Gestern war ein merkwürdiger Tag

Schon ab dem Morgen befand ich mich die meiste Zeit in dem zu Unrecht ”Stilles Örtchen” genannten Raum des Hauses, und offensichtlich wirken sich derartige Dinge auch auf das Gehirn aus.

Ich hatte am Vorabend Brotteig vorbereitet für das Langzeit-Mischbrot. Das musste verarbeitet werden. Nachdem man den Teig in die Formen gefüllt hat, muss er noch einmal 2 Stunden gehen. Ich stelle also meinen Handy-Wecker auf 19.50 Uhr, weil mein kleiner Küchenwecker nur maximal eine Stunde anzeigt.

Während wir irgendwas im Fernsehen anschauen (was???), sehe ich die Uhrzeit und denke, wenn ich jetzt den Herd vorheize, passt es mit den Broten. Ich heize 15 Minuten vor und schiebe dann die drei Brote in den Ofen.

Auf einmal, mitten in einer französischen Serie, geht mein Handy-Wecker in Gang. Wie bitte? Was denn? Schnell gucken, wie die Brote aussehen. Sehen gut aus, kein Problem. Ich hatte allerdings keine Ahnung, wie lange die nun schon im Ofen waren (klarer Gedanken unfähig, höherer Mathematik unfähig).

Nach einer weiteren halben Stunde gucke ich nochmal nach den Broten und sehe, dass ich die Temperatur gar nicht runtergeschaltet habe nach den ersten 20 Minuten, von denen ich sowieso nicht weiss, wann die abgelaufen sind. Mein Mann gerät in Panik: dann sind die vielleicht schon verbrannt, SEINE Brote!  😉  Ich schaue nach. Sie sind dunkelbraun oben, aber nicht schwarz. Ich nehme sie aus dem Ofen, und eine halbe Stunde später wird gekostet: Lecker, trotz allem!

Ich habe zwar wieder Krämpfe davon bekommen, aber das war es wert!