Schlagzeilen (36 ) … Headlines (36)

Ich muss mir überlegen, was ich mit den Sonnabenden mache (vielleicht die zweite Schottlandreise, vielleicht „alte“ Reiseziele, vielleicht beides und Musiker, wenn mir neue begegnen, die speziell sind), daher seht ihr hier erst einmal ein paar Schlagzeilen.

… I have to think about, what I will be doing on Saturdays (maybe the second trip to Scotland, maybe „old“ travels, maybe both, and musicians, if and when I discover new ones that I find special), therefore, you are seeing here for now some headlines.

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Ich fange mit ein paar Bildern an, wie es nach dem internen Umzug jetzt bei uns aussieht. Das ist doch ganz gemütlich geworden, und dort, wo wir uns am meisten drinnen aufhalten, ist jetzt viel mehr Licht. Auf dem Tisch liegen jetzt natürlich ein paar mehr Dinge, aber ich versuche wirklich, ihn nicht wieder so vollzu“müllen“ … 😉

… I will start with a few photos showing what it looks like after our internal moving. It is rather cosy, I think, and the room, where we are most of the time, when we are inside, has much more light. There are, of course, a few more items on the table now, but I am really trying not to „spam“ it so much … 😉

Anstatt das Bild nach links zu verrücken, haben wir die Pflanze nach rechts gerückt.
… Instead of moving the picture to the left, we have moved the plant to the right.

Schlagartig damit, dass der Frost verschwand, wurden die Vögel sehr zurückhaltend. Mein Paket mit dem Vogelfutter und den kleinen Futterhäuschen haben wir am letzten Dienstag abholen können. Das lag die ganze Zeit in der lokalen Poststation; sie hatten nur vergessen, es einzuscannen. Wenn ich mich nicht gerührt hätte, wäre das Paket an den Absender zurückgegangen.

… When the frost disappeared, the birds immediately got more distant. The parcel with the bird food we could collect last Tuesday. It was at the local post office all along; they just had forgotten to scan it in. If I had not contacted people, they would just have sent it back to the sender.

Und die Sumpfmeisen sind wieder da, nachdem sich die Futterqualität gebessert hat, die kleinen Feinschmecker … 😉

… And the marsh tits are back, now that the food quality has improved, little gourmets that they are … 😉

Sie verschwindet nach links unten in den Busch und kommt dann von recht wieder zurück.
… It disappears to the left and into the bush, and then comes back again from the right.

Als etwas aussergewöhnliche Gäste haben wir einen Kleiber und einen Grünfink zu vermelden. Leider habe ich da keine eigenen Fotos, weil die einfach zu schnell wieder weg sind. Der Grünfink war zweimal zu Gast, wurde aber ziemlich brutal von den Amseln vertrieben. Das sind richtige Bullies!

… We had two unusual guests, a nuthatch and a greenfinch. Unfortunately I don’t have my own photos, they are come and gone too quickly. The greenfinch came twice, but was driven away quite brutally by the blackbirds. They are real bullies!

Kleiber / nuthatch Foto: Pixabay
Grünfink / greenfinch Foto: Pixabay

Ich habe eine Aktivität wieder aufgenommen, die ich schon als Studentin vor vielen, vielen Jahren mal ausgeübt habe, nämlich Sprossen selber herzustellen. Das scheint gerade wieder Mode zu sein, dann man bekommt überall die Samen und die Zubehöre zu kaufen. Ich nehme, was ich habe. In Dänemark ist ja alles in Plastik verpackt, das ich umfunktioniere in Sprossengefässe. Vor ein paar Tagen habe ich dann auch ein Sprossenglas hergestellt für Bohnen- und Linsensprossen. Ich habe erst einmal mit Mungbohnen angefangen.

… I started an activity again that I used to do when I was a student, many, many years ago, and that is germing seeds and pulse. It seems to be in fashion again right now, as one can by the seeds and other equipiment everywhere. I use what I have. In Denmark everything is packed in plastic trays, which I use as germing trays. A few days ago I made a germing glass for pulse. I started with mung beans for now.

Das waren nur ein Esslöffel Mungbohnen
… I only used one table spoon full of mung beans
Die Löcher hat mein Mann in den Deckel gestanzt … von innen nach aussen, damit die Keime nicht beschädigt werden. Man muss allerdings beim Auf- und Zuschrauben aufpassen, dass man nicht seine Hand beschädigt … 😉
… My husband poked the holes into the lid … from inside out so that the germ buds don’t get hurt. But when screwing the lid off and on, one has to be careful not to hurt one’s hand … 😉

„Schuld“ daran war meine Nachbarin (die Sängerin), die mir eine Dose mit 500 g (!!) Chia-Samen vermacht hat. Ich habe dann einfach probiert, ob die keimen, und sie taten. Für diese feinen Samen benutze ich einen Parmesanstreuer, dann wird das schön gleichmässig.

… The „blame“ for this is to be placed with my neighbour (the singer), who gave me a tin with 500 g (!!) of Chia seeds. I just tried, if they would germ, and they did. For these small seeds I use a parmesan dispenser, which makes the seed layer very even.


Unten: Chia, Radieschen und Rukola Keimlinge
… Below: Chia, radish and rukola germ buds.

Und dann waren wir zum ersten Mal in diesem Jahr in Fjordby (Aalborg). Die meisten Häuser sind fertig isoliert und die Fassaden sind neu gemalt. Das sieht sehr schön aus. Ich habe nur ein paar Fotos gemacht von Dingen, die neu sind. Da, wo Leute am Arbeiten waren, wollte ich nicht fotografieren, das kommt ein anderes Mal dran.

… And then we were for the first time this year in Fjordby (Aalborg). Most of the houses are done (insulation) and the facades have gotten a new layer of paint. That looks very appealing. I have only taken a few photos of new stuff. Where there were people working on the houses, I didn’t want to take photos. I can do that another time.

