hinter seinem breiten Rücken. Eigentlich nass waren nur unsere Füsse und der Hals unter dem Helm, weil wir zu dusselig gewesen waren, die Kapuzen vom Regenzeug unter den Helm zu ziehen.

Ihr habt es sicher schon erraten, wir stiegen wieder im Markushof ab. Der war getestet und für gut befunden worden, und ausserdem konnten wir dort die Maschine in die Garage stellen. Das Hotel San Marco in Lucca hatte übrigens auch eine eigene Tiefgarage.

Wir fuhren eine andere Route nach Auer, und zwar über Mantova, dann sogar auf der Autobahn nach Verona, das Wetter war ja bescheiden und da war nichts mit Umgebung geniessen. Dann ging es weiter über Dolce, Ala, Rovereto, Caillano, Trento, Lavis und Salorno nach Auer. Ich habe an dem Tag keine Fotos gemacht …  😉

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Im Hotel legten wir uns erst einmal trocken und stopften massenweise Zeitungspapier in unsere Stiefel, das wir dann noch einige Male erneuerten. Ausser im Hotelrestaurant zu essen, fanden an dem Abend keine weiteren Aktivitäten statt.

 

22.5.2012

An unserem letzten Tag, an dem wir zurück nach München fuhren, war dann wieder wunderbares Sonnenwetter, und wir nahmen die Landstrasse durch das Brennertal, anstatt die Autobahn.

Von Auer ging es über Bozen, Chiusa, Bressanone, Varna, Fortezza, Mezzaselva (Mittenwald), Campo di Trens, Vipiteno nach Brenner.

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Pause in Chiusa (die Verbeugung ist kein Zeichen von Reverenz, sondern eine Streckübung):

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Weiterfahrt von Chiusa aus und Pause in der Nähe vom Brenner:

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An Hell kamen wir auch vorbei … 😉 … aber das war kein Ort, der liegt in Norwegen, es handelte sich um einen Landmaschinenhersteller. Danach kamen wir durch Colma (der Ort mit dem Einfamilienschloss) und Matrei nach Innsbruck mit seinem grossen Schloss, wo wir mitten in einem Industriegebiet einen tollen Bäcker/Konditor mit Cafe fanden.

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Wo hat man schon solch einen schönen Ausblick auf die Alpen von einem Cafe aus („Der Bäcker Ruetz“ hiess es)?

Von Innsbruck aus ging es weiter über Leutasch und Giessenbach, dann nach Deutschland hinein nach Mittenwald, den wunderschönen Walchensee mit seinem türkisfarbenen Wasser, Kochel am See, Geretsried, wo uns unser GPS über die abenteuerlichsten kleinen Wege führte, die eigentlich nur für Landwirtschaftsfahrzeuge gedacht waren, aber nun waren wir ja da und fuhren einfach weiter, durch das schöne Loisachtal und schliesslich nach München. Bayern ist wunderschön!

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In Kochel wären wir gerne etwas geblieben. Vielleicht kommen wir da mal wieder hin. Bayern hat ziemlich viele schöne Ecken zu bieten. Obwohl Tirol einen Trumpf hat gegenüber Bayern, die Haflinger-Pferde!

In München ging es dann zur Verladung. Das war problemlos und ging schnell vonstatten.

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Als ich unsere Kabine sah, die sich im Untergeschoss des Schlafwagens befand, musste ich erst einmal schlucken. Winzig war das richtige Wort. Um es dort aushalten zu können, musste erst einmal die Tür eine ganze Weile offenstehen, damit ich mich an die Enge gewöhnen konnte. Ich bin nicht generell klaustrophobisch, aber da war meine Grenze fast erreicht. Nach einiger Zeit ging es dann, und wir konnten die Tür schliessen. Die Toilette war auf dem Gang, nicht allzu weit weg, und die Betten waren ganz wunderbar, viel besser als in der Luxuskabine auf dem Herweg. Da wir Geld für die Kabine eingespart hatten, erlaubten wir uns den Luxus, das Bahnfrühstück für den nächsten Morgen zu bestellen.

 

23.5.2012

Der Zug kam so gegen 08.00 Uhr in Hamburg-Altona an. Dort fuhr man vom Zug aus mitten durch die Bahnhofshalle. Das fand ich etwas merkwürdig mit all den Leuten, die da rumliefen. Von Hamburg fuhren wir dann auf der Autobahn nach Puttgarden, setzten mit der Fähre über und fuhren nach Hause.

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Diese Reise betrachten sowohl mein Mann als auch ich als eine der besten, die wir bisher zusammen unternommen haben. Es ist auch etwas besonderes, mit dem Motorrad unterwegs zu sein. Man ist nicht so von der Umgebung abgekapselt wie im Auto. Ich habe das sehr genossen.

Und damit ist diese Reise zuende und hoffentlich wird es mit dem neuen Motorrad noch ein paar andere geben. Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende.

Veröffentlicht von

Stella, oh, Stella

Ich bin gebürtige Deutsche, mit einem Dänen nunmehr seit 1993 verheiratet und in Dänemark lebend. Meine Beiträge erscheinen daher in deutscher Sprache (und nicht in dänischer) und seit 2018 auch in englischer Sprache. … I was born in Germany, have been married with a Dane since 1993 and are living in Denmark. Therefore, my posts are published in German (and not in Danish) and since 2018 in English as well.

9 Gedanken zu „Italien mit dem Motorrad, Teil 7 (Ende)“

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