Da sind an der kurzen Seite einige Instrumente hinzugekommen und man hat ein Schild mit „Musikkens hus“ (Haus der Musik) aufgehängt. So heisst die Konzerthalle in Aalborg … 😉
… A few instruments have been added on the short side of the house, and they put up a sign with „Musikken hus“ (house of music), which is the name of the concert hall in Aalborg … 😉
Dieses Detail fand ich interessant, ein Kinderrad mit Platz für einen Passagier.
… I lilked this little detail, a child’s tricycle with a passenger seat.
Man hat einen gemeinsamen Kinderspielplatz angelegt. Das kleine Fährschiff lag ansonsten im Wasser unten am Fjord.
… People have built a joint playground. The little ferry had been in the water down at the fjord otherwise.
Die Picknicktische sind meiner Meinung nach auch neu, also jedenfalls neu aufgestellt.
The picnic tables are also new, as far as I know.
Ein paar neue Details: Den grimme ælling (das hässliche Entlein)
… A few new details: Den grimme ælling (the ugly duckling)

Garten: Die einzigen Blumen, die bei mir im Moment blühen sind die Schneeglöcken. Ich habe zwei Sorten, die mit den schlanken Blüten und welche mit gefüllten Blüten. Die Eranthis lassen auf sich warten, ich kann nicht einmal die Blätter entdecken.

… Garden: The only plants that are flowering here at the moment are the snowdrops. I have two kinds, those with the slim blossoms and those with filled blossoms. The winter aconite is nowhere to be seen, not even the leaves.



Die Zwergiris, Krokusse, Scilla und Perlhyazinthen zeigen ihr Grün. Diese Zwergiris wird in den nächsten paar Tagen blühen.

… The dwarf iris, crocus, scilla and muscari are showing their leaves. This dwarf iris will open its flowers within the next few days.


Das war es dann schon an aufregenden Neuigkeiten. Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!

… These were all the exciting news for now. I wish you all a pleasant weekend!

So ganz ist der Winter noch nicht vorbei … Winter is not completely over yet

30. Januar 2021

Mutige Camper, muss ich sagen … … Some gutsy campers, I must say …
Ca. Null Grad Celsius … … Around zero degrees Celsius …

6. Februar 2021

Brrrrrrrrrrr … Minus 5 Grad Celsius tagsüber. Wenn wir jetzt spazieren gehen, bin ich gekleidet wie ein Polarforscher. und nein, ich zeige euch kein Foto davon. Ich bin froh, dass wir nicht in Minnesota oder Sibirien wohnen
… Minus 5 degrees Celsius during the day. When we go for walks now, I am dressed like a polar explorer, and no, I won¨’t show you a photo. I am glad that I am not living in Minnesota or Sibiria.
o.k, Kattegat mit nur einem „t“ am Ende … bei Sonnenschein sieht das ja gar nicht übel aus.
… o.k., Kattegat has only one „t“ at the end … when the sun is shining it does not look worst.

21. Februar 2021

+ 10 Grad Celsius … + 10 degrees Celsius
Ein bisschen freundlicher für die Camper … A bit friendlier weather for the campers
Das Eis muss ziemlich dick gewesen sein, wenn es nach zwei Tagen mit jeweils ´+8/+10 Grad Celsius noch nicht geschmolzen ist.
… The ice must have been rather thick, when it hasn’t thawed after two days with +8/+10 degrees Celsius.

Wir hoffen, dass der Frost jetzt erst einmal vorbei ist.

… We hope that the frost is over for now.

Ein Dienstagslächeln … A Tuesday smile

Ich sehe des öfteren kleine Kurzfilme, entweder lustige oder schöne, weil ich das zum Ausgleich zu allem anderen brauche. Da es vielleicht mehreren so geht, werde ich sie jetzt öfter mal mit euch teilen.

… I am often watching short films, either funny ones or beautiful ones, because I need that to balance out everything else. As maybe some of you have the same need, I will share them with you more often in future.


Habt noch einen schönen Tag! … Have a nice day, everybody!

Was der Mensch liebt, das wird er in der Liebe. … What a person loves, he becomes in love


Wie Sankt Augustinus sagt: Was der Mensch liebt, das wird er in der Liebe. Sollen
wir nun sagen: Wenn der Mensch Gott liebt, daß er dann Gott werde? Das klingt, wie
wenn es Unglaube sei. In der Liebe, die ein Mensch schenkt, gibt es keine Zwei, sondern Eins und Einung, und in der Liebe bin ich mehr Gott, als daß ich in mir selbst bin.

Der Prophet spricht: »Ich habe gesagt, ihr seid Götter und Kinder des Allerhöchsten«
(Ps. 81, 6). Das klingt verwunderlich, daß der Mensch in solcher Weise Gott zu werden vermag in der Liebe; jedoch ist es wahr in der ewigen Wahrheit. Unser Herr Jesus Christus beweist es.

Gott und ich, wir sind eins. Durch das Erkennen nehme ich Gott in mich hinein;
durch die Liebe hingegen gehe ich in Gott ein.
Meister Eckhart (Deutscher Theolog, Philosoph und Mystiker (1260-1328))

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As Saint Augustin says: what a person loves, he becomes in love. Should
we now say: If a person loves God, will he then become God? That sounds as
if it is unbelief. In the love that a person gives, there is no two, but one and unity , and in love I am more God than that I am in myself.

The Prophet says: „I said you are Gods and children of the Highest
(Ps. 81, 6). It sounds astonishing that a human being is able to become God in this way in love; however, it is true in the eternal truth. Our Lord Jesus Christ proves it.

God and I, we are one. Through knowing I take God into me;
however, through love I enter into God.
Meister Eckhart (German theologian, philosopher and mystic (1260-1328))

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In diesem Sinne wünsche ich euch einen mit Liebe erfüllten Sonntag!

… In this spirit I wish you all a Sunday filled with love!

Bet Williams und John Hodian – Teil 3: Epiphany Project … Bet Williams and John Hodian – Part 3: Epiphany Project

Dies ist mein letzter Beitrag über die beiden vielseitigen Künstler. Das Epiphany Project verdient eine separate Erwähnung. In den letzten beiden Wochen habe ich Teil 1: Bet und Teil 2: John veröffentlicht. Auf ihrer Webseite könnt ihr noch mehr Musikproben hören und Videos sowie Fotos anschauen. Ich habe übrigens eine CD von ihnen, die „Hin Dagh“ heisst.

… This is my last post about these two versatile artists. The Epiphany Project deserves a separate mention. On the past two Saturdays, I have posted Part 1: Bet and Part 2: John. On their website you can listen to more music samples and look at videos as well as photos. By the way, I have their CD called „Hin Dagh“.


Das Foto und die nachfolgenden Textstücke stammen von ihrer Webseite.

… The photo and the text pieces below have been taken from their website.

Warum der Name Epiphany Project?
Offenbarung (Epiphany):
Ein Moment plötzlicher Offenbarung oder Manifestation eines göttlichen Wesens.
Projekt:
Ein kollaboratives Unternehmen, das ein bestimmtes Ziel erreichen soll.

… Why the name Epiphany Project?
Epiphany:
A moment of sudden revelation or a manifestation of a divine being.
Project:
A collaborative enterprise designed to achieve a particular aim.

Epiphany Project:
Die überirdischen Melodien, Weltmusik-Grooves, zum Nachdenken anregenden Texte und virtuosen Improvisationen des New World Folk Ensembles Epiphany Project erstrecken sich über Zeit und Geographie.

Epiphany Project:
New World Folk ensemble Epiphany Project’s unearthly melodies, world music grooves, thought-provoking lyrics and virtuosic improvisations reach across time and geography.

Eines meiner Lieblingsstücke. … One of my favourites.

Bet Williams furchtlose Bühnenpräsenz und vier Oktaven Stimmumfang, Hodians lyrische Klavierimprovisationen und Mal Steins interkulturelle Rhythmen schaffen ein transzendentes Musikerlebnis. Im Mittelpunkt jedes Epiphany Project-Konzerts steht der Akt des  im Moment Stehens und die Suche nach dem, was im Leben selten und ekstatisch ist.

… Bet Williams fearless stage presence and four octave vocal range, Hodian’s lyrical piano improvisations and Mal Stein’s cross-cultural rhythms create a transcendent musical experience.  At the heart of each Epiphany Project concert is the act of being in the moment and a search for what is rare and ecstatic in life. 

Seit 2003 sind John und Bet durch Europa und den Nahen Osten gereist und haben heilige und weltliche Texte auf Aramäisch, Sanskrit, Armenisch, Persisch, Suaheli und Walisisch gesammelt. Mit Einflüssen von armenischer spiritueller Musik, Minimalismus, Appalachian Folk, Jazz, Qawwali-Andachtsliedern, akustischem Blues und Tuvan-Obertongesang schafft Epiphany Project Musik, die berauschend, aber zugänglich ist.

… Since 2003, John and Bet have traveled throughout Europe and the Middle East gathering sacred and secular texts in Aramaic, Sanskrit, Armenian, Farsi, Swahili and Welsh. With influences ranging from Armenian Spiritual music, minimalism, Appalachian Folk, Jazz, Qawwali devotional songs, acoustic blues and Tuvan throat singing, Epiphany Project creates music that is heady but accessible. 

Nainam, ein Text aus der Bhagavad Ghita, auf Sanskrit gesungen. Übersetzung nachstehend:
Waffen können der Seele nichts antun
Feuer kann die Seele nicht verbrennen
Wasser kann die Seele nicht nässen und Luft kann sie nicht austrocknen.
Niemand (nichts) kann die Zerstörung der unvergänglichen Seele verursachen.

… Nainam, a text from the Bhagavad Ghita, sund in Sanskrit. Translation below:
… Weapons cannot harm the soul
Fire cannot burn the soul
Water cannot wet and air cannot dry up the soul.
No one (nothing) is able to cause the destruction of the imperishable soul.

Von alten Klöstern in Armenien bis zu Musikfestivals in Frankreich, Deutschland und der Schweiz kreieren und spielen Bet Williams und John Hodian seit über 20 Jahren gemeinsam Musik. Mit dem weltumspannenden Weltmusikensemble „Epiphany Project“, der auf Alt-Rock-Pop-Blues basierenden „Bet Williams Band“ und dem armenisch orientierten „Naghash Ensemble“ ist die Musik, die diese beiden Künstler kreieren, ein riesiger Quilt aus Einflüssen und Inspirationen. Als „Epiphany 3“ treten John und Bet mit ihrem 14-jährigen Sohn Jack auf, einem außergewöhnlichen Schlagzeuger und Percussionisten. Zusammen ist ihre Musik eine Mischung aus alten und modernen Kulturen und Musikstilen, aber die erdigen, manchmal tranceähnlichen Rhythmen und Gesangsmelodien lassen sie seltsam vertraut erscheinen.

… From ancient monasteries in Armenia to music festivals in France, Germany & Switzerland, Bet Williams and John Hodian have been creating and performing music together for over 20 years. With the globe trotting world music ensemble “Epiphany Project”, the alt-rock-pop-blues based “Bet Williams Band”  and the Armenian oriented „Naghash Ensemble“, the music these two artists create is a vast quilt of influences and inspirations. As „Epiphany 3“ John and Bet perform with their 14 year old son, Jack, an exceptional drummer and percussionist. Epiphany Project’s music is a blend of ancient and modern cultures and musical styles, with earthy, trance-like rhythms and chant-like melodies that make it seem strangely familiar.

Ein Lied auf Suahili über die Süsse und die Vergänglichkeit dere Jugend.
… A song in Swahili about the sweetness and transience of youth.

„Komponist John Hodian spielt auf dem Klavier eindrucksvolle Melodien und komplizierte Rhythmen, die seine armenischen Wurzeln, seine klassische Ausbildung und seine Liebe zur Improvisation widerspiegeln. Bet Williams singt, atmet, schreit, flüstert und weint mit ihrer 4-Oktaven-Stimme. Beim Schlagzeug besitzt ihr 14-jähriger Sohn Jack Hodian einen ausgeprägten Sinn für Rhythmus, der von den meisten erwachsenen Schlagzeugern nicht erreicht wird. „
– Hamburger Abendblatt

… „Composer John Hodian plays evocative melodies and intricate rhythms on the piano that reflect his Armenian roots, his classical training and a love of improvisation. Bet Williams sings, breathes, shouts, whispers and cries with her 4- octave-range voice. On percussion, their 14-year-old son Jack Hodian possesses a keen sense of rhythm unparalleled by most adult drummers.“
– Hamburger Abendblatt

Als letzte Musik kommt hier das von John und Bet vertonte, alte aramäische Vaterunser. Der Text ist doch um einiges anders, als das heutige. Eine deutsche Übersetzung findet ihr in meinem alten Beitrag von 2015.

… The last music will be the old aramaic Lord’s Prayer, with music by John and Bet. The text is rather different from the modern one. You will find an English translation in my old post of 2015.

Eines ihrer allerschönsten, finde ich. … One of their most beautiful, I think.

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Da sowohl Fans als auch Manager manchmal verwirrt sind, was die verschiedenen Gruppen angeht, und wer wo mitspielt, habe ich euch eine Grafik angefertigt.

… As both, fans and managers get confused about the different groups, and who plays with whom, I have made a diagram for you.


Alles glassklar? 😉 🙂 … All totally clear now? 😉 🙂

Echt jetzt? Patentieren die als nächstes Wasser und Luft?

Naja, Wasserrechte sind ja bereits käuflich … das mit der Luft dauert dann wohl nicht mehr lange … irgendwie werde ich langsam richtig gallig und das mit der Positivität wird immer schwerer. Wir werden so gründlich von allen Seiten verarscht, dass es wehtut. Mein einziger Trost: „In God we trust“. Was nicht heissen soll, dass ich nicht an den Aktionen des Umweltinstitutes teilnehme.


Jetzt mitmachen: Stoppt Patente auf Pflanzen und Tiere!

Patente auf Pflanzen und Tiere, die ohne Gentechnik gezüchtet wurden, sind eigentlich verboten. Doch rechtliche Schlupflöcher ermöglichen es dem Europäischen Patentamt (EPA) und der Industrie, dieses Verbot systematisch zu umgehen. Dadurch können Agrarkonzerne die Ergebnisse der züchterischen Arbeit, die seit Jahrtausenden von Landwirt:innen auf der ganzen Welt geleistet wird, an sich reißen.

Bisher wurden mehr als 1600 Patentanmeldungen eingereicht und rund 220 Patente erteilt, die Pflanzen aus herkömmlicher Züchtung betreffen. Besonders erschreckend ist die große Tragweite vieler Patente, die sich nicht nur auf die Pflanzen, sondern auch auf deren Saatgut, die Ernteprodukte wie Getreidekörner, Obst oder Gemüse sowie die daraus hergestellten Lebensmittel erstrecken. Und die Patentierungswelle macht auch vor Tieren nicht halt. So wurde beispielsweise 2018 ein Patent auf Lachse und Forellen erteilt.

Um dieser Praxis einen Riegel vorzuschieben, muss der Verwaltungsrat des EPA, der über die Auslegung des Patentgesetzes entscheidet, klarstellen, dass Patentanträge auf Lebewesen aus herkömmlicher Zucht abzulehnen sind. Doch die Beratungen im Verwaltungsrat, dem die 38 Mitgliedstaaten des EPA angehören, sind zäh und ziehen sich oft über viele Jahre hin. In der Zwischenzeit kann die Agrarindustrie mit neuen Patentanmeldungen auf Tiere und Pflanzen Fakten schaffen.

Verhindern könnte das António Campinos. Als Präsident des Europäischen Patentamts hat er es in der Hand, ein Moratorium für Patente auf Leben zu erlassen, bis der Verwaltungsrat Rechtsklarheit über das Patentverbot geschaffen hat. Bitte beteiligen Sie sich deshalb jetzt an unserer gemeinsamen Aktion mit No Patents On Seeds und fordern Sie Herrn Campinos auf, jetzt zu handeln, um den Raubzug der Agrarkonzerne zu stoppen.

JETZT MITMACHEN

Meine Lieblingsbücher … My favourite books

Beim Einpacken der Bücher neulich für den internen Umzug, habe ich mich mal gefragt, welche zehn Bücher ich mitnehmen würde, wenn es nicht mehr als zehn sein könnten.

… When taking down the books last week for the internal moving, I asked myself, which ten books I would choose, if I could only keep ten.

Hier sind sie, die Bücher (in keiner bestimmten Reihenfolge), die ich tatsächlich immer wieder lese:

… Here they are, the books (in no particular order), which I indeed read again and again:


Jean Giono: Der Träumer (Originaltitel: Jean le bleu. Ich habe es immer noch nicht geschafft, eine Originalausgabe auf Französisch zu bekommen.) Jean Giono schreibt Poesie in Prosa, wenn ihr versteht, was ich meine, und es kommt sogar in der deutschen Übersetzung zum Ausdruck. Es zu lesen ist reiner Genuss. (Ich habe zwei weitere Bücher von ihm auf Französisch.) [Gefunden: Flohmarkt]

… Jean Giono: Der Träumer (The dreamer, original title: Jean le bleu. I still haven’t managed to get an original edition in French.) Jean Giono writes poetry in prose, if you understand what I mean, it even shows in the German translation. Reading him is pure joy. (I have two other books by him in French.) [Found: Flea market]

Stephen McKenna: The sixth sense (Der sechste Sinn). Die Geschichte spielt zur Zeit der Suffragetten und zeigt die große Heuchelei der Gesellschaft auf und was reine Liebe erreichen kann. Ich finde auch den geschichtlichen Aspekt, die Souffragetten-Bewegung in England recht interessant. Dem Einsatz dieser Damen verdanken wir so Einiges, was für uns heute so selbstverständlich ist. [Gefunden: Flohmarkt]

… Stephen McKenna: The sixth sense. This takes place during the time of the suffragettes and depicts the great hypocrisy of society and what pure love can achieve. I also find the historical aspect interesting, the souffragette movement in Great Britain. Thanks to the dedication of these ladies, we have a level of freedom that is so matter of course for us nowadays. [Found: Flea market]

Adam Spence:  Way to go (Das kann man mit „Gut gemacht“ übersetzen, und im Hinblick auf ein Bestattungsunternehmen kann es auch so viel wie „eine gute Art abzutreten“ bedeuten. Es geht in dem Buch um einen jungen Mann, der das Bestattungsunternehmen seines Vaters erbt und es auf Grund unangenehmer Kindheitserinnerungen nicht wirklich haben will. Aber dann akzeptiert er es und gibt ihm mit den fantastischsten Bestattungen seine persönliche Note. [Gefunden: Es lag auf dem Tisch einer Jugendtagesstätte. Ich habe hineingeschaut und es dann in einem Second-Hand-Laden erstanden.]

… Adam Spence: Way to go. It is about a young man, who inherits the undertaking business from his father and does not really want it because of unpleasant childhood memories. But then he accepts it and makes it his very own with the most fantastic burials. [Found: on the table of a youth daycare center. I took a look and then bought it second hand.]

Arundhati Roy: The God of small things (Der Gott der kleinen Dinge). Es ist schwer, das Buch in ein oder zwei Sätzen zu beschreiben. Es geht um Menschen wie du und ich, geschrieben mit Liebe und Verständnis, bitteren Früchten und Humor. Einfach „nur“ über das Leben … eine wundervolle Lektüre. [Geschenk einer Freundin]

… Arundhati Roy: The God of Small Things. It is hard to describe it in one or two sentences. It is about people like you and me, written with love and understanding, bitter fruit and humour. „Just“ about life … a wonderful read. [Gift from a friend]

Amy Tan: The 1000 secret senses (Die 100 geheimen Sinne). Eine Frau möchte herausfinden, wie sie in ihrer letzten Inkarnation gestorben ist, da es auf eine Weise geschehen ist, die sie nicht kommen sah. Es lehrt uns Toleranz gegenüber Menschen und Dingen, die wir möglicherweise nicht sofort verstehen, und wie stark manche Menschen lieben können. [Als Fluglektüre in einem Flughafen gekauft]

… Amy Tan: The 100 secret senses. A woman is trying to find out, how she died in her last incarnation, as it happened in a way she didn’t see coming. It teaches us tolerance towards people and things we might not understand right away, and how powerfully some people are able to love. [Bought as flight reading at an airport]

Margaret Atwood: The robber bride (Die Räuberbraut). Dies ist ein Drama, das niemals langweilig wird. Die Räuberbraut ist eine Person, die sich anderen überlegen fühlt und sie ohne Scham manipuliert. Aber wird ihr dies letztendlich von Nutzen sein? Und was sind eigentlich ihre Beweggründe? [Als Fluglektüre in einem Flughafen gekauft]

… Margaret Atwood: The Robber Bride. This is a drama that never gets boring. The robber bride is a person who feels superior to others and manipulates them without shame. But will this be of use to her in the end? And what, actually, are her motives? [Bought as flight reading at an airport]

Elif Shafak: The forty rules of love (Die vierzig Regeln der Liebe). In diesem Buch laufen zwei Geschichten parallel. Die eine handelt von dem Dichter Rumi, der seinen Lehrer und Seelengefährten in Shams aus Tabriz findet. Die andere erzählt von einer Frau, die sich von ihren täglichen Lügen befreit und nicht mehr durch andere leben will. Die 40 Regeln der Liebe habe ich euch ja bereits als Sonnabend-Serie vorgestellt.[Im Flughafen Istanbul als Lesematerial für den Heimflug gekauft.]

… Elif Shafak: The forty rules of love. Two stories run parallel in this book. One is about the poet Rumi, who finds his teacher and soulmate in Shams of Tabriz. The other tells of a woman who frees herself from her daily lies and no longer wants to live through others. I have already presented the 40 rules of love to you in a Saturday series. [Purchased at Istanbul Airport as flight reading]

M. M. Kaye: The far pavilions (Die fernen Pavillons, von dem ich momentan leider keine Kopie habe, wohin ist es verschwunden?) Es handelt von einem britischen Jungen, der von seiner indischen Nanny gerettet wird und sowohl als Hindu als auch als Moslem aufwächst, als seine Eltern sterben. Das hat recht interessante Implikationen für ihn in seinem späteren Leben. Und natürlich lernen wir viel über Indien durch die Augen einer Europäerin, die in Indien (Simla) geboren wurde und dort viele Jahre lebte. [Gefunden: Flohmarkt, verloren ???]

… M. M. Kaye: The far pavilions (of which I unfortunately don’t have a copy at the moment, where has it gone?) It is about a British boy, who is saved by his Indian nanny and grows up as both, Hindu and Muslim, when his parents die. This has interesting implications on his adult life. And, of course, we learn a lot about India through the eyes of a European, who was born in India (Simla) and lived there for many years. [Found: Flea Market, Lost ???]

P. D. James: The children of men (Die Menschenkinder). P. D. James ist vor allem für ihre hervorragenden Kriminalromane bekannt. Die Menschenkinder ist ihr einziger Science-Fiction-Roman (soweit ich weiß). Das Buch wurde auch verfilmt; meiner Meinung nach tat der Film dem Buch aber nicht viel Ehre. Es geht um eine Zeit, in der seit etwa 20 Jahren keine Kinder mehr geboren wurden und welche Auswirkungen dies auf die Gesellschaft und die Welt haben könnte. [Als Fluglektüre in einem Flughafen gekauft]

… P. D. James: The children of men. P. D. James is mostly known for her outstanding criminal novels. The children of man is her only science fiction novel (as far as I know). It has also been made into a movie, which I do not think did the book honour. It is about a time when no children have been born for about 20 years, and the implications that might have on society and the world. [Bought as flight reading at an airport]

Terry Pratchett & Neil Gaiman: Good Omens (Gute Omen). Diejenigen von euch, die die beiden kennen, werden ahnen, dass es bauchmuskelverkrampfend lustig ist. Gleichzeitig gibt es uns die Botschaft, dass wir am Ende selbst entscheiden, wer wir sein wollen, nicht die Gene, nicht unsere Eltern oder andere Einflüsse von außen, wir haben die Möglichkeit uns zu entscheiden. Die grundlegende Geschichte ist, dass der Sohn Satans nach der Geburt mit einem „normalen“ Kind im Krankenhaus vertauscht wird, und dann ist es natürlich eine Satire auf „The Omen“. Ich werde nicht mehr sagen … [In einem normalen Buchladen gekauft. Es wurde in einem der anderen Bücher von Terry Pratchett erwähnt … Ich habe sehr viele von ihm, nicht alle, aber wirklich viele.]

… Terry Pratchett & Neil Gaiman: Good omens. Those of you, who know the two of them, will guess that it is belly achingly funny. But at the same time it gives us the message that in the end we decide for ourselves, who we want to be, not genetics, not our parents or other influences from outside, we have the possibility to make that decision. The basic story is that the son of satan gets switched with a „normal“ child at the hospital after birth, and then it is, of course, a satire on „The Omen“. I won’t say anymore … [Bought in a normal bookstore. It was mentioned in one of the other books by Terry Pratchett … I have a great many by him, not all, but really many]

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Ich habe keine Bücher miteinbezogen, die ich nur als E-Books besitze, weil ich davon ausgehe, dass es in einer solchen Situation kein Internet mehr gäbe. Andernfalls wäre „The Holy Science“ von Shri Shri Yukteshwar ein Teil davon und würde eines der anderen von seinem Platz verdrängen.

… I didn’t include books that I only own as e-books because I assume that in such a situation there would be no more internet. Otherwise „The Holy Science“ would be part of it and one of the others would have to go.

Ich bin gespannt zu hören, ob jemand von euch eines oder mehrere von diesen Büchern kennt.

… I am curious about learning, if any of you know one or more of these books.

Fast vergessen, aber leider immer noch aktuell: Fukushima

10 Jahre Fukushima: Atomkraftwerke abschalten!

Am 11. März 2021 jährt sich die Atomkatastrophe von Fukushima zum zehnten Mal. Doch ausgestanden ist sie noch lange nicht. Noch immer verhindern radioaktive Hotspots eine sichere Rückkehr in evakuierte Gebiete. Und demnächst sollen große Mengen verstrahlten Wassers ins Meer geleitet werden. Ausgestanden ist die Atomkatastrophe noch lange nicht. Dabei hätte es noch viel schlimmer kommen können. Nur knapp entkam der Großraum Tokio mit 50 Millionen Einwohnern der Verstrahlung. Nicht auszumalen welche Folgen es gehabt hätte, wenn der größte Teil der radioaktiven Wolke nicht zufällig aufs Meer gezogen wäre.

Zehn Jahre nach dem GAU von Fukushima werden AKW wieder als vermeintlich sichere und saubere Energiequelle im Kampf gegen den Klimawandel propagiert. Doch Atomkraft bleibt ein unkalkulierbares Risiko.Um das zu unterstreichen, starten wir zusammen mit .ausgestrahlt eine bundesweite Plakat-Aktion. An dutzenden Standorten in Deutschland machen wir mit Großplakaten deutlich: Nie wieder Fukushima! Für die Buchung einer Plakatwand entstehen dabei Kosten zwischen 120 und 600 Euro. Helfen Sie mit Ihrer Spende, so viele Plakate wie möglich aufzuhängen! Gemeinsam mit Ihnen zeigen wir: Der weltweite Atomausstieg ist jetzt nötig, damit es nicht zur nächsten Atomkatastrophe kommt!

Illegale Brennelmente-Exporte: Wir stellen Strafanzeige!

Obwohl Deutschland nach der Katastrophe von Fukushima beschlossen hat, aus der Atomkraft auszusteigen, werden Atomkraftwerke im Ausland weiterhin mit Brennstoff aus Deutschland betrieben. Besonders brisant: die Lieferungen an marode Altreaktoren in Grenznähe, denn bei einem schweren Unfall wären Menschen in ganz Europa massiv betroffen. Zusammen mit anderen Organisationen und Anti-Atom-Initiativen gehen wir deshalb rechtlich gegen die Brennelementexporte vor.

Doch mit Dreistigkeit und Arroganz setzt sich der Betreiber der Atomfabrik in Lingen über die laufenden Verfahren hinweg. Obwohl es gegen den Export einen Widerspruch mit aufschiebender Wirkung gab, lieferte das Unternehmen Ende Januar mehrmals Brennelemente an den Reaktor Doel in Belgien. Ein Eklat, denn mit dem Export begeht der Betreiber zum wiederholten Male Rechtsbruch. Bereits im Dezember exportierte er illegal Brennelemente in die Schweiz. Wir haben den Fabrikbetreiber nun wegen Export ohne Genehmigung angezeigt.

HIER könnt ihr mehr über das Umweltinstitut München lesen.

[Ich frage mich, wie es möglich ist, dass diese Firma überhaupt noch Brennelemente exportieren kann. Solche Transporte sind speziell markiert (wenn sie es denn sind) und werden an der Grenze kontrolliert, das sind ja keine kleinen Päckchen. Und die Firma sollte auf der schwarzen Liste stehen. Aber wie immer werden wohl gewisse Interessen mit im Spiel sein.]

HIER könnt ihr nachlesen, was sich aktuell in und um Fukushima herum tut. Die Webseite ist auf Englisch. Es sieht so aus als ob Japan das kontamnierte Wasser einfach ins Meer kippen will oder teilweise schon getan hat.

Das Vogelfutter wird knapp … Bird food is getting scarce

Man sollte es nicht glauben, aber Vogelfutter ist knapp geworden. Zuerst war alles in den Supermärkten ausverkauft, weil die Baumärkte geschlossen sind, und jetzt haben sogar die Baumärte kaum noch etwas. Nur im 75 km entfernten Hjørring konnten wir noch etwas bekommen (nur Abholung mit Vorausbezahlung online, man darf den Laden nicht betreten).

… One wouldn’t believe it, but bird food is getting scarce. First it was sold out in the supermarkets, as the hardware stores are closed, and now even the hardware stores have hardly anything. Only in Hjørring, 75 km away from us, we were able to get something (online order with prepaiment and then we could collect from the store. It is not possible to enter the store.)

Ich hatte am letzten Wochenende Singvogelfutter von einem Tierladen online bestellt und zwei kleine Futterhäuschen, damit ich Plätze schaffen kann, wo die Amseln nicht hinkommen können. Das Paket ist von der Post seit letztem Dienstag als „unterwegs“ gemeldet. In der Zwischenzeit habe ich eine Mischung aus Sonnenblumenkernen (die letzten drei kleinen Tüten aus dem Supermarkt), Erdnüssen und Haferflocken gefüttert. Für die Sumpfmeisen war nichts dabei, die blieben weg. Alle anderen passten sich an. Ausserdem habe ich zerkleinerte Meisenbällchen verfüttert, was auch gut angenommen wurde. Bei dieser momentanen Kälte brauchen die armen kleinen Dinger viel Fett.

… Last weekend I have ordered food for oscine birds from a pet shop including two small feeders, so that I can create spaces where the blackbirds can’t get to. The package is announced as being „on its way“ by the postal service since last Tuesday. In the meantime I have fed a blend of sunflower seeds (the last three small bags from the supermarket), peanuts and oats. The marsh tits didn’t like it and stayed away; the others adapted. I also put out some smothered fatballs (the ones for birds … 😉 ), which was very well accepted. With the cold that we have at present, the pour small critters need a lot of fat.

Nun habe ich jedenfalls einen grossen Sack Sonnenblumenkerne und einen noch grösseren mit Wildvogelfutter, was wohl bis Ende März reichen wird … hoffe ich. Dann müssen wir weitersehen. Wenn das Singvogelfutter kommt, sind die jedenfalls auch gut versorgt. Die Post kann gar nicht alle die geschickten Pakete so schnell ausliefern; alle bestellen ja über das Internet im Moment. Aber heute ging mir das Futter total aus; es musste also etwas passieren. Ich habe das Glück, einen Mann zu haben, der mit mir 75 km weit fährt, um Vogelfutter zu besorgen … 😉 🙂 ❤

… Anyway, now I am the proud owner of a large sack of sunflower seeds and an even larger with wild bird food, which – I hope – will last until the end of March. Then we will have to evaluate the situation. As soon as the oscine bird food arrives, they will be taken care of as well. The postal service cannot cope with the stream of parcels at the moment; everybody is ordering online. But today the food ran out completely; something had to be done. I am lucky to have a husband, who drives 47 miles with me to get food for the birds … 😉 🙂 ❤

Und das alles passt ausgezeichnet zum Thema Liebe …

… And all this goes very well with the topic of Love …

Bet Williams and John Hodian – Teil 2: John … Bet Williams and John Hodian – part 2: John

Ich habe 2015 schon einmal über sie geschrieben, aber da sie noch existieren, kommt immer mehr Information hinzu. Damals hatte ich auch nur sehr wenige Leser.

2015 I have already published an article about them, but as they are still alive and kicking, more information is getting accumulated. I didn’t have many readers at that time anyway.

Bet Williams und John Hodian sind eine interessante Mischung. Bet hat eine Country-Gruppe, und sie persönlich brilliert mit einer Stimme, die über erstaunlich viele Oktaven spannt. John dagegen kommt mehr aus der klassischen und der jazzigen Richtung. Zusammen wurden sie zu „Epiphany Project“.

… Bet Williams and John Hodian are an interesting combination. Bet has a Country band, and she has a brilliant voice rangeing over many octaves. John on the other hand, was more involved with classic and jazz. Together they became „Epiphany Project“.

Da die beiden so vielseitig sind, ist so viel Material vorhanden, dass ich diesen Bericht in zwei, vielleicht sogar drei Teile teilen werde. Der Artikel wird sonst einfach zu lang. Letztes Mal lasen wir über Bet, dieses Mal kommt John an die Reihe:

… As the two of them are so versatile, there is so much material that I will divide this report into two, maybe even three parts. The article will otherwise simply be too long. Last time we read about Bet, this time it is John’s turn:

John Hodian, die offizielle Geschichte:
John Hodians Musik kombiniert seine armenischen Wurzeln und seine klassische Ausbildung mit freier Improvisation. Hodian ist ein Komponist, Dirigent und Pianist, der in einer Vielzahl von Genres gearbeitet hat – von Klassik über Jazz, Rock bis Rap und traditionell bis Avantgarde. Hodians Musik vermittelt Emotionen, die von tiefer Melancholie bis zu kühnem Überschwang reichen. Seine atemberaubend schönen Melodien, komplizierten Rhythmen und seine gefühlvolle Intensität spiegeln sowohl seine armenischen Wurzeln und seine formale klassische Ausbildung als auch seine Jahre als innovativer Jazzimprovisator wider.

… John Hodian, the official story:
John Hodian’s music combines his Armenian roots and classical training with free improvisation. Hodian is a composer, conductor, and pianist who has worked in a wide variety of idioms (genres?) — from classical to jazz, rock to rap, and traditional to avant-garde theater. Hodian’s music conveys emotions ranging from profound melancholy to bold exuberance. His hauntingly beautiful melodies, intricate rhythms and soulful intensity reflect both his Armenian roots and his formal classical training, as well as his years spent as a cutting edge jazz improviser.

Was John sagt: (… The English text will follow after the German in one block.)
Ich bin in einer eng miteinander verbundenen, armenischen Familie aufgewachsen und habe vor meinem neunten Lebensjahr nur armenische Musik auf der Stereoanlage meines Vaters gehört. Ich glaube nicht, dass sie irgendeine andere Sorte Schallplatten besaßen, ausser einer schlecht produzierten „Best of Classics“  (dazu später mehr). Ich kann mich nicht erinnern, dass mir jemals etwas passiert ist … mein Psychoanalytiker sagt mir, dass ich es blockiert habe), bis ich eines Tages zehn Jahre alt war und meine ältere Schwester ein Klavier bekam. Meine Eltern waren nicht zu Hause und meine Schwester war nicht wirklich interessiert, also setzte ich mich hin und fing einfach an, stundenlang Melodien zu erfinden!

Viele Jahre später erfinde ich immer noch Dinge am Klavier. Das ist alles, was ich wirklich tun kann. Ich machte meinen Master in Musikkomposition und Dirigieren, machte aber viele Umwege als Jazzmusiker, Avantgarde-Improvisator und Universitätsprofessor. In Sommern fing ich an, am Naropa Institute in Boulder, Colorado, herumzuhängen und Erfahrungen nicht nur mit der Musikfakultät, sondern auch mit der Abteilung für berühmte Literatur zu sammeln, zu der Allen Ginsburg, William Burroughs, Gregory Corso und viele andere von der Jack Kerouac „School of Disembodied Poets“ (Schule der körperlosen Dichter) gehörten.

Ich zog nach New York, sah die Mietkosten und transformierte ganz  schnell zu einem „kommerzielleren“ Komponisten von Film- und Fernsehpartituren. Nachdem ich 15 Jahre lang 18 Stunden am Tag Musik für andere Leute geschrieben hatte, wachte ich eines Morgens auf und entschied, dass ich genug hatte. Seitdem habe ich nie mehr Musik für irgendjemanden außer für mich selbst geschrieben … oh, und für meinen Partner Bet Williams.

Was mich zu Bet Williams bringt. Ich hatte von Bet gehört und sie sogar ein paar Mal in der Stadt gesehen, aber erst als wir uns in einem Salon für Performancekunst trafen, wurde mir klar, dass sie meine musikalische Doppelgängerin war. Sie war musikalisch ebenso flexibel in Genres, in denen ich keine Erfahrung hatte, aber immer insgeheim wollte (Songwriting, Musiktheater, Oper). Ich denke, das macht sie zu meiner Anti-Doppelgängerin, aber Sie verstehen sicher, was ich meine. Wir haben alles genommen, was uns gefiel – Weltmusik, Improvisation, Performance-Kunst – und es mit meiner aufkeimenden Erfahrung in einem Aufnahmestudio bearbeitet. Epiphany Project wurde geboren.

Jetzt bereisen wir gemeinsam die Welt und treten in einer von mehreren musikalischen Verkleidungen auf (Bet Williams Band, Epiphany Project, Naghash Ensemble, Musik von John Hodian). Es scheint für Promotoren und Agenten und sogar für unsere Fans verwirrend, aber wir schaffen es, alles auseinander zu halten, indem wir im Moment stehen und immer einen Regenschirm tragen. Bei unserer musikalischen und geografischen Schizophrenie fühlt es sich manchmal so an, als hätte ich keine Wurzeln. Aber an meinen guten Tagen habe ich das Gefühl, Wurzeln zu haben, sie sind einfach auf der ganzen Welt!

… What John says:
I grew up in a tight knit Armenian family and heard nothing but Armenian music on my dads stereo before I was nine. I don’t think they owned any other type of records excerpt for one poorly produced  “Best of Classics” (more on that later). I don’t recall much of anything ever happening to me…ever (my analyst tells me I’ve blocked it out) until one day when I was ten and my older sister got a piano. My parents weren’t home and my sister wasn’t really interested so I sat down and just started making up tunes for a really long time! 

Many years later I’m still making things up at the piano. I went on to get a masters degree in both music composition and conducting but took many detours as a jazz musician, avant-garde improviser, and University professor. In the summers I started hanging around the Naropa Institute in Boulder Colorado soaking up experiences not only with the music faculty but also the illustrious literature department which included Allen Ginsburg, William Burroughs, Gregory Corso and many others from the Jack Kerouac School of Disembodied Poets.

I moved to New York, saw the cost of rent and was quickly transformed into a more “commercial” composer of film and television scores. After 15 years of writing music for other people 18 hours a day, I woke up one morning and decided I had had enough. Since then I have never written music for anybody but myself… oh, and my partner, Bet Williams.

Which brings me to Bet Williams. I had heard of Bet and had even seen her around town a couple of times but it wasn’t until we met at a performance art salon that I came to realize she was my musical doppelganger. She was equally flexible musically in genres I had no experience in, but always secretly wanted to (Songwriting, Music Theater, Opera). I guess that makes her my anti-doppelganger but you get the idea. We took everything we were fond of—world music, improvisation, performance art— and put it through my burgeoning recording studio experience. Epiphany Project was born.

Now we travel the world together performing in any one of a number of musical disguises (Bet Williams Band, Epiphany Project, Naghash Ensemble, Music by John Hodian). It seems confusing to promoters and agents and even our fans but we manage to keep it all straight by being in the moment and always carrying an umbrella. With our musical and geographical schizophrenia, it sometimes feels as if I don’t have any roots. But on my good days I feel like I do have roots, they are just all over the world!  

Mein Mann und ich haben sie im August 2014 in Hohwacht in einer grossen Scheune beim Ostholstein Musik Festival live erlebt und auch eine CD gekauft mit Musik vom Epiphany Project. Ihr Konzert war als Country & Western annonciert, aber sie haben auch Epiphany Project Musik gespielt, die mich fasziniert hat. Seitdem haben sie grosse Konzerte u. a. in Berlin gegeben, wo sie anscheinend im Moment ihren Wohnsitz haben.

… My husband and I have seen them live in August 2014 in a big barn in a place called Hohwacht during the Ostholstein music festival (Ostholstein is on the way to Denmark via Lübeck when coming from the south), where we also bought a CD with Epiphany Project music. Their concert was announced as Country & Western, but they also played Epiphany Project music, which fascinated me. Since then they have played big concerts in among others Berlin, where they seem to have settled for the time being.

Wer John Hodian sagt, muss auch Naghash Ensemble sagen, sein Projekt zur Wiederbelebung klassischer armenischer Musik. Hier ein paar Worte aus Wikipedia: Das Naghash Ensemble ist ein Ensemble zeitgenössischer Musik aus Armenien mit drei Sängerinnen, Duduk, Oud, Dhol. Sie singen neue Musik des armenisch-amerikanischen Komponisten John Hodian, die auf geistlichen Texten des mittelalterlichen armenischen Mystikers, Dichters und Priesters Mkrtich Naghash basiert. Hodians „Songs of Exile“ wird vom armenischen Komponisten Tigran Mansurian als „Der Klang des alten Armeniens für das 21. Jahrhundert neu erfunden“ beschrieben und kombiniert „die erdige Spiritualität des armenischen Volksliedes, neue klassische Musik, zeitgenössischen Post-Minimalismus und die Energie des Rock und Jazz“.

Foto: Wikipedia – Garegin Aghabekyan

… If you say John Hodian, you also need to say Naghash Ensemble, his project to revive classical Armenian music. A few words from Wikipedia: The Naghash Ensemble is a contemporary music ensemble from Armenia featuring three female singers, duduk, oud, dhol. They perform new music written by Armenian-American composer John Hodian based on sacred texts by the medieval Armenian mystic, poet and priest, Mkrtich Naghash. Described as „The sound of ancient Armenia reinvented for the 21st century“ by Armenian composer Tigran Mansurian, Hodian’s „Songs of Exile“ combines „the earthy spirituality of Armenian folk song, new classical music, contemporary post-minimalism and the energy of rock and jazz“.

Auf YouTube ist nichts zu finden aus Johns ”kommerzieller Periode”, nur sein cooler, experimenteller Jazz, das Naghash Projekt und das Epiphany Projekt. Mir kommt es so vor, als ob er an seinen Werken aus der Zeit nicht besonders interessiert ist.

… I can’t find anything on YouTube from John’s “commercial” period, only his cool, experimental jazz, the Naghash Project and the Epiphany Project. I am getting the impression that he is not really interested in his work from that time.

Nächstes Mal werde ich dann noch kurz das Epiphany Projekt vorstellen. Das würde jetzt hier den Rahmen sprengen. 😉

… Next time I will make a short presentation of the Epiphany Project. I think that for today it is enough. 😉